Auszeichnungen und Funktionen Februar 2018

Bild: FAU

Arbeiten an der FAU ist „ausgezeichnet“ – eine Vielzahl von Ehrungen und Preise für unsere Forschenden, Studierenden und Mitarbeiter belegt dies regelmäßig. In diesem Monat durften sich die folgenden Angehörigen der FAU über Anerkennung freuen.

Auszeichnungen

Prof. Dr. Stephan Achenbach, Lehrstuhl für Innere Medizin II und Direktor der Medizinischen Klinik 2 – Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Erlangen, ist zum „Most Influential Radiology Researcher“, also zum einflussreichsten radiologischen Forscher gekürt worden. Weltweit ist Prof. Achenbach damit der erste Nicht-Radiologe, dem diese Ehre zuteilwird. Die Auszeichnung hat „AuntMinnie“ verliehen, ein internationales Radiologie-Portal. Das Portal, die sich insbesondere an Radiologen und Fachleute für diagnostische Bildgebung richtet, zählt derzeit über 139.000 aktive Mitglieder und 2,2 Millionen Aufrufe pro Monat. Seit dem Jahr 2000 führt AuntMinnie den jährlichen Wettbewerb „Minnies Awards for Excellence in Radiology“ durch, die Kandidaten werden aufgrund ihrer Leistungen in der medizinischen Bildgebung von Kollegen nominiert.

Prof. Dr. Matthias Berking, Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie, und sein Team haben den Erlanger Medizinpreis erhalten. Mit ihrem Projekt „E-Compared – Internetbasierte Therapie zur Verbesserung der Versorgung depressiver Patienten in Hausarztpraxen“, einem innovativen Versorgungskonzept zur Depressionsbehandlung, gewann die Forschungsgruppe in der Kategorie „Medizinische Versorgung“. Mit dem Erlanger Medizinpreis zeichnet der Verein „Gesundheit und Medizin in Erlangen“ Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen aus, die mit Projekten oder Ideen dazu beitragen, die Gesundheitsförderung und medizinische Versorgung der Menschen in Erlangen zu verbessern oder die Diagnose- und Untersuchungsmethoden voranzubringen.

Prof. Dr. Nadine Gatzert, Lehrstuhl für Versicherungswirtschaft und Risikomanagement, ist vom Wirtschaftsmagazin Capital in der Kategorie „Gesellschaft und Wissenschaft“ unter Deutschlands „Junge Elite – Top 40 unter 40“ gewählt worden. Die Zeitschrift kürt seit 2007 jedes Jahr die herausragenden Talente des Landes unter 40 Jahren in den vier Kategorien „Unternehmer“, „Manager“, „Politik und Staat“ sowie „Gesellschaft und Wissenschaft“.

Die Wissenschaftlerin ist darüber hinaus mit der Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Würdigung für ihre wissenschaftlichen Leistungen und ihr ehrenamtliches Engagement in zahlreichen Beiräten der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Insbesondere wurde sie für ihren Einsatz als Vorstandsvorsitzende von Forum V geehrt. Forum V ist das nordbayerische Institut für Versicherungswissenschaft und -wirtschaft an der FAU. Der gemeinnützige Verein unterstützt die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis und Politik auf dem Gebiet des Versicherungswesens.

Dr. Michael Klatt, ehemaliger Doktorand am Department Physik, ist als bester Absolvent der FAU für seine Dissertation mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet worden. In der Arbeit hat der Wissenschaftler zufällige räumliche Strukturen untersucht. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie der Bayernwerk AG verliehen.

Prof. Dr. Gerhard Krönke, Lehrstuhl für Innere Medizin III, ist mit dem 15.000 Euro dotierten Langener Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis für die Entdeckung der unterschiedlichen Entsorgungswege von körpereigenen und körperfremden Zellen. Seine Arbeit schafft ein besseres Verständnis für Autoimmunerkrankungen. Die 1993 vom Paul-Ehrlich-Institut und der Stadt Langen ins Leben gerufene Auszeichnung würdigt bedeutende Forschungsarbeiten rund um das Thema Autoimmunität in den Bereichen Rheumatologie, klinische Immunologie und Infektiologie.

Florian Küng, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe), ist für sein in Kooperation mit der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen entstandenes Forschungsprojekt „Designing novel scaffolds for ocular surface reconstruction based on aligned Nanofibers“ auf der internationalen Polymerkonferenz Polychar 2017 mit dem Carl-Klason-Student-Award ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. Alfred Leipertz, Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, erhält von der American Society of Mechanical Engineers (ASME) den Yeram-S.-Touloukian-Award. Die Gesellschaft würdigt damit seine international anerkannte Führerschaft in der Entwicklung von optischen Methoden, insbesondere der hochentwickelten dynamischen Lichtstreuung als Werkzeug zur Messung thermophysikalischer Eigenschaften. Die ASME ist ein Berufsverband für Maschinenbauingenieure in den USA. Der Preis wird alle drei Jahre an einen international führenden Wissenschaftler vergeben und gilt als international höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der Stoffdatenforschung.

