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Info-Veranstaltung: Klettern gegen Depressionen

PD Dr. Katharina Luttenberger unterstützt Patienten beim Klettern (Bild: Uni-Klinikum Erlangen)

PD Dr. Katharina Luttenberger unterstützt Patienten beim Klettern (Bild: Uni-Klinikum Erlangen)

Freitag, 23. Mai, Haus Dreycedern, Altstädter Kirchenplatz 6, Erlangen

Bereits über 40 Patientinnen und Patienten mit Depressionen konnten bisher an dem neuen vielversprechenden Therapieansatz „Klettern und Stimmung – aktiv gegen Depressionen“ der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen teilnehmen. „Das Projekt ist ein voller Erfolg“, sagt PD Dr. Katharina Luttenberger. Für alle Interessierten findet am Freitag, 23. Mai, um 18.00 Uhr im Haus Dreycedern (Altstädter Kirchenplatz 6) in Erlangen die nächste Informationsveranstaltung statt.

Seit April 2013 wird die Therapie in der Boulderhalle „Blockhelden“ in Erlangen-Dechsendorf über die Ambulanz der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik angeboten. Dadurch lernen Menschen mit Depressionen, spielerisch positive Erfahrungen zu sammeln und ihre Grenzen wahrzunehmen, anzuerkennen, aber auch über sich selbst hinauszuwachsen und ihre Erfolge wertzuschätzen. „Die Resonanz auf die Gruppe ist überwältigend“, sagt Studienleiterin Luttenberger. Viele Teilnehmer sind begeistert vom wertschätzenden Umgang der Therapeuten und von Kameradschaft sowie Vertrauen in der Gruppe. Außerdem spüren die Patienten, dass „Klettern und Stimmung“ ihnen dazu verholfen hat, ihren Alltag wieder besser zu bewältigen und selbstbewusster zu werden.

Bouldern ist das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe. Es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, weshalb die Sportart individuell abgestimmt werden kann. „Damit ist Bouldern gerade auch für Menschen geeignet, die noch nie viel Sport gemacht haben“, sagt die Studienleiterin. Vor und nach dem Klettern gibt es außerdem eine Achtsamkeitsrunde. „Vorkenntnisse oder Sportlichkeit sind nicht erforderlich! Unsere Erfahrungen aus den letzten Gruppen und mit anderen Projekten zeigen, dass Klettern und Bouldern eine wirksame Therapie für Menschen mit Depressionen sein kann“, so PD Luttenberger. Um diese Erfolge nachzuweisen, wird das Projekt wissenschaftlich begleitet. Dazu füllen die Teilnehmer zu Beginn der Kurse und dreimal nach je acht Wochen kurze Fragebögen aus. Selbstverständlich werden die Angaben der Patienten streng vertraulich behandelt.

Weitere Informationen:

PD Dr. Katharina Luttenberger
Tel.: 09131/85-34650
katharina.luttenberger@uk-erlangen.de

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