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Online-Innovationsportal für Medizintechnik getestet

Screenshot www.medical-valley-innovation.de

Vier medizintechnische Innovationen durch „Open Innovation für nachhaltige Gesundheitslösungen“

Oft können Forschungs- und Entwicklungsfragen in Unternehmen nicht effizient gelöst werden. Offene Innovationsplattformen bieten die Möglichkeit, von externen Experten wertvollen Input zu erhalten, der zur Lösung führt. Der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I der FAU hat zusammen mit dem Medizintechnikcluster Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) und der innosabi GmbH  2014 die Innovationsplattform „Open Innovation für nachhaltige Gesundheitslösungen“ eingerichtet. In der Testphase stellten drei Unternehmen insgesamt vier medizintechnische Projekte zur Bearbeitung auf die Plattform – für alle wurden Lösungen gefunden, die die Auftragsteller begeisterten.

Die Innovationsplattform ähnelt einem Marktplatz, wo Nachfrage und Angebot zusammentreffen. Unternehmen können hier Forschungs- und Entwicklungsfragen einstellen, die beste Lösung des Problems erhält ein Preisgeld. Das Angebot gelangt über zielgruppenspezifische Verteiler zu Experten außerhalb des Unternehmens, die bundes- oder sogar weltweit verteilt sind. Dies können je nach Fragestellung Studierende und Doktoranden sein aber auch Unternehmer und leitende Angestellte. „Durch eine unvoreingenommene Herangehensweise sowie Kenntnisse aus anderen Bereichen liefern gerade fachfremde Experten häufig besonders wertvolle Vorschläge, die zur Problemlösung beitragen“, erklärt Prof. Dr. Kathrin Möslein vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I. Den Innovatoren winkt ein Preisgeld, die Unternehmen erhalten die Nutzungsrechte am effizientesten Lösungskonzept.

Im Rahmen der Testphase stellten die Unternehmen medizintechnische Projekte aus den Bereichen Radiologie, Bildgebung und Vermarktung auf die Plattform. Die Resonanz war groß. Insgesamt 34 Lösungen für alle vier Fragestellungen wurden eingereicht. Ein besonderer Erfolg: Anhand der eingereichten Ideen wurde sogar ein Prototyp für einen kostengünstigen und handlichen Musterprojektor konstruiert, der für 3D-Darstellungen in der Medizin verwendet werden kann. Das Konzept dafür lieferte ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für Hochfrequenztechnik der FAU. „Dieses Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen, da bei bestehenden Innovationsmarktplätzen, die rein online und global agieren, nur eine Lösungsquote von ca. 30 Prozent bei vergleichbar kniffligen Fragen besteht“, betont Prof. Dr. Möslein.

Das Prinzip der Innovationsplattform bietet nicht nur die kurzfristige Lösung einzelner Probleme, sondern kann auch längerfristige Kooperationen anstoßen. Schließlich können Unternehmen auch potenzielle Arbeitnehmer, basierend auf der erbrachten Leistung, identifizieren. „Außerdem wurde auch das vorhandene Potential durch die Online-Plattform effizienter genutzt, da alle Online-Aktivitäten durch Offline-Support und das Netzwerken mit den verschiedenen Partnern des Medical Valley EMN ergänzt wurden“, sagt Prof. Dr. Möslein.

Die Erfahrungen aus der Testphase bieten die Möglichkeit, die Innovationskraft im Medical Valley EMN durch Open Innovation nachhaltig zu steigern. Das Clustermanagement bereitet derzeit die nachhaltige Implementierung des Open-Innovation-Prinzips im Medical Valley EMN vor; das Angebot wird im Mai starten.

Gefördert wurde das Projekt  „Open Innovation für nachhaltige Gesundheitslösungen“ durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Das Open-Innovation Portal ist online unter www.medical-valley-innovation.de.

Über das Projekt finden Sie alle relevanten Infos und Ergebnisse in der Broschüre.

Weitere Informationen:

Christofer Daiberl
Tel.: 0911/ 5302-882
christofer.daiberl@fau.de

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