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Erlanger Notfallmedizinische Tage: Hilfe bei Großschadensereignissen

Bild: Erich Malter

Freitag und Samstag, 28. und 29. November, 9.00 Uhr, Hörsäle der Medizin, Ulmenweg 18 und Heinrich-Lades-Halle, Rathhausplatz 1, Erlangen

Busunfälle, Zugentgleisungen, Großbrände und – ganz aktuell – die Ebola-Infektionen – kaum ein Tag vergeht ohne Katastrophen-Meldungen. Bei den 19. Erlanger Notfallmedizinischen Tagen der Anästhesiologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Schüttler) des Universitätsklinikums Erlangen sowie des Förderkreises für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie Erlangen e. V. stehen Großschadensereignisse im Mittelpunkt. Mit über 500 erwarteten Teilnehmern zählt die Veranstaltung zu einer der größten ihrer Art in Deutschland. Der Bayerische Staatsminister Joachim Herrmann wird zur Eröffnung ein Grußwort an die Teilnehmer richten. Parallel zur Fachtagung findet am Samstag, 29. November 2014, von 9.00 bis 16.30 Uhr auf dem Rathausplatz und im Foyer des Kongresszentrums eine Ausstellung der Erlanger Hilfsorganisationen statt.

„Die täglichen Meldungen über große Schadensereignisse weltweit, aber auch direkt vor unserer Haustüre im Raum Mittelfranken, zeigen, dass wir nicht auf einer Insel der Glückseeligen leben, sondern uns auf derartige Ereignisse intensiv vorbereiten müssen“, sagt Prof. Schüttler, wissenschaftlicher Leiter des Kongresses. Immer wieder ereignen sich Großbrände und Chemieunfälle sowie Unfälle mit Gefahrgütern, Omnibussen und Schienenfahrzeugen. „Nur wer hier gut ausgebildet und ausgerüstet ist und mit einem durchdachten Plan ans Werk geht, kann den Schaden und das Leid der Menschen so gering wie möglich halten“, weiß der Direktor der Anästhesie. Während der zweitägigen Veranstaltung werden Großschadensereignisse bis hin zur Katastrophe behandelt. Die Referenten zeigen Wege zur Bewältigung auf, erläutern bewährte Konzepte und stellen neue Strategien vor.

Die Veranstaltung beginnt am Freitagabend mit Tutorials in den Hörsälen Medizin, Ulmenweg 18. In kleinen Gruppen bearbeiten die Teilnehmer dabei vier Schadensszenarien und bekommen praktische Lösungsvorschläge aufgezeigt. Am Samstagvormittag werden im Kongresszentrum Erlangen, Heinrich-Lades-Halle, Rathausplatz 1, die „tagtäglichen“ Szenarien wie Unfälle in Tunnels, Explosionen sowie Gebäudeeinstürze besprochen. Der zweite Abschnitt des Vormittags befasst sich dann mit nicht alltäglichen Situationen: Dazu gehören hochexplosive „Souvenirs“ aus Kriegstagen ebenso wie Naturkatastrophen, die Verkehrswege von einer auf die andere Sekunde verschwinden lassen.

Am Samstagnachmittag geht es um die „Katastrophe in Bayern“. Dabei erörtern die Redner die Rechtsgrundlagen sowie die Führungsstrukturen des Katastrophenschutzes in Bayern und stellen Konzepte zur optimierten Bewertung und Versorgung von Erkrankten und Verletzten vor. Im letzten Veranstaltungsteil stehen zukünftige Herausforderungen wie die Bedrohung durch terroristische Aktivitäten im Mittelpunkt. „Der Bombenanschlag beim Boston-Marathon oder der Selbstmordattentäter beim Volleyballturnier beweisen, dass auch friedliche Sportveranstaltungen in einem tödlichen Chaos enden können“, sagt Prof. Schüttler. Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein kritisches Résumé. Hier geht es um die Frage, ob nach der Erstversorgung vor Ort auch im Krankenhaus alles „unter Dach und Fach“ ist und damit eine perfekte Weiterversorgung gewährleistet werden kann.

Die 19. Erlanger Notfallmedizinischen Tage werden in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte und der Bayerischen Akademie für ärztliche Fortbildung der Bayerischen Landesärztekammer angeboten. Parkplätze stehen im Parkhaus Neuer Markt, Rathausplatz 5, und im Parkhaus in der Sedanstraße 1 zur Verfügung.

Weitere Informationen: 

Dr. Harald Strauss
Tel.: 09131 85-42341
harald.strauss@kfa.imed.uni-erlangen.de

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