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Vom richtigen Umgang mit Rohstoffen

Bild: Colourbox.de

FAU-Wissenschaftler forschen zusammen mit Schülern zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen

Rohstoffe haben eine große Bedeutung für die Wirtschaft. Sie zu fördern hat allerdings auch Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Bewusstsein hierfür und für einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Erde zu schaffen, ist Ziel der Kooperation zwischen dem Geozentrum Nordbayern der FAU, dem Geozentrum an der Kontinentalen Tiefenbohrung, Windischeschenbach und der Hans-Böckler Wirtschafts- und Realschule, Fürth. Bei der „Forschungsfahrt Ressourcen“ sollen die Schülerinnen und Schüler  der 9. Klasse am Beispiel von Gold den Zusammenhang von Rohstoffverbreitung und – gewinnung, ihrer effizienten Nutzung und den damit verbundenen Nachhaltigkeitsaspekten unter wissenschaftlicher Anleitung erforschen.

Gold – das begehrte Edelmetall

Gold kommt in der Hochtechnologie bei der Leiterplattenproduktion zum Einsatz und findet sich in jedem Smartphone. Zum Vergleich: In einer Tonne Smartphoneschrott ist mehr Gold enthalten, als in einer Tonne Gestein. Am Beispiel des Goldes, also wo es  vorkommt, wie es gewonnen und  verarbeitet wird, und den damit  verbundenen ökonomischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen sollen die Schülerinnen und Schüler nun erkennen, dass ausrangierte Smartphones damit letztlich eine ökonomisch wertvolle und nachhaltige Rohstoffquelle darstellen.

Das Projekt „Forschungsfahrt Ressourcen“ ist in sechs Phasen unterteilt, in denen die Schülerinnen und Schüler der Hans-Böckler Schule zu verschiedenen Teilbereichen von Ressourcengewinnung und deren nachhaltigen Nutzung forschen sollen. Zuerst müssen diese an ihrer Schule mit Hilfe von geologischen Karten verstehen lernen, dass das Vorkommen natürlicher Rohstoffe von verschiedenen chemischen und physikalischen Voraussetzungen, wie Verwitterung oder der Zusammensetzung von Magma abhängig ist. Danach sollen diese vor Ort am Geozentrum an der Kontinentalen Tiefenbohrung selbständig erarbeiten, welcher Aufwand dahinter steckt, diese Rohstoffe zu entdecken, zu bergen und verarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen in der dritten Phase verstehen, wie lange es dauert, bis Gold entsteht und daraus einen Zusammenhang zur Nachhaltigkeit ermitteln. In der vierten Phase sollen sie den Wert von Rohstoffen hinterfragen und durch die Arbeit im Labor am Geozentrum der FAU den Wissensaufwand abzuschätzen lernen, den die Herstellung technischer Geräte voraussetzt. Hierfür messen die Schülerinnen und Schüler zusammen mit Wissenschaftlern am Geozentrum eigenständig verschiedene Gesteinsproben und ermitteln deren Goldgehalt. Wenn sie den Goldgehalt der Proben mit dem des Smartphoneschrotts vergleichen, sollen sie in der fünften Phase einschätzen lernen, wie wichtig Recycling und die dazugehörige Forschung ist. Zuletzt sollen die Schülerinnen und Schüler ein Konzept für ihre Schule entwickeln, mit dem sich dort Ressourcen effizienter und  nachhaltiger nutzen lassen.

Das Projekt wird durch das Programm „Our common Future“ der Robert Bosch Stiftung gefördert. Mit dem Programm unterstützt die Stiftung Projekte, in denen Schüler und Lehrer gemeinsam mit Wissenschaftlern interdisziplinäre Forschungsgebiete wie Mobilität, Nahrung und Umwelt untersuchen.

Kontakt:

Dr. Anette Regelous
Tel. 09131/85-26065
anette.regelous@fau.de

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