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Als „Europäisches Spitzenzentrum für Rheumatologie“ ausgezeichnet

Das Universitätsklinikum Erlangen von oben. (Bild: Uni-Klinikum Erlangen)

Erlangen gehört damit zur Spitzengruppe von 22 europäischen Kompetenzzentren

Die Medizinische Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie (Direktor: Prof. Dr. Georg Schett) ist zum dritten Mal in Folge als Center of Excellence von der europäischen Rheumatologengesellschaft European League Against Rheumatism (EULAR) ausgezeichnet worden. Die EULAR fördert Spitzenleistungen in Lehre und Forschung und unterstützt die Umsetzung der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die Patientenversorgung. Die Medizinische Klinik 3 ist eines der größten Kompetenzzentren zur Erforschung und Behandlung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen in Deutschland.

„Die Ursachen von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen sind noch nicht vollständig geklärt“, sagt Prof. Schett. Nach heutigem Wissen spielt bei der Krankheitsentstehung das Zusammenspiel zwischen genetischen Faktoren und Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle. Dabei kommt es in der Folge zu einem Zusammenbruch der Immuntoleranz gegenüber körpereigenem Gewebe und damit zur Entzündungsreaktion, die entweder einzelne Organsysteme, zum Beispiel die Gelenke des Knochensystems, betrifft. Oder aber sie führt zu mehreren Erkrankungen des Körpers, die die inneren Organe oder das Nervensystem schädigen können.

Ziel ist es, Patienten eine ausgezeichnete Lebensqualität zurückzugeben

„Autoimmunerkrankungen, wie Arthritis, bleiben oft lange unentdeckt oder unzureichend behandelt und können so den Körper nachhaltig schädigen“, so Prof. Schett. Ziel der Medizinischen Klinik 3 ist es, diese Erkrankungen mit modernen Diagnostikverfahren möglichst frühzeitig zu erkennen und mit gezielten Therapien effektiv zu behandeln und zu heilen, um damit dem Patienten eine ausgezeichnete Lebensqualität wiederzugeben.

Als Zentrum für diese, zum Teil seltenen, Erkrankungen stehen eine Reihe von Spezialuntersuchungen zur Verfügung, um die Funktion des Immunsystems zu untersuchen und entsprechende entzündliche Veränderungen oder Autoimmunreaktionen nachzuweisen. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit dem Radiologischen Institut (Direktor: Prof. Dr. Michael Uder) des Uni-Klinikums Erlangen bildgebende Verfahren – wie Ultraschall, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie – angewendet, um das Ausmaß der Erkrankungen zu erfassen und die Wirksamkeit moderner Therapien zu überprüfen.

Die außerordentlich breiten klinischen und wissenschaftlichen Fachkenntnisse sowie die ärztliche Kompetenz der Erlanger Klinik ist mit der Anerkennung zum europäischen Center of Excellence nach den Richtlinien der EULAR ausgezeichnet worden. Die EULAR führt ein Register der europäischen Spitzenforschungszentren der Rheumatologie, um eine Gruppe von erstklassigen Forschungszentren für Wissenschaftler zu etablieren und den Austausch des wissenschaftlichen Nachwuchses zu fördern. Derzeit hat die EULAR 22 europäische Einrichtungen als Centers of Excellence ausgezeichnet.

Weitere Informationen:

Sandra Jeleazcov
Tel.: 09131/85-39109
sandra.jeleazcov@uk-erlangen.de

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