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Mehr Raum für exzellente Materialforschung

FAU weiht zwei Neubauten für den Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) auf dem Südgelände der Universität ein – Presseeinladung zur Eröffnung

Moderne Hochleistungsmaterialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften spielen eine Schlüsselrolle für viele Zukunftstechnologien – ob als gedruckte, flexible Elektronik für Solarzellen und Handys oder für Reaktorsysteme, bei denen Leichtbauträgermaterialien mit neuartigen Katalysatoren kombiniert werden. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) schafft daher den dringend benötigten Raum für ihren Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM): Am 11. Oktober 2012 um 9:30 Uhr werden im Herzen des Erlanger Südgeländes zwei neue Universitätsgebäude eingeweiht, die speziell für den interdisziplinären Forschungsansatz des Clusters geplant und gebaut wurden. Medienvertreter sind zu der Eröffnung herzlich eingeladen.

Auch wenn der Exzellenzcluster EAM an kleinsten Molekülen und Partikeln arbeitet: Mit den seit dem Jahr 2007 eingerichteten 12 Professuren und über 80 Forschungsprojekten war es in den vergangenen Jahren im Cluster deutlich zu eng geworden. Das ändert sich nun: Künftig arbeiten auf insgesamt mehr als 3800 qm mit chemischen und physikalischen Laboren, einer Technischen Halle und Büroflächen 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften an gemeinsamen Projekten. Dadurch werden die multidisziplinären Aktivitäten der FAU im Bereich der neuen Materialien gebündelt und die Spitzenstellung Erlangens in diesem Bereich entscheidend gestärkt und weiter ausgebaut.
„Wir sind sehr froh, dass wir mit Hilfe der Baumaßnahmen den fakultätsübergreifenden, wichtigen Schwerpunkt ‚Neue Materialien und Prozesse‘ konsequent weiterentwickeln und über die Förderung der Exzellenzinitiative hinaus nachhaltig ausbauen können“, sagt Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU.

Forschungsbau Interdisziplinäres Zentrum für funktionale Partikelsysteme

Der Bau des deutschlandweit einzigartigen Interdisziplinären Zentrums für funktionale Partikelsysteme wurde durch die Förderung von 9 Millionen Euro durch die gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern ermöglicht – der Antrag aus Erlangen landete 2010 unter einer Vielzahl von Vorhaben deutschlandweit auf Platz 1. Dieses direkt an der FAU angesiedelte Zentrum ist zentraler Bestandteil des EAM Forschungsbereichs funktionelle Partikelsysteme und bündelt fächerübergreifend die Aktivitäten des EAM im Bereich Partikeltechnik und Optik. In dem neuen Gebäude befinden sich auf 1420 qm u.a. Labore für Synthese und Charakterisierung, in denen Partikel mit definierter Form, Größe und Eigenschaften hergestellt werden, die als Bausteine zur Materialentwicklung für alle anderen Forschungsbereiche des Exzellenzclusters dienen.

Neu- und Umbau Chemie

Der Freistaat Bayern hat in den vergangenen Jahren zwei Jahren insgesamt rund 14 Millionen Euro in den Umbau der Technischen Halle Chemie sowie in einen Neubau investiert, in dem nun die Clusterforschung in den Bereichen nanoelektronische und katalytische Materialien ihr Zuhause gefunden hat. Das neue Chemiegebäude ist durch einen Übergang mit den alten Gebäuden verbunden und ermöglicht so die direkte Nutzung der bereits etablierten Infrastruktur. 83 Räume (z.B. Büros, Laborräume) mit einer Hauptnutzfläche von 2.430 qm wurden geschaffen. Erstmalig werden hier die Aktivitäten zur Herstellung und Charakterisierung elektronischer Bauelemente mit der Synthese der Ausgangsstoffe in benachbarten Laboren gebündelt. Auch bereits identifizierte Synergien und Analogien zur Herstellung, Charakterisierung und Anwendung von neuartigen katalytischen Systemen können nun durch die Unterbringung in einem Gebäude voll ausgeschöpft werden.

Der Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials

Der Exzellenzcluster EAM wurde 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder eingerichtet. Ziel der Erlanger Wissenschaftler ist es, naturwissenschaftlich geprägte Grundlagenforschung und deren ingenieurwissenschaftliche Umsetzung zusammenzuführen, um neue hierarchisch aufgebaute Materialien mit maßgeschneiderten elektronischen, optischen, katalytischen und mechanischen Eigenschaften erforschen und entwickeln zu können.
„Diese fächerübergreifende Verbindung zwischen Materialforschung und Partikeltechnik mit Schwerpunkten wie Photonik, Elektronik, Katalyse und Leichtbau – wie wir sie hier in Erlangen aufgebaut haben – ist deutschlandweit einzigartig“, betont der Koordinator des Clusters, Prof. Dr. Wolfgang Peukert. „In den neuen Räumen werden für unsere Wissenschaftler einmalige Möglichkeiten geschaffen, die wir zu einer noch intensiveren Zusammenarbeit nutzen werden.“

Programmüberblick

Am Donnerstag, den 11. Oktober 2012 weiht die FAU das Interdisziplinäre Zentrum für funktionale Partikelsysteme sowie den Clusterneu- und Umbau Chemie offiziell ein. Die feierliche Einweihung beginnt um 9.30 Uhr und findet im Hörsaal 3, Egerlandstr. 3 statt.

Um 9:15 Uhr findet ein Fototermin vor dem neuen EAM Chemiegebäude Egerlandstr. 3 a statt. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Joachim Hornegger, Vizepräsident der Universität Erlangen-Nürnberg werden Joachim Herrmann, Bay. Staatsminister des Innern, MdL, Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, sowie Prof. Dr. Wolfgang Peukert, Koordinator des Exzellenzclusters EAM, Grußworte sprechen. Den Festvortrag hält der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, MdL. Im Rahmen der Feierlichkeiten übergibt der leitende Baudirektor Dieter Maußner die Schlüssel der Neubauten an die Professoren Peukert und Wasserscheid.
Musikalisch umrahmt wird die Einweihung durch Prof. Dr. Andreas Hirsch, dem Koordinator des EAM Forschungsbereiches nanoelektronische Materialien, und Professor Walter Bauer. Im Anschluss an den Festakt finden in der technischen Halle des Interdisziplinären Zentrums für funktionale Partikelsysteme in der Haberstraße 9 eine ökumenische Einweihung und ein Stehempfang statt.
Zur Einweihung sind Medienvertreter ganz herzlich eingeladen.

Weitere Informationen:

Professor Dr.-Ing. Wolfgang Peukert
09131/85-29400
wolfgang.peukert@lfg.fau.de

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