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Vortrag: Die Galaxie in einem neuen Licht – Astronomie mit Gammastrahlen

Bild: panthermedia.net/kasto

Neue Technologien erlauben es der Astronomie, das Universum mittels Gammastrahlen zu erforschen. Zu den untersuchten Phänomenen gehört auch die geheimnisvolle Dunkle Materie. In einem Abendvortrag am 21. September stellt Prof. Dr. Werner Hofmann, Direktor des Max-Planck-Instituts für Kernphysik in Heidelberg, neueste Ergebnisse der Gammastrahlungsastronomie vor. Im Rahmen des Workshops der Helmholtz Allianz für Astroteilchenphysik „The Non-thermal Universe“, lädt das Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP) die interessierte Öffentlichkeit ein.

Ort und Zeit: 21. September, 19.00 Uhr, Orangerie, Schlossplatz 1, Erlangen. Der Eintritt ist frei

Über das letzte Jahrzehnt hat sich der Astronomie ein neues Fenster zum Weltall erschlossen: die Beobachtung des Universums im Licht extrem hochenergetischer Gammastrahlen. Die Energie solcher Gammaquanten ist 1000 Milliarden mal höher als die der Quanten des sichtbaren Lichts. Nicht mehr thermische Prozesse – die Strahlung heißer Körper – erzeugen diese, sondern sie zeigen uns einen anderen Aspekt des Universums: das „nicht-thermische Universum“. Spezielle Instrumente, wie das H.E.S.S.-Teleskopsystem in Namibia, können die Spuren sichtbar machen, welche Gammaquanten beim Auftreffen auf die Erdatmosphäre hinterlassen. Überraschendes Ergebnis der Arbeit der letzten zehn Jahre: Im Kosmos existiert eine Vielzahl solch extremer Strahlungsquellen, die vermutlich auch die Entwicklung des Kosmos beeinflusst haben. Gammastrahlen erlauben Astrophysikern ferner, nach exotischer Dunkler Materie im Kosmos zu suchen, oder die Struktur von Raum und Zeit auf kleinsten Skalen abzutasten.

Für den Workshop hat die Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik 60 nationale und internationale Forscher und Forscherinnen geladen, die drei Tage lang die neuesten Ergebnisse der Gammastrahlenforschung diskutieren. Das ECAP ist größter universitärer Partner der Allianz, in der sich zahlreiche deutsche und internationale Universitäten und Forschungsinstitute zusammengeschlossen haben.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christopher van Eldik
Tel.: 09131/85-27062
christopher.van.eldik@physik.uni-erlangen.de

Webseite des ECAP

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