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Kampf gegen Bluthochdruck und Organschäden

PD Dr. Kerstin Benz  (Bild: UK Erlangen)

PD Dr. Kerstin Benz (Bild: UK Erlangen)

PD Dr. Kerstin Benz erhält Forschungsstipendium der Deutschen Hochdruckliga

Für ihren Forschungsantrag zur „Rolle der Komplementaktivierung in der Pathogenese von Hypertonieentstehung und Nierenschädigung bei reduzierter Nephronenzahl“ hat PD Dr. Kerstin Benz, Oberärztin der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Rascher) des Universitätsklinikums Erlangen, jetzt ein mit 50.000 Euro dotiertes Forschungsstipendium der Deutschen Hochdruckliga e. V. DHL® erhalten.

Ausgangspunkt für die vorgelegte Studie ist die in den vergangenen Jahren gewonnene Erkenntnis, dass eine bei der Geburt reduzierte Anzahl von Nephronen – den kleinsten Funktionseinheiten der Niere – die Entstehung von Bluthochdruck und Endorganschäden im späteren Leben begünstigt. „Neben den etablierten Einflussfaktoren gibt es auch Hinweise auf immunologische Mechanismen der Hypertonieentstehung, wobei bislang vor allem zelluläre Immunmechanismen untersucht wurden. Das Komplementsystem, ein für die Immunabwehr wichtiges Proteinsystem, stand hingegen nur vereinzelt im Fokus des Interesses“, sagt PD Benz, die ihre Forschungsarbeit in der Nephropathologischen Abteilung (Leiterin: Prof. Dr. Kerstin U. Amann) im Pathologischen Institut des Uni-Klinikums Erlangen durchführt.

Ziel der für 2013/2014 geplanten Studie ist es daher, zu untersuchen, ob sich bei einer genetisch bedingten geringen Nephronenzahl während der altersabhängigen Hypertonieentwicklung und Endorganschädigung eine Aktivierung des Komplementsystems nachweisen lässt. Es soll ermittelt werden, wie ausgeprägt diese Aktivierung ggf. ist, welche Folgen sie auf Nierenstruktur sowie -funktion hat und ob eine frühe medikamentöse Hemmung des Komplementsystems die Entstehung von Bluthochdruck und Endorganschädigung beeinflussen kann. Es ist geplant, diese Fragestellungen getrennt nach Geschlechtern und genetischem Hintergrund aufzuarbeiten.

Hauptziel der Untersuchung von PD Benz ist, die Frage zu beantworten, ob sich bei niedrigerer Nephronenzahl im Verlauf eine Komplementaktivierung als weitere funktionelle Komponente einstellt und ob diese maßgeblich zur Entstehung von Hypertonie und Endorganschädigung beiträgt. Dies ist u. a. angesichts der heute verfügbaren therapeutischen Interventionsmöglichkeiten bei der Regulation des Komplementsystems von hohem klinischem Interesse.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Kerstin U. Amann
Tel.: 09131/85-22291
kerstin.amann@uk-erlangen.de

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