Prof. Dr. Gerd Leuchs, Lehrstuhl für Experimentalphysik (Optik), erhält den Herbert-Walther-Preis. Die gemeinsame Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Optical Society (OSA) ist mit 5000 Euro dotiert und würdigt herausragende Leistungen im Bereich der Quanten- und Atomphysik sowie Beiträge in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Die DPG ist mit ihren über 62.000 Mitgliedern die größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Die US-amerikanische OSA als Gesellschaft für Optik und Photonik hat derzeit über 14.000 Mitglieder aus über 80 Ländern. Die Preisverleihung erfolgt jährlich abwechselnd in den USA und in Deutschland.

Thomas Linder, Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik, ist mit dem Graduate-Student-Research-Award des Amercian Institute of Chemical Engineers ausgezeichnet worden. Der Wissenschaftler hat mit Hilfe der Computertomografie Destillationskolonnen, in denen Gemische thermisch getrennt werden, untersucht. Dabei hat er nachgewiesen, dass bisherige Annahmen, was in den Apparaten genau passiert, falsch sind. Seine Erkenntnisse werden helfen, solche Anlagen in Zukunft besser konzipieren zu können.

Qu Muchao, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe), ist für sein Forschungsprojekt „Conductivity of melt spun PMMA composites with aligned carbon fibers- revealing a master curve auf der internationalen Polymerkonferenz Polychar 2017 mit einem Posterpreis ausgezeichnet worden. Die Tagungsreihe des Institut Kimia Malaysia (IKM) ist eine internationale Fachkonferenz auf dem Gebiet Materialwissenschaft und Werkstofftechnik.

Christian Regelmann, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe), ist für seine in Kooperation mit der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen entstandene Bachelorarbeit „Mapping of the electrospinning parameters for PLGA-Nanofibers” auf dem Bayreuth Polymer Symposium mit einem Posterpreis ausgezeichnet worden. Die seit 1987 in zweijährigem Turnus stattfindende Veranstaltung ist ein internationales Forum führender Experten auf dem Gebiet der Polymerforschung.

Dr. Ulrich Rother, Gefäßchirurgische Abteilung in der Chirurgischen Klinik, erhält  für seine Forschungsarbeit zum Thema Gewebeperfusion und Mikrozirkulation von der Society for Vascular Surgery (SVS) ein Stipendium in Höhe von 5000 US Dollar. Die SVS ist die führende akademische Gesellschaft für Gefäßchirurgie in den USA. Das Stipendium ermöglicht einen Besuch US-amerikanischer gefäßchirurgischer Zentren zum wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch.

Piotr Stafiej, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe), ist auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien mit einem Posterpreis ausgezeichnet worden. Damit ehrt die Gesellschaft sein Kooperationsprojekt mit der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen mit dem Titel „Transparency of suture able poly-(caprolactone) nanofiber hydrogel compounds (NFHC) for medical application in ophthalmology“.

Dr. Dominik Steiner, Professur für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, hat auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie den Olivari-Buchpreis erhalten. Sein Beitrag mit dem Titel „Vaskularisation von Scaffolds aus rekombinant hergestellter Spinnenseide mittels AV Loop“ wurde als bester wissenschaftlicher Vortrag eines Nachwuchsforschers ausgezeichnet.

Dr. Jessica Tannenbaum, Lehrstuhl für Geschichte der Medizin, hat den Herbert-Lewin-Preis bekommen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre medizinhistorische Dissertation „Medizin im Konzentrationslager Flossenbürg 1938 bis 1945. Biografische Annäherungen an Täter, Opfer und Tatbestände“. Der vom Bundesministerium für Gesundheit, Bundesärztekammer, Bundeszahnärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung gestiftete Forschungspreis zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die sich mit der Geschichte der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus befassen.

Dr. des. Sebastian Watta, Lehrstuhl für Christliche Archäologie, hat für seine Dissertationsschrift „Sakrale Zonen im frühen Kirchenbau des Nahen Ostens. Zum Kommunikationspotenzial von Bodenmosaiken für die Schaffung heiliger Räume“ den Juliana-Anicia-Preis des Vereins „Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte“ erhalten. Der 1992 gegründete Verein widmet sich der Kunst und Kultur der Spätantike und des Byzantinischen Reichs. Der Juliana-Anicia-Preis dient der Förderung junger Wissenschaftler. Prämiert werden hervorragende Dissertationen aus dem Bereich der Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte.

Anna-Carlotta Zarski, Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie, ist mit dem Wilhelm-Exner-Preis für Psychologie ausgezeichnet worden. Der Preis wird von Komm-Mit-Ment, einer psychologischen Gesellschaft für Wissenschaft und Praxis, verliehen. Die Gesellschaft stellt eine Vereinigung von Psychologen dar, die in Forschung, Lehre oder Praxis tätig sind. Ziel ist die Verbesserung der Vernetzung der Wissenschaftler sowie die Förderung der wissenschaftlichen Psychologie.

