Seiteninterne Suche

FAU aktuell

FAU: Spitzenuni für Promovierende aus China

Die ausgezeichneten Promovierenden mit dem Botschafter Shi Mingde (Mitte) und Dong Qi (zweiter von links). (Bild: Ning Li)

Die ausgezeichneten Promovierenden mit dem Botschafter Shi Mingde (Mitte) und Dong Qi (zweiter von links). (Bild: Ning Li)

Förderpreis der Chinesischen Regierung für vier Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler

Die chinesische Regierung hat vier junge Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler, die aktuell an der FAU promovieren, mit dem „Chinese Government Award for Outstanding Self-Financed Students Abroad” ausgezeichnet. Der Preis ist mit je 6.000 US-Dollar dotiert und eine Anerkennung für hervorragende Promovierende, die ihren Auslandsaufenthalt ohne Stipendium der chinesischen Regierung finanziert haben. Auswahlkriterien für diesen Award sind zum Beispiel die Qualität der wissenschaftlichen Publikationen sowie ein befürwortendes Gutachten des Betreuers. Mit einer Preisträgerin und drei Preisträgern ist die FAU die führende Einrichtung in Deutschland.

„Ich liebe das Studienumfeld in Erlangen wirklich sehr – es ist so friedlich und freundlich und bietet jede Menge Freiheit. Ein echt schöner Ort für Forschung und Studium“, sagt Preisträger Jin Luo. Der 29jährige Doktorand hat an der China University of Geosciences in Wuhan, China, seinen Master in Geowissenschaften gemacht und im Geozentrum Nordbayern soeben seine Promotion abgeschlossen. Die große Hilfe, die er von seinem Doktorvater und von Kollegen erfahren hat, habe ihm die Forschungsarbeit leicht gemacht. Auch die Vielfalt an der FAU hat ihn begeistert: „Was mich beeindruckt ist, dass man Forschende aus ganz verschiedenen Kulturen trifft – das ist sehr hilfreich für die eigene Arbeit.“

Der 27jährige Ning Li promoviert gerade am Lehrstuhl für Materialien der Elektronik und Energietechnologie, der auch in das Exzellenzcluster EAM der Universität eingebunden ist. „Ich bin froh, dass ich meinen Master und meinen Doktor an einer so tollen Uni machen konnte. Die Freundschaft meiner Kollegen und die professionelle Betreuung durch Dozenten und Professoren an der FAU schätze ich besonders“, erklärt der junge Chinese. „Erlangen war meine erste Wahl, als ich mich entschloss, meinen Master in Deutschland zu absolvieren – und ich würde gern länger bleiben, wenn ich die Chance dazu habe. Ich liebe die Stadt und bin froh über die Hilfe und Freundlichkeit all der Menschen, die ich dort im Lauf der Jahre kennengelernt habe.“

Der Nachwuchswissenschaftler, der vor seinem Deutschland-Aufenthalt in China an der Tongji Universität seinen Bachelor in Materials Science and Engineering erworben hat, rät generell jungen Masterabsolventen zur Promotion: „Ich möchte junge Leute, die ihren Master abgeschlossen haben, wirklich zur Promotion ermutigen. Zu promovieren – das heißt nicht, dass man sein Leben einer rein akademischen Karriere widmet oder widmen muss, aber die Zeit während der Promotion wird definitiv ein wunderbarer Teil ihres Lebens sein.

Huixin Bao, Doktorandin am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik, ist ebenfalls von der FAU angetan: „An der FAU habe ich die Chance, mit so vielen Wissenschaftlern innerhalb der Universität zusammenzuarbeiten – aber auch mit großen Unternehmen vor Ort.“ Sie rät ausländischen Bewerbern, sich auf die Arbeits- und Lebenswelt in einem fremden Land einzustellen und sich ein bisschen Basiswissen über das Land anzueignen, von der Sprache angefangen bis hin zu Bräuchen und Traditionen. Für die meisten Lebenslagen aber – zum Beispiel für Bewerbungen – habe sie immer umfangreiche Hilfe aus der Universität bekommen. Die 30jährige Huixin Bao hat an der Chinese Academy of Science in Changchun in China ihren Master in Bioanorganischer Chemie gemacht und dann am Elite-Masterstudiengang Advanced Materials and Processes an der FAU teilgenommen, bevor sie ihre Promotion am Exzellenzcluster EAM begann.

Schließlich gehört auch Yang Xu zu den Preisträgern: Er arbeitet bei Intel Mobile Communications, einer Tochter des Computerchip-Riesen Intel, die Halbleiter und Lösungen für Mobilkommunikation entwickelt. Er promoviert als externer Doktorand am Lehrstuhl für Hardware-Software-Co-Design der FAU. „Was mir am Promotionsprogramm der FAU am besten gefällt, ist die Freiheit, genau das Forschungsfeld zu wählen, das mich mit der höchsten Motivation und Leidenschaft erfüllt“, so Preisträger Yang Xu.

„Wir gratulieren unseren Promovierenden ganz herzlich. Der Preis ist ein herausragender persönlicher Erfolg und das Ergebnis jahrelanger anspruchsvoller und herausfordernder Forschungstätigkeit, während der sie sich nicht nur in einer neuen Forschungsumgebung, sondern auch in einem fremden Land, weit weg von ihren Familien, zurechtfinden mussten“, sagt Prof. Dr. Christoph Korbmacher, Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten an der FAU. „Der Erfolg unterstreicht aber auch, dass sich Deutschland und speziell die FAU zu einem exzellenten Standort für Promovierende aus dem Ausland entwickelt hat.“

Generell ist Deutschland ein attraktives Zielland für exzellenten Wissenschaftsnachwuchs aus China: Von den diesjährigen 518 Preisträgern weltweit promovieren 38 in Deutschland. Die Preisträger haben ihre Ehrung am 24. Mai 2014 in der chinesischen Botschaft in Berlin erhalten.

Weitere Informationen:

Blandina Mangelkramer
Tel.: 09131/85-70210
presse@fau.de

Imagefilm der Friedrich-Alexander Universität

Vorsprung durch Vernetzung - Der Imagefilm der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Neue Völkerwanderung in Europa?

Europa erlebt eine neue Völkerwanderung. Oder doch nicht?

Das fränkische Schichtstufenland

Das fränkische Schichtstufenland – Alte Kontroversen und neue Vorstellungen