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30. Erlanger Universitätstage 2012 in Ansbach zum Thema Menschenrechte

Erlanger_Universitaetstage_2012_Ansbach_Plakat

Plakat zu den Erlanger Universitätstagen 2012 in Ansbach (PDF: FAU)

25. Oktober bis 29. November 2012, „Alte Bibliothek“ im Ansbacher Schloss

Die Menschenrechte sind der Themenschwerpunkt der 30. Erlanger Universitätstage der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Ansbach. In der Vortragsreihe erörtern fünf renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FAU die Bedeutung der Menschenrechte. Der Eintritt ist frei.

„Praktisch jede Nachricht aus dem Alltäglichen hat einen Zusammenhang mit den Menschenrechten“, betont der Organisator Prof. Dr. Karl Möseneder, Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte an der FAU. „Wir möchten im Rahmen der Universitätstage zeigen, dass die Menschenrechte nicht nur juristisch eine Rolle spielen, sondern viele Themenfelder umfassen.“

Zum Auftakt am 25. Oktober erörtert Prof. Dr. Hans Ulrich, Emeritus des Lehrstuhls für Ethik an der Theologischen Fakultät der FAU, über die christlichen Impulse für eine Ethik der Menschenrechte. Er diskutiert dabei die neu aufgekommene Debatte, ob die Menschenrechte aus der christlichen Religion entspringen. Wie verwurzelt sind Religion und Menschenrechte, welche anderen Einflüsse sind entscheidend und welche Bedeutung hat dies für die Ethik der Menschenrechte in der Gegenwart?

Über die Bedeutung der Menschenrechte in der EU-Migrationspolitik spricht am 08. November PD Dr. Petra Bendel, Geschäftsführerin des Zentralinstituts für Regionenforschung an der FAU. Sie hinterfragt, ob die Flüchtlings- und Migrationspolitik der Europäischen Union den selbstgesteckten Zielen und Werten der Gemeinschaft entspricht.

Prof. Dr. Andreas Frewer referiert am 15. November in seinem Vortrag die Verbindung von Menschenrechten und Medizin. Der Inhaber der Professur für Ethik in der Medizin an der FAU spricht dabei unter anderem über die gerechte Mittelverteilung, die Beteiligung von Ärzten an Menschenrechtsverletzungen und die weibliche Genitalverstümmelung.

Am 22. November spricht Dr. Michael Krennerich, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Menschenrechte an der FAU und Vorsitzender des Nürnberger Menschenrechtszentrums, über die Rolle sozialer Menschenrechte. Wann wird etwa das Recht auf Nahrung, Wohnen, Wasser oder Bildung verletzt? Welche Rechtsansprüche und Pflichten ergeben sich aus den sozialen Menschenrechten?

Den Abschluss der Universitätstage 2012 bildet der Vortrag von Prof. Dr. Markus Krajewski, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er geht am 29. November der Frage nach, ob nur Staaten oder auch Unternehmen die Menschrechte einhalten müssen. Wer wird zur Verantwortung gezogen, wenn multinationale Konzerne durch Kinderarbeit, ungesunde Arbeitsbedingungen oder Vertreibung der einheimischen Bevölkerung gegen die Menschenrechte verstoßen?

Weitere Informationen

Prof. Dr. Karl Möseneder
Tel.: 09131/85-22395
karl.moeseneder@kgesch.phil.uni-erlangen.de

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