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Alexander von Humboldt-Professur 2013: FAU setzt sich erneut durch

Prof. Dr. Oskar Painter (Bild: FAU)

Prof. Dr. Oskar Painter (Bild: FAU)

Quantenphysiker Prof. Dr. Oskar Painter erhält bis zu 5 Mio. Euro Forschungsgeld

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat am 8. Mai 2013 in Berlin den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands, die Alexander von Humboldt-Professur, verliehen. Unter den Preisträgern: Der von der FAU nominierte Prof. Dr. Oskar Painter. Damit setzte sich die FAU zum dritten Mal in Folge mit einem Vorschlag durch. Mit der Professur erhält Painter bis zu 5 Millionen Euro an Forschungsgeld, mit dem er seine bisherige wissenschaftliche Arbeit nun an der FAU und am Erlanger Max-Planck-Institut (MPI) für die Physik des Lichts fortsetzen kann.

Oskar Painter ist ein Pionier in der Entwicklung und der physikalischen Charakterisierung von optischen Nanosystemen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Untersuchung der quantenmechanischen Eigenschaften von mechanischen Festkörperstrukturen und deren Wechselwirkung mit Licht. Prof. Painters Forschungsarbeit nutzt den typischerweise extrem schwachen Strahlungsdruck von Licht um mechanische Resonatoren in einem Quantenzustand zu präparieren und zu studieren. Anwendungsmöglichkeiten liegen unter anderem in der Entwicklung von quantenlimitierten Präzisionssensoren und der Realisierung von integrierten quantenoptischen Kommunikationsnetzwerken. Oskar Painter soll am Department Physik der FAU und zugleich am MPI für die Physik des Lichts arbeiten und die Kooperation zwischen beiden Einrichtungen intensivieren. An der Universität wird er unter anderem den bereits in der Exzellenzinitiative geförderten Schwerpunkt der Optical Sciences verstärken.

Prof. Dr. Oskar Painter wurde im Jahr 1972 in Kanada geboren. Er lehrte zuletzt als Professor am Laboratory of Applied Physics des California Institute of Technology (Caltech), Pasadena, USA. Dort hatte er nach seinem Studium im Jahr 2001 auch promoviert; 2002 wurde er zum Assistant Professor und 2008 Associate Professor berufen, seit 2011 ist er Co-Director des Kavli Nanoscience Institute am Caltech. Zu seinen Auszeichnungen gehört unter anderem der Caltech Graduate Student Council Mentoring Award, den er 2005 erhielt.

Painter ist einer der Pioniere auf dem Gebiet der Quanten-Optomechanik, in dem makroskopische Festkörper in einen quantenmechanischen Grundzustand versetzt und erforscht werden. Als Mitbegründer des Unternehmens Xponent Photonics und Mitglied am Institute of Electronic and Electrical Engineers (IEEE) sowie der Optical Society of America und der American Physical Society hat er sich hohes internationales Renommee erworben und hält zahlreiche Patente .

Die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnet mit der Professur weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Die Alexander von Humboldt-Professur soll es deutschen Hochschulen ermöglichen, Spitzenkräfte nach Deutschland zu holen und ihnen eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten. Die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanzierte Professur ist mit bis zu fünf Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.

Warum Prof. Painter Wissenschaftler werden wollte und was für ihn im Leben zählt, erfahren sie in unserem Interview mit ihm.

Bilder von der Verleihung

Der gemeinsame Stand von MPL und FAU

Der gemeinsame Stand von MPL und FAU. (Bild: MPL/S.Iyi)

Vor der Verleihung

Vor der Verleihung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Oskar Painter, Prof. Dr. Vahid Sandoghdar, FAU-Kanzler Thomas A.H. Schöck und Prof. Dr. Philip Russell. (Bild: MPL/S.Iyi)

Prof. Painter AvH 2013

Prof. Painter bei der Verleihung. (Bild: MPL/S.Iyi)

Nach der Verleihung

Von links nach rechts: Gerd Leuchs, Philip Russell (Direktoren Max-Planck-Institut für die Physik des Lichtes), Karl-Dieter Grüske (Präsident der Universität Erlangen-Nürnberg), Johanna Wanka, Oskar Painter, Helmut Schwarz, Vahid Sandoghdar (Humboldt-Professor 2011, Direktor Max-Planck-Institut für die Physik des Lichtes) (Bild: Humboldt-Stiftung / David Ausserhofer)

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