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Grafikkarten machen den Unterschied

Das FAU-Team der Student Cluster Competition (Bild: privat)

Das FAU-Team der Student Cluster Competition (Bild: privat)

Studierende der FAU setzen sich in der Vorauswahl bei internationalem Wettbewerb im Hochleistungsrechnen durch

Auf der SuperComputing 2013 (SC13) – der renommiertesten Konferenz auf dem Gebiet der Hochleistungsrechner – messen sich in der Student Cluster Competition jährlich weltweit Studierende darin, den effizientesten und zugleich leistungsstärksten Rechner selbst zu konfigurieren. Zum ersten Mal seit 2008 hat sich nun ein deutsches Team in der Vorauswahl durchgesetzt: Sechs Studierende der FAU fliegen im November zur SC13 ins amerikanische Denver, Colorado.

Schwarze Löcher kollidieren lassen oder das Verhalten von Wirbelstürmen berechnen – wissenschaftliche Experimente am Computer zu simulieren, wird immer komplexer. Mit einem einfachen PC ist es da nicht mehr getan, für die umfangreichen Berechnungen benötigen die Forscher Hochleistungsrechner. Im Student Cluster Competition der SC13 versuchen studentische Teams, in einem 48-stündigen Wettstreit, aus ihren selbst zusammengestellten „Mini-Supercomputern“ die höchstmögliche Leistung herauszuholen.

In der Vorrunde reichen die Teams Entwürfe ihres Rechners ein – ein wichtiges Kriterium für die Jury ist unter anderem, dass der Computer bei gleichbleibenden Stromkosten eine möglichst hohe Leistungsfähigkeit erzielt. Diese Hürde haben die sechs FAU-Studierenden (Christopher Bross, Cristian Proksch, Dominik Ernst, Lena Leitenmaier, Lucas Grunenberg, Marco Heisig) unter der Leitung von Andreas Schäfer, Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur), bereits genommen: Die Fachjury hat sie für das Finale in Denver nominiert. Jetzt heißt es, den Entwurf in die Realität umzusetzen.

Der Erlanger Ansatz unterscheidet sich dabei grundlegend von denen anderer Teams. „Wir setzen ganz stark auf den Einsatz von Grafikkarten“, erklärt Andreas Schäfer. „Das ist einerseits riskant, denn die Computerprogramme unterstützen die Karten teilweise noch nicht. Wir müssen entsprechende Programme in den nächsten Monaten erst noch entwickeln.“ Andererseits: Da Grafikkarten sehr stromsparend arbeiten, bergen sie für den Wettbewerb viel Potenzial.

Unterstützung bei ihrem Projekt erhalten die Erlanger dabei von ihren Sponsoren: Grafikkartenhersteller NVIDIA, der deutschen Systemintegrator MEGWARE und der Compilerhersteller PGI. Sie stellen die Grafikkarten, Hostsysteme und Software im Wert von mehreren zehntausend Euro zur Verfügung, die auch nach dem Wettbewerb an der FAU verbleiben dürfen.

Weitere Informationen:

Andreas Schäfer
Tel.: 09131/85-27910
andreas.schaefer@informatik.uni-erlangen.de

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