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Neue Formen der Elektronik: flexibel, dehnbar und druckbar

Plakat Flexible Electronics

Plakat Flexible Electronics

Flexible Elektronik ist eine wichtige Schlüsseltechnologie unseres Jahrhunderts: Im Alltag sind wir überall von elektronischen Bauteilen umgeben, ob im Mobiltelefon, Computer oder Auto. Basis für diese Bauelemente sind anorganische Materialien wie etwa Silizium. Ihre Nachteile: ein hoher Preis, starre mechanische Eigenschaften und hohe Verarbeitungstemperaturen. FAU-Wissenschaftler forschen daher intensiv nach attraktiven Materialalternativen, die sich auch für flexible und druckbare Schaltkreise eignen: Vielversprechend sind spezielle organische Moleküle und Polymere, Kohlenstoffnanoröhrchen sowie anorganische Nanopartikel, deren Eigenschaften mittels Synthese fast beliebig variiert und angepasst werden können. Aber auch die klassischen Halbleitermaterialien wie Silizium werden flexibel, wenn sie nur dünn genug sind. Ihre aktuellen Ergebnisse diskutieren die Erlanger Wissenschaftler mit Kollegen aus aller Welt beim „Erlangen Symposium on Flexible Electronics“, das erstmals vom 19. bis 21. Juni 2013 in Erlangen stattfindet.

Unter den hochkarätigen Rednern aus elf Ländern ist unter anderem Professor John A. Rogers (University of Illinois at Urbana-Champaign, USA), der die flexible Elektronik mit elektronischen Tatoos revolutioniert hat. Diese dehnbaren und elastischen Chips, die auf die Haut geklebt werden, können als Gesundheitsmonitor Körperfunktionen wie Puls oder Blutdruck überwachen und lösen sich nach einer gewissen Zeit wieder auf. Erwartet wird auch Professor Henning Sirringhaus (University of Cambridge, Großbritannien), bekannt für seine Arbeiten zum großflächigen Drucken von organischen Transistoren und Mitbegründer der Firma Plastic Logic, die flexible Displays herstellt. Auf dem Symposium stellen die mehr als 100 Forscher neue grundlegende Erkenntnisse sowie Konzepte zur praktischen Realisierung von flexibler Elektronik vor.

Konzipiert und organisiert hat das Symposium Prof. Dr. Jana Zaumseil, Nanomaterials for Optoelectronics Group am Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe der FAU, mit Unterstützung des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie dem Graduiertenkolleg 1161 Disperse Systeme für Elektronische Anwendungen.

Weitere Informationen:

Jana Zaumseil
+49(0)9131 – 8525435
jana.zaumseil@fau.de
www.flexible-electronics-erlangen-2013.de

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