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Reizdarm – eine heimliche Krankheit im Scheinwerferlicht

Informationsveranstaltung am Samstag, 23. November, 13 bis 16 Uhr

Über neue diagnostische Möglichkeiten und medikamentöse Innovationen für Reizdarm-Patienten wollen die Experten der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie des Universitätsklinikums Erlangen bei einer Informationsveranstaltung am Samstag, 23.11.2013, von 13 bis 16 Uhr in den Hörsälen Medizin, Ulmenweg 18, informieren. Neben Vorträgen und Einzelgesprächen mit Spezialisten können Interessierte auch modernste endoskopische Geräte betrachten die deutschlandweit derzeit nur in Erlangen eingesetzt werden.

Bauchschmerzen, veränderte Stuhlgewohnheiten mit Durchfällen, ein Gefühl der unvollständigen Darmentleerung, quälende Verstopfung und ein schmerzender aufgeblähter Bauch: Dies sind die Beschwerden eines Patienten mit Reizdarmsyndrom. „Die Symptome des Reizdarms sind nicht lebensbedrohlich, beeinflussen die Lebensqualität des Einzelnen jedoch teilweise eklatant“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Markus Neurath. Nicht nur der lange Leidensweg mit mehrfachen Arztbesuchen und einer mittleren Dauer bis zur Diagnose von zehn Jahren, auch die frustranen therapeutischen Maßnahmen schränken die Lebensqualität des Einzelnen sehr stark ein. „Inzwischen weiß man, dass die Diagnose eines Reizdarmsyndroms nicht nur eine Ausschlussdiagnose darstellt, sondern eine zugrunde liegende Veränderung der Darmschleimhaut vorliegt.“

Jeder Zehnte leidet an einem Reizdarmsyndrom – Tendenz steigend

Mehr als 10 Prozent der Bevölkerung leiden an einem Reizdarmsyndrom – und immer häufiger erkranken auch Jugendliche an diesem Krankheitsbild. „Wir möchten Betroffenen und Interessierten im Rahmen unseres Arzt-Patienten-Seminars mit der Endomikroskopie eine neue diagnostische Option präsentieren, mit der man mittels einer hochauflösenden endoskopischen Untersuchungsmethode entzündliche Veränderung in der tiefen Schicht der Darmschleimhaut präzise erkennen und gezielt Proben entnehmen kann“, sagt Prof. Neurath. Neben dieser „diagnostischen Evolution“ möchten die Erlanger Experten neue medikamentöse Therapien vorstellen, die nachweislich die Beschwerden, insbesondere bei Verstopfung, deutlich lindern.

„Wir freuen uns, dass wir für die Veranstaltung namhafte Referenten gewinnen konnten“, so Prof. Neurath. Prof. Dr. Anette Fritscher-Ravens ist international tätig und eine der führenden Kapazitäten im Bereich der hochauflösenden Darmspiegelungen bei Kindern und Jugendlichen. Prof. Dr. Helmut Neumann hat sich national und international im Bereich der hochauflösenden Darmspiegelungen bei Erwachsenen etabliert.

Prof. Dr. Yurdagül Zopf, Leiterin der Ernährungsmedizin in Erlangen, wird therapeutische medikamentöse Optionen und Ernährungsempfehlungen erläutern. Prof. Dr. Hans-Dieter Janisch, niedergelassener Internist und Gastroenterologe aus Erlangen, sowie Prof. Dr. Jürgen Siebler, leitender Oberarzt der Medizin 1 und Gastroenterologe, werden über ihre langjährigen Erfahrungen in diesem Bereich berichten. Nach der offiziellen Eröffnung um 13 Uhr sind folgende Programmpunkte geplant:

  • 13.15 Uhr : Endomikroskopie in der Abklärung unklarer abdomineller Schmerzen bei Kindern: neue diagnostische Optionen (Prof. Dr. Anette Fritscher-Ravens)
  • 13.45 Uhr: Endoskopie in der Gastroenterologie: neue technische Verfahren bei unklaren Verdauungsbeschwerden (Prof. Dr. Helmut Neumann)
  • 14.15 Uhr: Neue medikamentöse Entwicklungen und ernährungstherapeutische Verfahren bei Reizdarm (Prof. Dr. Yurdagül Zopf)
  • 15.15 Uhr: Führung durch die Endoskopie-Abteilung/ Präsentation der neuen endoskopischen Verfahren

Weitere Informationen:

Programm: www.uk-erlangen.de

Prof. Dr. Markus Neurath
Tel.: 09131/85-35204
markus.neurath@uk-erlangen.de

 

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