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Preisgekröntes FAU-Projekt „Fit für Inklusion im Beruf“ begeistert Werkstätten

Bild: BVS Bayern/Carolin Kramer

FAU-Forscher testen erfolgreich Programm zur Gesundheitsförderung für Behinderte

Wissenschaftler des Osteoporose-Forschungszentrum (OFZ) des Lehrstuhls für Medizinische Physik der FAU haben ein Sport- und Fitnessprogramm speziell für behinderte Menschen entwickelt, das erfolgreich in sieben Behindertenwerkstätten in Bayern getestet wurde. Dafür erhielten die Forscher des OFZ den Präventionspreis des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) und des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG). Neben dem OFZ war der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V. (BVS Bayern) an der Entwicklung des Trainingsprogramms beteiligt.

200 Probanden, im Alter von 20 bis 50 Jahren

Menschen mit Behinderung haben oft einen schlechteren Zugang zu Sport- und Gesundheitsangeboten. Dadurch leiden sie häufiger an Herzkrankheiten, Übergewicht, Rückenschmerzen und weiteren Muskel- oder Knochenerkrankungen. Die Wissenschaftler des OFZ entwickelten ein Bewegungsprogramm, das speziell in Werkstätten für Menschen mit Behinderung zum Einsatz kommen kann. Das Projekt „Fit für Inklusion“ wurde in sieben Einrichtungen mit insgesamt 200 Probanden, im Alter von 20 bis 50 Jahren, getestet. Dabei durchliefen die Teilnehmer ein 18-monatiges Fitness- und Ausdauertraining.

Während der Pausenzeiten trainierten die Teilnehmer unter Anleitung eines Übungsleiters ihre Ausdauer an Steppern oder Balance-Pads und stärkten dadurch ihr Herz-Kreislaufsystem. Außerdem stärkten sie durch spezielle Übungen gezielt ihre Rückenmuskulatur und durch Training auf einer Vibrationsplatte ihre Koordination, den Gleichgewichtssinn und sämtliche Körperpartien. Die Übungen sind leicht durchzuführen, werden von den Probanden nach einer Zeit selbstständig angewendet  und erfordern auch kaum Platz.

Zwischenbilanz: „Fit für Inklusion im Beruf“ erfolgreich

Die Übungsleiter steigerten die Dauer und Intensität der Übungen mit der Zeit. Nach anschließenden Kraft- und Ausdauertests sowie Laboruntersuchungen stellten die Wissenschaftler eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Vergleichsgruppen fest.

„Das positive Zwischenergebnis lässt darauf schließen, dass das Projekt „Fit für Inklusion im Beruf“ die Steigerung der Selbstständigkeit und des Gesundheitszustands der Beschäftigten positiv beeinflusst, was einen Beitrag zur Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt leisten kann.“, äußert sich Dr. Michael Bebenek, OFZ, zum Erfolg des Projektes, „Die Arbeitsplatzprogramme sind derart konzipiert, dass zukünftig sowohl behinderte, als auch nicht behinderte Menschen miteinander aktiv sein können.“

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration ist Träger des Projektes „Fit für Inklusion“.

Weitere Informationen:

Dr. Michael Bebenek
Tel: 09131/85-23999
michael.bebenek@imp.uni-erlangen.de

 

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