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Einblick in 60 Jahre Apotheke des Uni-Klinikums Erlangen

Uni-Klinikum Erlangen (Bild: Uni-Klinikum Erlangen)

Einladung zum Tag der offenen Tür am 02.07.2017 – Programm für die ganze Familie

Happy birthday – die Apotheke des Universitätsklinikums Erlangen wird in diesen Tagen 60 Jahre alt und feiert ihren runden Geburtstag mit einem großen Tag der offenen Tür am Sonntag, 2. Juli 2017, von 11 bis 17 Uhr in der Palmsanlage 3 (knapp 50 Meter südlich vom Parkhaus „Uni-Kliniken“ entfernt). Interessierte sind dazu herzlich eingeladen!

2.400 Quadratmeter Betriebsfläche auf vier Ebenen, ca. 70.000 patientenindividuelle aseptisch hergestellte Zubereitungen und 4 Millionen abgegebene Arzneimittelpackungen pro Jahr – die Apotheke des Uni-Klinikums Erlangen gehört zu den größten und leistungsfähigsten des Landes. Ihre Kernaufgaben sind die Arzneimittelherstellung, die Belieferung mit Fertigarzneimitteln, die pharmazeutische Beratung sowie Forschung und Lehre. „Mit unserer Arbeit tragen wir wesentlich zum Erreichen des Behandlungsziels und Behandlungserfolgs für die Patienten des Universitätsklinikums bei“, sagt Chefapotheker Prof. Dr. Frank Dörje, der ein Team von 70 Mitarbeitern leitet.

Nach ihrer Gründung am 8. Januar 1957 war die Apotheke – damals noch mit zehn Mitarbeitern – zunächst im Keller des Gebäudes in der Universitätsstraße 22 untergebracht. Vierzig Jahre später folgte der ersehnte Umzug in das neu errichtete Versorgungszentrum in der Palmsanlage, wo die Einrichtung auch heute noch zu Hause ist. Eine außergewöhnliche Erweiterung gab es 2008: Per Kran wurde das Gebäude mit Modulbauelementen aufgestockt, in denen seitdem das hochmoderne Reinraumlabor untergebracht ist. „In 60 Jahren sind wir zu einem modernen pharmazeutischen Dienstleistungszentrum des Uni-Klinikums herangewachsen, das mit seinen Fachkenntnissen und seinen Möglichkeiten in Deutschland außergewöhnlich ist“, sagt Prof. Dörje. Neben dem Uni-Klinikum Erlangen versorgt die Apotheke außerdem das Waldkrankenhaus St. Marien Erlangen, die Fachklinik Herzogenaurach, das Kreiskrankenhaus St. Anna Höchstadt, die Klinik Fränkische Schweiz Ebermannstadt, die Rettungsdienste im Landkreis Erlangen-Höchstadt (BRK und ASB) sowie den ASB Fränkische Schweiz.

Individuelle Herstellung unter höchsten Hygienebedingungen

„Wir sind in der Lage, viele der speziellen Medikamente, die unsere Patienten benötigen, selbst herzustellen“, erläutert Prof. Dörje. Während Kapseln und Salben nur reine Bedingungen erfordern, brauchen andere Präparate einen sterilen oder sogar einen gänzlich partikelfreien, aseptischen Produktionsort. „Alle diese Ansprüche können wir voll erfüllen“, so der Chefapotheker. Bei der Herstellung kann das Apothekenteam auf die individuellen Patientenbedürfnisse eingehen. „So können wir hocheffektiv für Kinder und sogar für unsere kleinsten Patienten, die Frühchen, Arzneien genau so zusammenstellen, wie sie individuell gebraucht werden.“

Während in allen Produktionsräumen bereits unerlässliche Hygienestandards erfüllt werden – Fußüberzieher, Handschuhe und Mundschutz sind immer ein Muss –, ist das Reinraumlabor für die aseptische Herstellung eine Klasse für sich. Da hier unter anderem Infusionen für Schwerstkranke, etwa mit nicht funktionierendem Immunsystem, entstehen, gelten in diesem Labor die strengsten Vorschriften nach internationalen GMP-Richtlinien.

Wissen weitergeben

Eine weitere wichtige Aufgabe der Apotheke des Uni-Klinikums ist die pharmazeutische Beratung. „Wir stehen Kollegen am Uni-Klinikum, aber auch in öffentlichen Apotheken in unserer Funktion als Arzneimittelinformationszentrum der Bayerischen Landesapothekerkammer zur Seite“, erklärt Prof. Dörje. Außerdem ist die Erlanger Einrichtung Referenzapotheke der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker. „Besonders freuen wir uns über die erfolgreiche Arbeit unserer Stationsapotheker, die in einem deutschen Krankenhaus immer noch ungewöhnlich sind – im Unterschied zu England und den USA.“ Die fünf Pharmazeuten helfen in den Kliniken des Uni-Klinikums Erlangen sowohl bei schwierigen Fragen der Verabreichung und bei Wechselwirkungen weiter als auch dabei, Medikamente und Dosierungen optimal anzupassen. Damit kommt ihr Fachwissen Patienten und Ärzten gleichermaßen zugute.

„Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Lehre“, erklärt Prof. Dörje. „Sie beginnt bei der Ausbildung von PTAs und pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten und reicht weiter über die Fort- und Weiterbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern bis hin zur praktischen Ausbildung von Pharmaziestudenten und Pharmazeuten im Praktikum. Ein Lehrangebot in diesem Umfang ist in Bayern noch außergewöhnlich.“ Darüber hinaus unterstützt die Apotheke am Uni-Klinikum aktuell 87 Studien zu klinischen Arzneimittelprüfungen und im Herstellungsbetrieb ca. 15 nationale und europäische Studienvorhaben.

Tag der offenen Tür

Beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 02.07.2017, erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen durch die Apotheke, aktuellen Infos zu pharmazeutischen Themen, Aktionen für Kinder, Imbiss, Getränken, Kaffee und Kuchen. Eröffnet wird der Tag um 11.00 Uhr mit Grußworten des stellvertretenden Ärztlichen Direktors des Uni-Klinikums Erlangen, Prof. Dr. Rainer Fietkau, und von Prof. Dörje. Die Einnahmen des Tages sollen dem Förderverein der Palliativmedizinischen Abteilung des Uni-Klinikums Erlangen zugutekommen. Weitere Infos zum Tag der offenen Tür und zum Jubiläum unter: www.apotheke.uk-erlangen.de.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Frank Dörje
Telefon: 09131 85-33591
frank.doerje@uk-erlangen.de

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