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In der Heimat unbekannt – in Japan geschätzt: Cäcilie Graf-Pfaff

Cäcilie Graf-Pfaff: Unbekannte Dame 1909 (Bild: Universitätsbibliothek)

Leihgaben aus der Universitätsbibliothek der FAU gehen auf eine weite Reise

Für die Ausstellung „Naojiro Harada: Retrospective“ verleiht die Universitätsbibliothek der FAU aus ihrem Besitz ein großes Ölgemälde sowie eine Zeichnung und Druckgraphiken von Cäcilie Graf-Pfaff für sieben Monate an vier Museen für moderne Kunst in Japan.

Cäcilie Graf-Pfaff (1868-1939) gehörte zu den bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Zeit, obwohl sie heute nur noch wenigen Spezialisten bekannt ist. Die Universitätsbibliothek der FAU besitzt seit 1939 aus ihrem Nachlass 90 Radierungen, 65 Aquarelle, 85 Zeichnungen und mehr als 20 Ölgemälde von ihrer Hand. Graf-Pfaff entstammte der bekannten Erlanger Professorenfamilie Pfaff und hatte schon als Kind Privatunterricht im Zeichnen erhalten. Ab 1878 besuchte sie die Kunstgewerbeschule in München und studierte anschließend an der Akademie der Bildenden Künste unter Gabriel von Max und Nikolaus Gysis Malerei.

Schon seit ihrer Jugend galt ihr besonderes Interesse der asiatischen Kunst; so war sie 1909 an der Organisation der Ausstellung „Japan und Ostasien in der Kunst“ im Ausstellungspark München beteiligt und schrieb zwei Artikel für den Ausstellungskatalog. Während des Studiums lernte sie Naojiro Harada (1863-1899) kennen. Harada war der erste Japaner, der sich dem Studium der europäischen Kunst widmete und von 1884-1886 an der Münchner Akademie der Bildenden Künste bei Gabriel von Max europäische Malerei studierte.

Weitere Informationen:

Dr. Christina Hofmann-Randall
Tel: 09131/85-22158
christina.hofmann-randall@fau.de

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