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FAU aktuell

Wenn aus einer Idee eine Geschäftsidee wird

Die FAU-Ausgründung Hydrogenious Technologies – im Bild die Gründer Prof. Dr. Peter Wasserscheid, Prof. Dr. Wolfgang Arlt, Prof. Dr. Eberhard Schlücker, Daniel Teichmann (v.l.) – ist ein gelungenes Beispiel für einen erfolgreichen Wissenstransfer. Aktuell entsteht an der FAU ein erster, voll-einsatzfähiger Prototyp. (Bild: Angelika Krikava)

Gründerbüro der FAU unterstützt junge Unternehmen

Der Weg von der Idee eines Forschers hin zu einem Gerät, das im eigenen Keller steht, ist weit. Genau das will jedoch Hydrogenious Technologies schaffen. Die Ausgründung der FAU ist bereits jetzt ein gelungenes Beispiel für einen erfolgreichen Wissenstransfer zwischen Universität und Wirtschaft. Und zeigt, wie wichtig es ist, Gründer kompetent zu beraten.

Hydrogenious Technologies beschäftigt sich mit einer innovativen Technologie zur Langzeitspeicherung von Energie. Flüssige Wasserstoffträger, sogenannte Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC), lassen sich damit einfach und sicher handhaben. Die Gründer Daniel Teichmann sowie die FAU-Professoren Prof. Dr. Peter Wasserscheid, Prof. Dr. Wolfgang Arlt und Prof. Dr. Eberhard Schlücker wollen die Hürden, die es derzeit noch bei der Speicherung von gasförmigem Wasserstoff gibt, überwinden und Wasserstoff zum massentauglichen Energieträger werden lassen – und so einen Beitrag zur Energiewende leisten.

Möglich machen soll dies ein dezentrales Speichersystem in Containerbauweise. Eingangs- und Ausgangsleistung des Geräts sowie dessen Speicherkapazität lassen sich voneinander entkoppeln, was vielfältige Anwendungsszenarien im Bereich der Eigenenergieversorgung und Netzunabhängigkeit ermöglicht. Kürzlich hat sich nun das Unternehmen Anglo American Platinum dazu entschlossen, in das Start-Up, an dem die FAU selbst auch als Gesellschafter beteiligt ist, zu investieren – damit ist die finanzielle Grundlage gesichert, um die ambitionierten Entwicklungspläne umzusetzen.

Dass es mittlerweile einen finanzkräftigen Investor gibt, freut Christoph Heynen. Er und seine Kollegen des FAU-Gründerbüros haben die ersten Schritte von Hydrogenious Technologies begleitet und die Wissenschaftler umfassend beraten. Zum Beispiel, was es bei der Unternehmensgründung zu beachten gilt, welche Fördermöglichkeiten bestehen oder wie Patente und Schutzrechte eingebracht werden sollten. „Die Ausgründung ist ein gelungenes Beispiel für die innovative und praxisnahe Energieforschung an der FAU und zugleich für einen erfolgreichen Technologie- und Wissenstransfer zwischen Universität und Wirtschaft“, betont er.

Jährlich unterstützt das Gründerbüro zwischen 40 und 50 Wissenschaftler und Studierende, die überprüfen wollen, ob Ihre Geschäftsidee für eine Unternehmensgründung geeignet ist. Seit Einrichtung des Gründerbüros im Jahr 2000 haben sich 100 neue Unternehmen aus der FAU ausgegründet. Davon sind noch 84 Firmen im Markt aktiv, die zusammen mehr als 1.400 Arbeitsplätze geschaffen haben.

Erste Erfolge konnte Hydrogenious Technologies, das 2013 aus dem Umfeld des Bavarian Hydrogen Center hervorging und eng in das Netzwerk des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM) eingebunden ist, bereits verbuchen, u.a. den Gewinn des Hochschul-Gründer-Preises Nordbayern, des Bayerischen Gründerpreises oder den Sieg im bundesweiten Gründer-Wettbewerb Science4Life. Auch in Zukunft wird die Firma ihre enge Forschungskooperation mit der Universität fortsetzen. Aktuell wird an der FAU zum Beispiel ein voll-einsatzfähiger Prototyp, der Energie mit Hilfe der LOHC-Technologie speichert, entwickelt.

Weitere Informationen:

Christoph Heynen
Tel.: 09131/85-25872
christoph.heynen@fau.de

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