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Mehr Sicherheit für Herzpatienten

Dr. Martin Arnold, Oberarzt der Medizinischen Klinik 2 des Uni-Klinikums Erlangen, (links) erläutert der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml die Vorteile einer telekardiologischen Nachsorge von Patienten mit Herzimplantaten. (Bild: Bayerische Telemed Allianz)

Lückenlose telemedizinische Betreuung für Implantatpatienten

Die Verbesserung der flächendeckenden Versorgung von herzkranken Patienten mithilfe der Telekardiologie ist das Ziel der strategischen Partnerschaft zwischen der Medizinischen Klinik 2 – Kardiologie und Angiologie (Direktor: Prof. Dr. Stephan Achenbach) des Universitätsklinikums Erlangen und dem Berliner Medizintechnikhersteller BIOTRONIK. Der Startschuss für die neue Kooperation fiel jetzt in Ingolstadt anlässlich der Eröffnung des „Showroom.Telemedizin.Bayern“ in Anwesenheit der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Dr. Martin Arnold, Oberarzt der Medizinischen Klinik 2 des Uni-Klinikums Erlangen, erläuterte der bayerischen Gesundheitsministerin in Ingolstadt das Prinzip und den Nutzen der telekardiologischen Nachsorge. Neueste Studienergebnisse zeigen, dass Home Monitoring den Gesundheitszustand von Implantatpatienten deutlich verbessern kann. „Wir freuen uns, unser telekardiologisches Angebot weiter ausbauen und so noch mehr Patienten eine Versorgung auf höchstem Niveau bieten zu können“, so Oberarzt Dr. Martin Arnold.

Die telemedizinische Versorgung via Home Monitoring stellt seit vielen Jahren einen festen Bestandteil des Versorgungsangebots der Medizinischen Klinik 2 dar. Die Herzimplantate zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen – also ICDs, Herzschrittmacher oder CRT-Systeme –, die Patienten in Erlangen eingesetzt werden, haben einen entscheidenden Vorteil: Sie können tagesaktuell wichtige Gesundheitsinformationen des Patienten automatisiert an den behandelnden Arzt übermitteln – ohne dass der Patient hierfür aktiv werden muss.

Mithilfe eines geschützten Internetzugangs ist es dem Arzt möglich, die Daten online einzusehen und jederzeit zu analysieren. Dadurch kann er frühzeitig erkennen, ob sich der Gesundheitszustand seines Patienten verändert und, wenn nötig, schnell eingreifen. „Durch die kontinuierliche Überwachung der Herz- und der Implantatfunktion können die Sicherheit und auch das Wohlbefinden der Patienten deutlich verbessert werden“, erklärt Dr. Arnold, der regelmäßig Rhythmussprechstunden anbietet und die Bedürfnisse seiner Implantatpatienten gut kennt. „Die Telemedizin bildet die Basis unserer patientenorientierten Versorgung – Nachsorgen erfolgen nicht mehr termingesteuert, sondern nach Bedarf des einzelnen Patienten. Dadurch können wir jenen Patienten direkt helfen, die unsere Aufmerksamkeit benötigen“, erläutert der Erlanger Oberarzt.

Studien belegen den Nutzen der Telekardiologie – jetzt sollen standardisierte Prozesse entwickelt und umgesetzt werden

Zahlreiche Studien bestätigen den klinischen Nutzen des Home Monitorings. So können Krankenhausaufenthalte sowie Schlaganfälle vermieden und die Sterblichkeit von Herzinsuffizienzpatienten mehr als halbiert werden. Angesichts der umfangreichen Studienlage haben die kardiologischen Fachgesellschaften die implantatbasierte Nachsorge in ihre Leitlinien aufgenommen.

Vor diesem Hintergrund möchte die Medizinische Klinik 2 ihr telemedizinisches Angebot im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit BIOTRONIK ausweiten, damit noch mehr Patienten im Freistaat Bayern davon profitieren können. Konkret sollen die implantatbasierte Fernnachsorge und ihr Nutzen sowohl für den Patienten als auch für die Ärzte weiter erforscht werden. Außerdem ist es ein Ziel, standardisierte Prozesse für eine noch bessere Patientenversorgung zu entwickeln und umzusetzen. Weitere Informationen: www.telemedallianz.de und www.medizin2.uk-erlangen.de.

Weitere Informationen:

Dr. Martin Arnold

Tel.: 09131 85-45329

martin.arnold@uk-erlangen.de

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