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Wissenschaftsrat empfiehlt Förderung eines Forschungsneubaus an der FAU

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme eines dünnen Films aus ZnO-Nanostäbchen
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme eines dünnen Films aus ZnO-Nanostäbchen

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme eines dünnen Films aus ZnO-Nanostäbchen (Bild: FAU)

Interdisziplinäres Zentrum für nanostrukturierte Filme (IZNF) wurde als herausragendes Projekt eingestuft

In seinen diesjährigen Empfehlungen zu Forschungsbauten an Hochschulen sieht der Wissenschaftsrat ein Bauvorhaben der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mit an oberster Stelle auf der Prioritätenliste: Das Interdisziplinäre Zentrum für nanostrukturierte Filme (IZNF) soll es den FAU-Wissenschaftlern erlauben, die natur- und technikwissenschaftlichen Grundlagen der Herstellung funktionaler, dünner Filme zu untersuchen.

Dünne Filme sind Materialschichten mit Dicken von wenigen Nanometern bis zu einigen Mikrometern, die oftmals ein anderes physikalisches Verhalten zeigen – etwa im Hinblick auf elektrische Leitfähigkeit oder Reaktivität – als massive Körper aus demselben Material. Der Fokus der Forscher liegt dabei auf der Analyse dünner Filme mit einem einheitlichen experimentellen und theoretischen Methodenspektrum für sehr viele Anwendungsbereiche, welche sich von der Photonik, Optoelektronik über die Katalyse und Energietechnik bis zu hin zu den Lebenswissenschaften erstrecken.

Die FAU will ihre Aktivitäten auf diesem hochinnovativen Gebiet in dem geplanten Forschungsbau bündeln. Mit der Herstellung von dünnen Filmen variabler Zusammensetzung und dreidimensionaler Struktur aus der flüssigen Phase heraus wird ein übergreifender Forschungsbereich erschlossen, der für vielfältige technologische Entwicklungen bedeutsam sein kann. Das IZNF – das aus dem Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) auf Initiative verschiedener Cluster-Akteure heraus entstanden ist – soll sechs Forschungsbereiche abdecken, wobei drei davon aufgrund der interdisziplinären Bedeutung der Dünnfilmtechnologie als Querschnittsbereiche angelegt sind. Angesiedelt werden soll der Forschungsbau auf dem Südgelände der FAU – in unmittelbarer räumlicher Nähe zu den beteiligten Disziplinen und weiteren relevanten Partnereinrichtungen. Der 4.638 Quadratmetern umfassende Neubau soll rund 30 Arbeitsgruppen aus sieben Departments der FAU Raum bieten und 268 Arbeitsplätze beherbergen.

„Dieser Forschungsbau ermöglicht uns nun eine geschlossene, stringente Prozesskette von der Herstellung über die Charakterisierung bis hin zur Integration der Filme in funktionale Materialen und Bauteile. Durch den Bau wird eine international einmalige Institution geschaffen, in der die Forschung der FAU im Umfeld der Oberflächenfunktionalisierung und Dünnfilmtechnologien eine herausragende Forschungsumgebung findet“, betont der Sprecher der Initiative Prof. Dr. Christoph Brabec.

Insgesamt hat der Wissenschaftsrat Bund und Ländern neun Vorhaben mit Gesamtkosten von 290 Millionen Euro ans Herz gelegt. Folgt die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern am 28. Juni 2013 den Empfehlungen, so könnte der Forschungsneubau der FAU – für den Gesamtmittel in Höhe von etwa 40 Millionen Euro nötig sind – schon ab Beginn 2014 umgesetzt werden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christoph J. Brabec
Tel.: 09131/85-25426
christoph.brabec@ww.uni-erlangen.de

Prof. Dr. Wolfgang Peukert
Tel.: 09131/85-29400
wolfgang.peukert@fau.de

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