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FAU startet Vortragsreihe „Wissenschaft auf AEG“

Schwarzes Loch (Bild: Uni Hildesheim)

Schwarzes Loch (Bild: Uni Hildesheim)

Universitäts-Vizepräsident: „Forschungsergebnisse auch am Universitätsstandort Nürnberg präsentieren“

Wie beeinflusst Nahrung unser Gehirn? Wie sieht die nächste Generation von Solarzellen aus? Sind schwarze Löcher wirklich unersättlich? Und was kann der Staat tun, damit Steuerzahler ehrlich werden? Forscher der FAU geben in einer neuen populärwissenschaftliche Vortragsreihe unter dem Titel „Wissenschaft auf AEG“ Antworten auf diese Fragen. Wissenschaftsinteressierte sind zu den vier Veranstaltungen am Energie Campus Nürnberg auf AEG ebenso herzlich eingeladen wie Schüler und Schulklassen sowie Studierende aller Fachrichtungen. Der Startschuss für die Reihe fällt am 25. November 2013 um 18:30 Uhr. Die Nürnberger Zeitung begleitet die Reihe als Medienpartner.

Erstmals legt die FAU eine solche Reihe in Nürnberg auf – bislang fanden öffentliche Vorlesungen meist in Erlangen statt. „Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg trägt aus gutem Grund beide Städte im Namen“, sagt Prof. Dr. Joachim Hornegger, FAU-Vizepräsident für Forschung. „Es ist enorm wichtig, dass wir unsere Forschungsergebnisse auch in Nürnberg der Öffentlichkeit präsentieren – zumal das Interesse an Forschung und Wissenschaft hier immens ist, wie der jüngste Erfolg der Langen Nacht der Wissenschaften zeigt.“

Die Vortragsthemen entstammen der so genannten „Emerging Fields Initiative“ der Universität, in der besonders innovative, aber auch risikobehaftete Forschungsprojekte mit hohem Entwicklungspotential gefördert werden. Wissenschaftler aus den verschiedenen Disziplinen – von den Naturwissenschaften über die Wirtschafts- und Rechtswissenschaften oder die Medizin bis zu den Geisteswissenschaften und der Technik – arbeiten in diesen interdisziplinären Projekten über Fachgrenzen hinaus eng zusammen.

Moderieren wird die Veranstaltung Prof. Dr. Joachim Hornegger, der auch den Veranstaltungsort „Auf AEG“ für ganz besonders geeignet hält: „Die Aufbruchsstimmung, die dieser Ort transportiert, bietet ein ideales Klima für Wissen und Wissenschaft und macht offen für neue Erkenntnisse.“ Außerdem hat Universität – neben dem Campus Regensburger Straße und den Standorten des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften – mit ihrer Forschung auf AEG Quartier bezogen: etwa mit dem Forschungsschwerpunkt Energie, der durch verschieden Lehrstühle sowie die Beteiligung am Energie Campus Nürnberg zum Ausdruck kommt, aber auch mit Zukunftsprojekten wie dem E-Drive-Center oder der Green Factory Bavaria. Im Anschluss an die Vorträge stehen die Wissenschaftler gerne für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Auch für Getränke und Häppchen ist gesorgt.

Die Termine im Überblick:

  • Montag, 25.11.2013, 18.30 – ca. 20 Uhr

Wie beeinflusst Nahrung unser Gehirn – und umgekehrt?

Eröffnung der Veranstaltungsreihe am Energie Campus Nürnberg

Prof. Dr. Monika Pischetsrieder (Lehrstuhl für Lebensmittelchemie)

PD Dr. Andreas Hess (Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie)

Prof. Dr. Johannes Kornhuber (Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik)

Die meisten von uns kennen das Gefühl von Kontrollverlust beim Griff in die Chipstüte, den Drang, mehr zu essen, als der Körper eigentlich braucht – vor allem bei so unwiderstehlichen Dingen wie Snacks und Schokolade. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Lebensmittel bestimmte Bereiche im Gehirn in einer Weise aktivieren, dass sie unabhängig vom Hungergefühl gegessen werden. Die FAU-Forscher wollen nun herausfinden, wie Inhaltsstoffe im Essen Emotionen und Affekte, aber auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns verändern können. Außerdem interessieren sie sich dafür, über welche biochemischen Prozesse die Nahrung den Verlauf von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer beeinflusst.

  • Montag, 16.12.2013, 18.30 Uhr

Solarenergie 2.0: Gelingt künstliche Photosynthese?

Prof. Dr. Dirk M. Guldi (Lehrstuhl für Physikalische Chemie)

Auf der Suche nach alternativen Energiequellen rücken die Sonne und ihre wärmende Kraft immer mehr in den Fokus der Wissenschaft. In Zukunft sollen neue Solarmodule mehr können und zugleich weniger kosten. Die Wissenschaftler arbeiten dafür an Materialien, die Licht sammeln, Ladungen übertragen und die Kraft der Sonne in Form chemischer Energie speichern, welche sich einfach lagern oder transportieren lässt. Ziel ist es, die Photosynthese auf künstlichem Wege zu reproduzieren.

  • Montag, 27.01.2014, 18.30 Uhr

Im Bann des Schwarzen Lochs: Neues aus der Astroteilchenphysik

Prof. Dr. Uli Katz (Lehrstuhl für Experimentalphysik (Astroteilchenphysik))

Prof. Dr. Jörn Wilms (Dr. Karl-Remeis-Sternwarte Bamberg– Astronomisches Institut)

Schwarze Löcher in unserem Universum faszinieren Laien ebenso wie Astronomen und Physiker. Die meisten Galaxien – darunter auch die Milchstraße – besitzen in ihrem Zentrum ein supermassives schwarzes Loch. In vielen Fällen gelangt normale Materie, etwa Sterne und Gaswolken, in die Nähe dieses schwarzen Lochs und wird verschluckt. Dadurch werden in solchen aktiven Galaxien gewaltige Mengen von Strahlung erzeugt und ausgestoßene Materie schießt Hunderttausende von Lichtjahren ins Universum.

  • Montag, 3.02.2014, 18.30 Uhr

Eigennutz oder Gemeinwohl: Wie werden Steuerzahler ehrlich und kooperationsbereit?

Prof. Dr. Thiess Büttner (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft)

Prof. Dr. Veronika Grimm (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie)

Steuern: Keiner zahlt sie gerne, nur so viel unbedingt nötig ist, aber keinen Cent mehr. Doch welche Faktoren bestimmen, wie ehrlich und kooperationswillig wir beim Thema Steuern sind? Welchen Einfluss haben zum Beispiel gesellschaftliche Normen und Werte oder der institutionelle Rahmen des Steuersystems? Erste Ergebnisse des noch jungen Forschungsfeldes zeigen: Die Politik kann durchaus etwas tun, damit sich Bürger und Unternehmen ehrlicher und kooperativer gegenüber dem Fiskus zeigen.

Weitere Informationen:

Webseite Wissenschaft auf AEG

Jeanette Hefele M.A.
Tel.: 09131/85-23269
efo@fau.de

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