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Urnengang an der FAU: Mehr Rückendeckung gefordert

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Universitätsleitung und Studierendenvertretung rufen Studierende zur Hochschulwahl auf

Wer vorher den Hintern nicht vom Sofa hochbekommt, darf sich hinterher nicht über das Ergebnis aufregen: Was auf die Bundestagswahl zutrifft, gilt auch für die Hochschulwahlen an der FAU. Dennoch nimmt seit Jahren nur ein Bruchteil der Studierenden an den jährlichen Hochschulwahlen teil. Am Mittwoch, 25. Juni sind die Studentinnen und Studenten nun wieder aufgerufen, ihre Vertreterinnen und Vertreter für den Senat, die Fakultätsräte der fünf Fakultäten und den Studentischen Konvent zu wählen. Universitätsleitung und Studierendenvertretung rufen gemeinsam zu einer größeren Beteiligung auf.

Die Entscheidung der Studierenden hat Einfluss auf viele verschiedene Bereiche der Universität. Die studentischen Vertreter stimmen in den verschiedenen Gremien über wichtige Themen wie zum Beispiel die Besetzung von Professuren oder der Gestaltung von Studiengängen mit ab – und letztlich mittels der zwei studentischen Senatoren auch über die Nachfolge von FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske im kommenden Jahr. „Die Universität legt viel Wert auf die Meinung der Studierenden, wir schätzen ihre Arbeit in den Gremien sehr. Daher würden wir es begrüßen, wenn sich mehr Studierende die Zeit nehmen würden, zur Urne zu gehen“, sagt die Wahlleiterin, FAU-Kanzlerin Dr. Sybille Reichert. Und auch die Studierendenvertretung ruft ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen zu mehr Beteiligung auf. „Wir wünschen uns von den Studierenden mehr Rückendeckung“, erklärt Bernhard Heinloth, Mitglied des Sprecherrats. „Schließlich stellen die Studierenden die größte Statusgruppe an der FAU dar – das sollten wir auch zeigen!“

Dass es durchaus einen Unterschied macht, welche Listen die Studierenden in den Gremien vertreten, zeigen die verschiedenen Positionen zu wichtigen Studenten-Themen: Während die einen beispielsweise ein solidarisch finanziertes Semesterticket befürworten, lehnen andere dieses ab. Ebenso kontrovers diskutiert wird, ob die Verfasste Studierendenschaft wieder eingeführt werden soll. Um den Studentinnen und Studenten den Überblick über die Positionen der einzelnen Listen zu vereinfachen, hat die Studierendenvertretung einen Hochschulwahlkompass erarbeitet, angelehnt an den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für Politische Bildung. Hier haben die Listen Stellung zu 27 Thesen genommen, durch einfaches Zustimmen oder Ablehnen der einzelnen Thesen können die Wählerinnen und Wähler in kurzer Zeit ermitteln, mit welcher Liste sie die meisten Überzeugungen teilen. Der Hochschulwahlkompass ist unter www.hochschulwahlkompass.de erreichbar.

Welches Gremium macht was?

Die Gremienstruktur (Bild: Stuve)

Die Gremienstruktur. Zum Vergrößern auf das Bild klicken. (Bild: Stuve)

Einen Grund für die geringe Wahlbeteiligung sieht die Studierendenvertretung darin, dass die meisten Studierenden überhaupt nicht wissen, in welchen Gremien studentische Vertreter sitzen und was sie dort tun: „Viele haben keine Vorstellung davon, auf welche Entscheidungen sie in der Uni Einfluss haben“, erklärt Ingwer Andersen, studentisches Mitglied im Senat. Mit den Hochschulwahlen bestimmen die Studierenden ihre Vertreterinnen und Vertreter im Studentischen Konvent, dem Fakultätsrat sowie dem Senat.

Im Studentischen Konvent sitzen Studierende aus allen Fakultäten. Die Mitglieder kümmern sich um fachliche, wirtschaftliche und soziale Belange ihrer Kommilitonen an der FAU. Außerdem wählt der Konvent die studentischen Vertreterinnen oder Vertreter für den Senat sowie die Mitglieder des Sprecherrats, der den Studierenden Gewicht und Stimme nach außen verleiht.

In den Fakultätsräten fällen die studentischen Vertreterinnen und Vertreter zusammen mit Lehrenden und anderen Uni-Beschäftigten wichtige Entscheidungen in den jeweiligen Fakultäten. Sie wirken auf diese Weise beispielsweise bei der Einrichtung von Studiengängen, Verabschiedung von Prüfungsordnungen und der Besetzung von Professuren mit.

Die Fachschaftsvertretungen (FSV) stellen die Interessenvertretung der Studierenden auf Fakultätsebene dar. Sie werden gebildet aus den Studierenden mit den meisten Stimmen aus der Wahl zum Fakultätsrat, das heißt den vier Vertretern aus dem Fakultätsrat und den nachfolgenden Kandidaten. Die FSVen unterstützen ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen bei der Organisation des Studiums und sind Ansprechpartner für fachbezogene Belange der Studierenden.

Der Senat schließlich setzt sich aus sechs Vertretern oder Vertreterinnen der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen, je einem Vertreter oder einer Vertreterin der wissenschaftlichen und der sonstigen Mitarbeiter sowie aus zwei Studentischen Mitgliedern zusammen. Gemeinsam entscheiden die Mitglieder des Senats über grundsätzliche universitäre Angelegenheiten. Zum Beispiel werden hier die von den Fakultäten vorgeschlagenen Prüfungsordnungen beschlossen und Vorschläge für die Berufung von Professoren diskutiert.

Ihre Wahlbenachrichtigungen können die Studierenden in digitaler Form über das Internetportal „mein campus“ aufrufen. Darauf ist auch vermerkt, in welchem Wahllokal sie ihr Kreuz machen können. Für eine persönliche Stimmabgabe im Wahllokal reicht die Vorlage eines Lichtbildausweises, zum Beispiel Personalausweis oder Führerschein. Die Wahlvorschläge können bereits jetzt online unter www.wahlen.fau.de eingesehen werden. Unter dieser Adresse finden sich auch die Wahllokale sowie nach Auszählung der Stimmen die Ergebnisse.

Die Vizepräsidentin für Lehre, Prof. Dr. Antje Kley, und die Kanzlerin Dr. Sybille Reichert haben an alle Erstsemester einen Brief verfasst, um auf die Möglichkeit der studentischen Beteiligung hinzuweisen und zu informieren.

Weitere Informationen:

Kanzlerbüro
Markus Leber
Tel. 09131/85-25825
markus.leber@fau.de

Studierendenvertretung
Tobias Langer
Tel.: 0151/15730750
sprat@stuve.uni-erlangen.de

 

 

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