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Erstes Spin-Off des FAU-Lehrstuhls für Mustererkennung mit CE-Kennzeichnung

Chimaera Screenshot

Mit der Bildverarbeitungssoftware des FAU-Spin-Offs Chimaera GmbH können Ärzte medizinische Aufnahmen von Patienten vergleichen, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Geräten aufgenommen wurden. (Bild: Chimaera GmbH)

Chimaera GmbH verkauft medizintechnische Bildverarbeitungssoftware jetzt europaweit

Innerhalb von Europa dürfen medizintechnische Produkte nur mit dem CE-Kennzeichen vertrieben werden. Als erstes Spin-Off des Lehrstuhls für Mustererkennung (LME) hat die Chimaera GmbH jetzt diese Hürde genommen. Die Grundlagen für ihre Bildverarbeitungssoftware hat das Unternehmen am LME erforscht.

Am Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU erforschen die Wissenschaftler Algorithmen zur Klassifikation und Analyse von Mustern wie beispielsweise Bild- oder Sprachdaten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der medizinischen Bildverarbeitung. Basierend auf diesen Grundlagen ist FusionSync entstanden, das erste eigene Medizinprodukt des Lehrstuhl Spin-Offs Chimaera GmbH. Bisher entwickelte das Unternehmen, das nach wie vor eng mit dem Lehrstuhl kooperiert, ausschließlich Software für andere Unternehmen. Durch die Auszeichnung mit dem CE-Kennzeichen darf das Unternehmen sein Computerprogramm nun europaweit verkaufen. FusionSync hilft Ärzten, dreidimensionale medizinische Bilder wie Röntgen- oder Magnetresonanz-Aufnahmen auszuwerten: Mithilfe der Bildbearbeitungssoftware können Ärzte Aufnahmen von Patienten vergleichen, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Geräten aufgenommen wurden. „Unser Programm ermöglicht es beispielsweise, auf einen ganz bestimmten Abschnitt in dem Bild zu fokussieren und diese Stelle in allen anderen Aufnahmen automatisch anzuzeigen“, erklärt Dr. Dieter Hahn von der Chimaera GmbH.

Zurzeit bereitet das Unternehmen den Vertrieb in verschiedenen Ländern Europas vor. „Sobald wir die Übersetzung aller Unterlagen fertig haben, können wir durchstarten“, so Hahn. Das reicht dem FAU-Spin-Off aber noch nicht: Zurzeit läuft das Verfahren zur Zulassung in den USA.

Um das Medizinprodukt mit einer CE-Kennzeichnung zu versehen, musste das Unternehmen zunächst ein Qualitätsmanagementsystem vorzeigen, das garantiert, dass sämtliche Prozesse nach festgelegten Standards ablaufen. Mit diesem ISO 13485-Zertifikat darf das Unternehmen jetzt medizintechnische Produkte herstellen. Im nächsten Schritt prüft eine unabhängige Stelle dann die Qualität in der Herstellung des Produkts und stellt das CE-Kennzeichen aus.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Joachim Hornegger
joachim.hornegger@fau.de

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