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Neue Immuntherapien gegen Krebs

Das Universitätsklinikum Erlangen von oben. (Bild: Uni-Klinikum Erlangen)

300 Wissenschaftler kommen zum 8. Internationalen Zelltherapie-Symposium

Mehr als 300 Wissenschaftler aus über 20 Nationen kommen am 19./20. März 2015 für zwei Tage zum 8. Internationalen Zelltherapie-Symposium (Cellular Therapy 2015) nach Erlangen. Führende Experten stellen in über 100 Vorträgen und Posterpräsentationen verschiedene Themengebiete der zellulären Therapie vor. „Ziel dieser Veranstaltung ist es, alle zwei Jahre ein multidisziplinäres Forum zu bilden, das einen intensiven Gedankenaustausch zwischen Grundlagenforschern und Ärzten, die auf dem faszinierenden Gebiet der Zell-basierten Krebstherapie arbeiten, ermöglicht“, sagt der Organisator Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Erlangen, vor der Veranstaltung.

Unter Zelltherapie versteht man die Übertragung von körpereigenen oder von Spendern stammenden Zellen zur Behandlung verschiedener Erkrankungen. Die Übertragung von Stammzellen im Rahmen der Knochenmarktransplantation zur Behandlung bösartiger Bluterkrankungen, wie der Leukämie, hat eine lange und sehr erfolgreiche Tradition. „Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die im Knochenmark enthaltenen Immunzellen des Spenders einen wichtigen Beitrag zum Erfolg dieses Therapieprinzips leisten“, sagt Prof. Mackensen.

Moderne Krebstherapie mit Immunzellen im Mittelpunkt

„Durch die Fortschritte in der zellulären und der molekularen Medizin hat die Zelltherapie in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung erlebt“, so Prof. Mackensen. Ein Thema des Kongresses ist die Übertragung von Immunzellen (sogenannte T-Lymphozyten), die zuvor im Reagenzglas stimuliert und vermehrt wurden. Ebenso werden klinische Ergebnisse zum genetischen Transfer von tumorspezifischen Rezeptoren auf Immunzellen, die bei Patienten mit Leukämien sehr erfolgreich verlaufen sind, präsentiert. Weitere Themen des ersten Kongresstages sind neue Entwicklungen in der Therapie mit B-Lymphozyten, den Antikörper-produzierenden Zellen.

Auch für den zweiten Kongresstag konnte ein spannendes Programm zusammengestellt werden: Themenschwerpunkte sind u. a. sogenannte immunologische „Checkpoint“-Moleküle. „Wenn man diese natürliche Bremse des Immunsystems löst, lassen sich sehr effizient fortgeschrittene Haut- und Lungenkrebserkrankungen bekämpfen“, sagt Prof. Mackensen.

Besonders hervorzuheben ist nach Ansicht des Kongressleiters die hohe wissenschaftliche Qualität der Posterpräsentationen auf dem 8. Internationalen Zelltherapie-Symposium. Insgesamt werden 100 Poster von internationalen Wissenschaftlern präsentiert. „Das Symposium wird insbesondere von jungen Forschern wegen seiner hohen wissenschaftlichen Qualität, aber auch wegen seiner persönlichen Atmosphäre sehr geschätzt“, betont Prof. Mackensen.

Mehr Informationen zum wissenschaftlichen Programm unter: www.cellular-therapy.de

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Mackensen
Tel.: 09131/85-35955,
andreas.mackensen@uk-erlangen.de

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