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1,8 Millionen für Forschungszentrum ESI

Helikopter-Drohne mit vier Rotoren als Beispiel für "Embedded systems"-Technologie (Bild: FAU)
Helikopter-Drohne mit vier Rotoren als Beispiel für "Embedded systems"-Technologie (Bild: FAU)

Helikopter-Drohne mit vier Rotoren als Beispiel für „Embedded systems“-Technologie (Bild: FAU)

Freistaat fördert praxisnahe Pilotprojekte im Bereich eingebetteter elektronischer Systeme

Die Embedded Systems Initiative (ESI) – eine Kooperation der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) – wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Die Mittel werden zum weiteren Ausbau des ESI-Anwendungszentrums eingesetzt. Das Zentrum koordiniert Projekte, in denen Wissenschaft und Industrie auf dem Gebiet eingebetteter elektronischer Systeme zusammenarbeiten.

Eingebettete Systeme (engl.: embedded systems) sind in viele Produkte des täglichen Lebens – in PKWs, Haushaltsgeräte, Telefone oder MP3-Player – integriert und haben dort Steuer-, Regel- und informationsverarbeitende Funktionen. Sie sind an ganz bestimmte Aufgaben angepasst und müssen spezielle Anforderungen an Größe, Kosten und Energieverbrauch erfüllen. „Der Entwicklungsaufwand für diese Systeme ist sehr groß“, sagt Dr. Torsten Klie, Geschäftsführer des Interdisziplinären Zentrums für Eingebettete Systeme an der FAU. „Entscheidend für den Erfolg ist eine perfekte Abstimmung zwischen Grundlagenforschung und Produktentwicklung.“

Der gezielte Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie ist deshalb eines der wichtigsten Ziele der Embedded Systems Initiative. Industriepartner sollen langfristig an das Zentrum gebunden werden, um Forschungsthemen gemeinsam mit der Universität und dem Fraunhofer-Institut zu bearbeiten. „Wir waren in den vergangenen drei Jahren sehr erfolgreich und freuen uns deshalb, dass unsere Projekte weiter gefördert werden“, erklärt Torsten Klie.

Im ESI-Anwendungszentrum kann das komplette Paket von der Grundlagenforschung bis zur Produktionsreife von elektronischen Systemen bearbeitet werden. Ein Beispiel für die Innovationskraft der ESI ist die Entwicklung einer miniaturisierten Kamera mit integriertem Funksender am Fraunhofer IIS. Solche Kameras könnten vor allem dort zum Einsatz kommen, wo die direkte Beobachtung für Menschen zu gefährlich ist – beispielsweise in toxischen Umgebungen, bei Umweltkatastrophen oder bei Vulkanausbrüchen. „Eine solche Miniatur-Kamera, die Daten in hoher Qualität per Funk überträgt, ist auf dem Markt jedoch nicht verfügbar“, sagt Torsten Klie. „Das ESI-Anwendungszentrum hat dafür die Funkschnittstelle entwickelt, und die Technik ist produktionsreif. Das ist ein großer Erfolg für uns.“

ESI und ESI-Anwendungszentrum

Das im September 2007 an der FAU gegründete Interdisziplinäre Zentrum für Eingebettete Systeme (ESI) hat sich die fächerübergreifende Koordination und Organisation der Forschung, Lehre und Weiterbildung im Bereich Eingebetteter Systeme zum Ziel gesetzt. Die 19 Mitglieder von 15 Lehrstühlen aus fünf verschiedenen Departments (Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Medizin und Wirtschaftswissenschaften) bringen ihre unterschiedliche Sichtweise und Expertise in gemeinsame Projekte ein. 2009 nahm das ESI-Anwendungszentrum am Fraunhofer IIS im Nordostpark seine Arbeit auf. Aufgabe des Zentrums ist es, neue innovative Produkte für industrielle Anwender zu entwickeln. In den vergangenen drei Jahren erhielt das Interdisziplinäre Zentrum ESI zehn Aufträge aus der Industrie. Derzeit laufen im Interdisziplinären Zentrum ESI und im ESI-Anwenderzentrum außerdem zwölf Pilotprojekte, die mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Millionen Euro gefördert werden.

Weitere Informationen für die Medien:

Dr. Torsten Klie
Tel.: 09131/85-25151
klie@esi.uni-erlangen.de

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