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Mein Ehrenamt lässt Schüler reisen

Mio Kuschick unterstützt Jugendliche bei der Vorbereitung auf ihr Auslandsjahr – er selbst hat ein Jahr in Schweden verbracht (Bild: Mio Kuschick).

Viele FAU-Studierende engagieren sich in ihrer Freizeit – ehrenamtlich. Im Stadtrat, für Flüchtlinge oder in einem Verein. In der Reihe „Studierende mit Ehrenamt“ stellen sich Studierende ganz unterschiedlicher Studiengänge vor – dieses Mal Mio Kuschick. Er studiert im 4. Semester Pädagogik und Nordische Philologie und unterstützt in seiner Freizeit Jugendliche bei der Vorbereitung auf ihren Schüleraustausch.

Ich war selbst einmal Austauschschüler

In der 10. Klasse habe ich selbst ein Schuljahr im Ausland verbracht – in Schweden hatte ich eine echt tolle Zeit. Einmal musste ich allerdings auch eine große Herausforderung meistern und meine Gastfamilie wechseln. Weil ich von meiner Schüleraustauschorganisation Youth For Understanding – oder kurz YFU – gut auf das Jahr vorbereitet wurde, konnte ich damit aber umgehen. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich beschlossen, selbst bei YFU mitzumachen. Ich wollte gerne etwas von den tollen Erfahrungen, die ich gemacht habe, weitergeben.

Zuerst habe ich geholfen, Zeltlager  für Schüler zu organisieren, die kurz vor ihrem Auslandsjahr stehen. Weil ich mich gerne mehr in die Vereinsarbeit einbringen wollte, ist mein Aufgabengebiet schnell gewachsen und mittlerweile bin ich Vorstandsmitglied meiner Landesgruppe. Als Vorstandsmitglied kümmere ich mich um die Koordination des gesamten Endsendeprogramms.

Wer ins Ausland möchte, muss gut vorbereitet sein

Wer ins Ausland möchte, muss sich zuerst bewerben – dazu finden Auswahlgespräche statt. Zusammen mit vier weiteren ehrenamtlichen Helfern führe ich mit den Bewerbern Gruppeninterviews und Einzelgespräche.

Dabei stellen wir manchmal fest, dass für den einen oder anderen Bewerber ein Auslandsjahr (noch) nicht das Richtige ist. Normalerweise gehen die Jugendlichen mit 16 Jahren ins Ausland; für manche ist dieses Alter zu früh, um ein ganzes Schuljahr weit weg von zu Hause zu verbringen – etwa, weil sie dafür noch nicht selbstständig genug sind.

Zusammen mit anderen ehrenamtlichen Helfern kümmert sich Mio um Schüler, die ein Jahr im Ausland verbringen möchten (Bild: Mio Kuschick).

Zusammen mit anderen ehrenamtlichen Helfern veranstaltet Mio (ganz links) für alle erfolgreichen Bewerber eine Vorbereitungswoche (Bild: Mio Kuschick).

Alle erfolgreichen Bewerber werden vor ihrem Start ins Ausland zu einer Vorbereitungswoche eingeladen. Hier kümmern wir uns zu zehnt um etwa 40 Schüler. Wir simulieren  verschiedene Situationen, die im Ausland auf die Schüler zukommen können – ein Streit mit der Gastfamilie etwa – und geben Tipps, wie die Schüler sich am besten verhalten.

Es sind schon oft Schüler nach ihrem Auslandsjahr zu mir gekommen und haben gesagt, dass gerade die Vorbereitungswoche ihnen sehr geholfen hat – so eine Bestätigung ist natürlich toll. Als Vorstandsmitglied bin ich außerdem für die anderen ehrenamtlichen Helfer zuständig und helfe ihnen weiter, wenn sie Fragen oder Probleme haben.

Durch mein Ehrenamt gewinne ich viele Freunde

Durch mein Ehrenamt helfe ich Schülern bei ihrem Weg ins Ausland und kann ihnen vielleicht auch etwas von der Angst nehmen, die sie haben, wenn sie ein Schuljahr weit weg von ihrer Familie verbringen. Toll finde ich auch, dass ich über mein Ehrenamt so viele Leute kennenlerne und immer wieder neue Freunde dazugewinne. Silvester habe ich beispielsweise mit fünf anderen ehrenamtlichen Helfern von YFU in Schweden verbracht, das hat richtig Spaß gemacht.

Ehrenamtliche Helfer sind bei uns immer willkommen! Wer möchte, kann sich auf www.yfu.de informieren oder über bayern@yfu.de  mit uns Kontakt aufnehmen.

Weitere spannende Ehrenämter

Hier im  Blog stellen wir regelmäßig Studierende mit ihren unterschiedlichen Ehrenämtern vor: unter dem Stichwort „Studierende engagieren sich“. Zum Beispiel Laura Lacatusu. Sie fahrt für den ASB einen 11 Tonnen schweren LKW.

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