Seiteninterne Suche

FAU aktuell

Erlanger Team gewinnt Theo-Cup und Dino Poimann punktet beim Wettbewerb „FUNiñovation Award“

Der Theo-Cup ist zurück in Erlangen – der Pokal und die dazugehörige Urkunde wurden im Rahmen einer Siegerfeier im Theologischen Seminargebäude der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie in der Kochstraße in Erlangen der Öffentlichkeit präsentiert. Foto: FAU/Franziska Sponsel.

FAU - Fußballer auf ganzer Linie erfolgreich

Die studentische Mannschaft des Fachbereichs Theologie der FAU hat 2015 den von der Evangelischen Landeskirche gestifteten Theo-Cup gewonnen. Damit konnte das Team schon zum vierten Mal das Turnier für sich entscheiden. Zuletzt war dies 2013 gelungen. Dino Poimann, Sportmediziner und Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sportbiologie und Bewegungsmedizin der FAU gewann für seine Weiterentwicklung eines speziellen Fußball-Konzeptes für Kinder (FUNiño) den 3. Preis beim „FUNiñovation Award“.

Der Theologie-Cup wird seit 2005 als eintägiges Turnier von den Hochschulstandorten Erlangen, München und Neuendettelsau und den dort ansässigen Theologie-Wohnheimen ausgetragen. In diesem Jahr lieferten sich in München (Siegerteam 2014) neun teilnehmende Mannschaften bei 38 Grad packende Matches, bei denen eines im  Vordergrund stand: Fairness und Gemeinschaftssinn über die Grenzen der einzelnen Standorte hinweg.

Das Erlanger TSG 1-Team verbuchte acht Siege in acht Spielen und schlug Favoriten wie die  LMU-München  (3:0)  und Neuendettelsau 1  (2:0)  mit viel Leidenschaft und Spielwitz. In hart umkämpften Turnier-Matches besiegte das TSG 1-Team die örtliche Konkurrenz, die TSG 2  (4:0), und Neuendettelsau 3 knapp (2:1) und errang schließlich mit einem Sieg über Neuendettelsau 2 (1:0) den Turniersieg 2015. Gespielt wurde das Turnier im Platzierungsmodus, bei dem jedes der teilnehmenden Teams einmal gegen jeden spielt. Am Ende entscheiden Tordifferenz, Anzahl der geschossenen Tore und bei Punkt- und Torgleichheit der direkte Vergleich der konkurrierenden Teams untereinander.

Mit seinem Konzept "FUNino Dribbeln" holte Sportmediziner Dino Poimann den 3. Platz bei den "FUNiñovation Awards". (Bild: Sportfoto Zink)

Mit seinem Konzept „FUNino Dribbeln“ holte Sportmediziner Dino Poimann den 3. Platz bei den „FUNiñovation Awards“. (Bild: Sportfoto Zink)

Das Siegerteam 2015 wird den Theologie-Cup 2016 ausrichten. „Im Vordergrund des Theo-Cups 2016 stehen zwei Ziele: Den Titel erfolgreich zu verteidigen und den Gemeinschaftssinn über den Sport zu fördern“, erläutert Professor Dr. Reinhold Friedrich vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte II (Neuere Kirchengeschichte) der FAU, der als Theo-Cup Koordinator fungiert.

Dino Poimann entwickelt prämiertes Trainingskonzept

Sportwissenschaftler Dino Poimann reichte beim Wettbewerb „FUNiñovation Award“, der im Rahmen des vom Lehrstuhl für Sportbiologie und Bewegungsmedizin der FAU und der Kommission Fußball der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft ausgerichteten Kongresses „Fußball 4.0“ ausgerufen worden war, eine  Weiterentwicklung des speziell auf Kinder ausgerichteten FUNiño-Konzeptes ein Mit „FUNiño Dribbeln“ holte er den 3. Platz.

FUNiño – FUtbol a la medida del Niño wurde von Horst Wein, Autor von über 30 Sportbüchern, ehemaliger deutscher Hockeynationalspieler und weltweit anerkannter Ausbilder von Fußballtrainern zu Beginn der 1980er entwickelt und von Professor Dr. Dr. Lochmann, Sportwissenschaftler und Professor am Lehrstuhl für Sportbiologie und Bewegungsmedizin der FAU, zunächst bei Vereinen in der Nürnberger Region etabliert. Bei FUNiño spielt man auf kleineren Feldern drei gegen drei, ein vierter Spieler rotiert systematisch in und aus dem Spiel. Ein Torhüter ist nicht vorhanden, dafür aber immer vier Tore. Zwei zum Angriff und zwei zur Verteidigung. Eines der beiden zu verteidigenden Tore ist immer weniger besetzt als das andere; dieses Tor wird der im Ballbesitz befindliche Spieler gemeinsam mit seinen Mitspielern angreifen. Man lernt auf diese Weise, eine Überzahl im Angriff zu schaffen. Dabei schult FUNiño sowohl die Körperbeherrschung als auch die Handlungsschnelligkeit.

Dino Poimanns Konzept verwendet den FUNiño-Aufbau und die üblichen FUNiño-Regeln, also drei gegen drei, Rotation mit Torerfolg und Torschuss nur aus einer erlaubten Zone. Poimann führt allerdings eine zusätzliche Regel ein: Die Spieler dürfen die Mittellinie und  Schusslinie in der gegnerischen Hälfte nur mittels Dribbling überqueren. Außerdem ist ein Pass über die Linie erlaubt, kein Rückpass. Das prämierte Konzept hat zum Ziel, dass die Spieler selbst lernen zu entscheiden, ob sie eins gegen eins kämpfen, einen zum Dribbling besser positionierten Mitspieler anspielen oder aber am Mann bleiben, wenn sie überspielt wurden.

Gewinner Dino Poimann zusammen mit FUNiño-Erfinder Horst Wein und Prof. Dr. Dr. Matthias Lochmann. (Bild: Sportfoto Zink)

Gewinner Dino Poimann zusammen mit FUNiño-Erfinder Horst Wein und Prof. Dr. Dr. Matthias Lochmann. (Bild: Sportfoto Zink)

„Mein Konzept“, erklärt Dino Poimann, „verbindet das Zusammenspiel psychologischer und taktisch/technomotorischer Herausforderungen, sowohl mit als auch gegen den Ball. Das Herstellen dieser Synthese im Trainingsalltag ist aus meiner Sicht ein essentieller Schritt, um Entscheidungsfreude, Kreativität und Handlungsschnelligkeit als Grundfertigkeiten eines jungen Fußballspielers zu etablieren. Besonderen Wert lege ich dabei auf Kommunikation und die Steuerung der Aufmerksamkeit. Ganz im Sinne von FUNiño wird durch spaßbetonte und anreizende Spielformen ein Rahmen aufgespannt, innerhalb dessen Kinder durch eigenes Explorieren Erfahrungen sammeln und sich altersgerecht entwickeln.“

Mehr Informationen zu den „FUNiñovation Awards“ und zum Kongress „Fußball 4.0“ finden Sie in den Presseberichten auf der Webseite der „Fußballschule 4.0“.

Imagefilm der Friedrich-Alexander Universität

Vorsprung durch Vernetzung - Der Imagefilm der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Neue Völkerwanderung in Europa?

Europa erlebt eine neue Völkerwanderung. Oder doch nicht?

Das fränkische Schichtstufenland

Das fränkische Schichtstufenland – Alte Kontroversen und neue Vorstellungen