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Prähistorisches Kolloquium: „Tracking in Caves“

Bild: Veer

Die Wissenschaft rätselt über die Bedeutung der berühmten Höhlenmalereien in Frankreich und Spanien. Aber nicht nur die menschlichen Spuren an den Wänden, sondern auch die auf dem Boden der Höhlen sind von höchstem Interesse für die Forschung. Um aus den Spuren etwas über das Leben der Menschen vor 15.000 Jahren zu erfahren, holten sich Dr. Andreas Pastoors, Neanderthalmuseum Mettman, und Dr. Tilman Lenssen-Erz, Universität zu Köln, Hilfe von ungewöhnlicher Seite – von indigenen Fährtenlesern aus Namibia. Wie diese unkonventionelle Kooperation aussah, welche Schwierigkeiten es gab und zu welchen Ergebnissen die Wissenschaftler gekommen sind, berichten sie im Rahmen des Prähistorischen Kolloquiums des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der FAU.

Wann und wo?

Mittwoch, 1. Juli, 18.15 Uhr, Kollegienhaus, Raum 1.016, Universitätsstraße 15, Erlangen

Die Fuß- und Handabdrücke in den Höhlen wurden bisher von Archäologen nicht ausreichend untersucht, dabei könnte die Wissenschaft durch sie viele Erkenntnisse darüber gewinnen, was vor 15.000 Jahren in den Höhlen geschah. Waren die Höhlen Wohn- und Arbeitsstätten oder ausschließlich Kultplätze, wo rituelle Tänze aufgeführt wurden? Um dies herauszufinden, wendeten sich die deutschen Archäologen an Menschen, deren Überleben davon abhängt, dass sie Spuren perfekt lesen können – indigene Jäger und Sammler aus Namibia. Sprachbarrieren oder die Tatsache, dass die Spuren nicht frisch, sondern tausende von Jahren alt waren, erschwerten die Zusammenarbeit. Dennoch konnten die Wissenschaftler viele interessante Erkenntnisse gewinnen durch die Expertise der namibischen Fachleute.

Weitere Informationen:

Andreas Maier
Tel.: 09131 – 85 26677
and.maier@fau.de

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