Funktionen

Prof. Dr. Petra Bendel, Zentralinstitut für Regionenforschung, ist als Mitglied des Sachverständigengremiums des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) bestätigt worden. Der SVR ist ein unabhängiges, interdisziplinär besetztes Expertengremium, das die Politik handlungsorientiert berät.

Außerdem ist Prof. Bendel als neues Mitglied in den Fachberat der Otto Benecke Stiftung, die Projekte zur Integration, zur Aus- und Weiterbildung von Migranten sowie zur Jugend- und Elternarbeit von Migrantenorganisationen durchführt, berufen worden. Das Gremium berät die Stiftung in konzeptionellen und inhaltlichen Fragen und ist mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen besetzt.

Prof. Dr. Ingmar Blümcke, Lehrstuhl für Neuropathologie, ist für die kommenden fünf Jahre in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) gewählt worden. Die DGfE ist als deutsche Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) eine Gesellschaft für Fachkräfte mit beruflichem Schwerpunkt in der Behandlung oder Betreuung von Menschen mit Epilepsie. Von der ILAE ist Blümcke darüber hinaus in den Vorstand der Europäischen Sektion berufen worden. Die ILAE ist eine internationale medizinische Fachgesellschaft zur Bekämpfung der Epilepsie.

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Biomaterialien), ist zum Vorsitzenden des Fachgebiets „Umwelt und Gesundheit“ der deutschen keramischen Gesellschaft (DKG) ernannt worden. Dieses Fachgebiet bietet ein Forum zum Austausch von Informationen zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie im allgemeinen Bereich der Keramiken in Umwelt- und Gesundheitstechnologien. Die DKG ist die mitgliedstärkste keramische Vereinigung in Europa und eine der ältesten keramischen Gesellschaften weltweit.

Zudem ist Prof. Boccaccinis Gastprofessur am Department of Materials des Imperial College London bis Ende 2020 verlängert worden. Mit Kollegen arbeitet er dort an zukunftsweisenden Konzepten für Materialien für die Biomedizin. Das Imperial College zählt zu den forschungsstärksten und renommiertesten Universitäten der Welt.

Prof. em. Dr. Hanns Christof Brennecke, ehemals Lehrstuhl für Kirchengeschichte I (Ältere Kirchengeschichte), ist von der Patristischen Kommission der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in Deutschland als Vorsitzender wiedergewählt worden. Der Wissenschaftler leitet die Kommission seit 2014. Sie koordiniert und begleitet Langzeitprojekte von acht Akademien in der Patristik, das heißt der Erforschung der Geschichte des antiken Christentums.

Prof. Dr. Peter Dabrock, Lehrstuhl für Systematische Theologie II (Ethik), und Prof. Dr. Michael Schmidt, Lehrstuhl für Photonische Technologien, sind als ordentliche Mitglieder in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) aufgenommen worden. Die 2002 gegründete Akademie tritt für nachhaltigen Wohlstand durch Innovation im Bereich der Technik und angewandten Wissenschaften ein. Zu ihren Schwerpunkten zählen der Wissenstransfer, die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Nachwuchsförderung von technischen Berufen. Ihre Mitglieder kommen aus den Ingenieurwissenschaften und den angewandten Naturwissenschaften, aber auch aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Prof. Dr. Klaus Herbers, Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters, ist in der Generalversammlung der Union Académique Internationale (UAI) für die kommenden vier Jahre zu deren Vizepräsidenten gewählt worden. Die UAI ist ein weltweiter Verbund von Akademien der Wissenschaften aus über 60 Ländern. Die Vereinigung versteht sich als Unterstützer der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Als Vertreter der Union der deutschen Akademien setzt sich Herbers für nationale Interessen ein.

Prof. Dr. Raymund E. Horch, Professur für Plastische Chirurgie und Handchirurgie und Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik, ist zum Associate Editor des Journals „Plastic and Aesthetic Research“ ernannt worden. Die Open-Access-Zeitschrift versteht sich als Plattform für Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie.

Prof. Dr. Jürgen Teich, Lehrstuhl für Informatik 12 (Hardware-Software-Co-Design), ist zum Fellow des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) ernannt worden. Dabei handelt es sich um eine Ehrenmitgliedschaft, mit der der IEEE-Verwaltungsrat Personen mit außergewöhnlichen Leistungen in einem Interessenbereich des IEEE auszeichnet. Prof. Teich wird für seine Beiträge im Bereich eingebetteter Systeme geehrt. Das IEEE ist eine internationale Fachgesellschaft von Ingenieuren hauptsächlich aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik.

Prof. Dr. Beate Winner, Stammzellbiologische Abteilung des Humangenetischen Instituts, ist als stellvertretendes Mitglied in die Zentrale Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES) berufen worden, die am Robert-Koch-Institut angesiedelt ist. Die ZES ist eine interdisziplinär zusammengesetzte, unabhängige Kommission von Sachverständigen aus den Bereichen Ethik, Theologie, Biologie und Medizin, die Anträge nach dem Stammzellgesetz prüft. Sie bewertet, ob Forschungsvorhaben ethisch vertretbar sind.

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