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Forscher bieten das „Lebensmittel“ Wissen an

Bild: zur.gestaltung Illustrationen: istockphoto, Shutterstock

Auf dem „Markttag des Wissens“ am 5. Mai zeigen FAU-Wissenschaftler ihre Forschung auf dem Erlanger Marktplatz

Marktplätze sind Orte des Zusammenkommens und des Austauschs – von Waren, Ideen und Geschichten. Auch die FAU nutzt ihr 275-jähriges Jubiläum, um sich mit Menschen auszutauschen – und zwar bei den Markttagen des Wissens. Am Samstag, 5. Mai, präsentieren FAU-Wissenschaftler von 9 bis 15 Uhr an Ständen auf dem Erlanger Marktplatz ihre Forschung und stehen den Bürgern Rede und Antwort. Zwei weitere Markttage folgen am 26. Mai in Fürth und am 9. Juni in Nürnberg.

Die Lange Nacht der Wissenschaften, bei der die FAU alle zwei Jahre die Bürgerinnen und Bürger zu sich einlädt, ist ein fester Termin im Kalender. In ihrem Jubiläumsjahr geht die Universität nun dorthin, wo die Menschen sind – auf die Wochenmärkte der Städte Erlangen, Fürth und Nürnberg. Hier zeigen Forscher an Marktständen, wie viel Wissenschaft in ganz alltäglichen Dingen steckt.

Geburtstagskuchen und Rundgang mit FAU-Präsident und Oberbürgermeister

Ein Geburtstag ohne Gratulationen und Kuchen? Schwer vorstellbar. Und auch zum 275. Jahrestag der FAU werden Glückwünsche überbracht: FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger und Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik werden um 10 Uhr die Marktbesucher begrüßen und im Anschluss zusammen mit den Jubiläumspartnern Siemens, adidas und der Sparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach den FAU-Geburtstagskuchen anschneiden. Im Anschluss werden Hornegger und Janik einen Rundgang durch die FAU-Marktstände machen. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, sich ihnen anzuschließen.

„Lebensmittel“ Wissen an rund 30 Ständen

Die rund 30 Marktstände der FAU stehen alle unter bestimmten Schlagwörtern und spiegeln dabei die Themenvielfalt der Universität wider. Technisch geht es beispielsweise am Stand „Mensch & Maschine“ zu: Das RoboLab des Lehrstuhls für Informationstechnik mit Schwerpunkt Kommunikationselektronik bringt einen autonom fahrenden Roboter auf den Markplatz. Der Lehrstuhl für Technische Elektronik hat ein Radarsystem wickelt, mit dem berührungslos durch Bettdecke und Kleidung hindurch die Herzrate von Patienten überwacht werden kann – davon können sich die Marktbesucher auch im Selbstversuch überzeugen. Unter dem Motto „Struktur & Chaos“ demonstriert der Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik bioinspirierte Strukturen zur Flüssigkeitsabweisung: Hier lernen Neugierige, welche Eigenschaften beispielsweise von der Lotuspflanze und von Schmetterlingsflügeln für industrielle Anwendungen kopiert werden.

Am Stand „Wort & Bild“ steht hingegen Sprache im Vordergrund. Der Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft stellt das Fränkische Wörterbuch mithilfe einer Hörstation vor. Und mit einem Mundart-Quiz können Interessierte dem Dialekt, der in der Metropolregion überall zu hören ist, auf den Grund gehen. Das Institut für Politische Wissenschaft verdeutlicht das Thema Solidarität in politischen Diskursen und Beziehungen an allerhand Bildmaterial.

Am Stand „Leben & Tod“  bietet die Professur für Plastische Chirurgie und Handchirurgie mit einem Blick durchs Mikroskop einen Einblick in mikrochirurgische Arbeiten und die Urologische Klinik bringt sogar einen Lapardoskopie-Trainer auf dem Marktplatz mit, der eine konkrete OP-Situation nachbildet.

Warum die von Land zu Land unterschiedliche Auslegung von „Recht & Unrecht“ gerade in unserer globalisierten Welt immer wichtiger wird, zeigen die Mitarbeiter des Fachbereichs Rechtswissenschaften. Bei „Sinn & Wahrnehmung“ wiederum sind Geruchs- und Hörsinn gefragt: Mit dem Lehrstuhl für Aroma- und Geruchsforschung inspizieren Besucher die Vielfalt der Holzgerüche, zum Beispiel mit einem Riech-Quiz. Die AudioLabs vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen und der FAU bieten an ihrer Hörstation die Möglichkeit, unterschiedliche Tonqualitäten zu erforschen.

Ein (Römer-)Boot auf dem Trockenen

Von den Maßen her ist es unbestritten der größte Marktstand: Rund ein Jahr lang hat Althistoriker Prof. Dr. Boris Dreyer gemeinsam mit Studierenden, Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Freiwilligen und mit Unterstützung der Stadt Erlangen, des Universitätsbunds, der Sparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach und der Firma Heitec ein römisches Patrouillen- und Geleitzugboot in Originalgröße nachgebaut. Seit Kurzem ist es fertig. Zum Markttag des Wissens können die Besucher die FAN (für Fridericiana Alexandrina Navis) nun auf dem Marktplatz selbst in Augenschein nehmen. Passend zum Römerboot gibt es Römerbrot: Die Bäckerei „Der Beck“ stellt das Brot nach einem verfeinerten Originalrezept her und verkauft es unter anderem auf dem Markttag des Wissens – und unterstützt damit das Römerboot: 10 Cent eines jedes verkauften Brots spendet Der Beck an das Projekt.

Aber nicht nur gestandene Wissenschaftler präsentieren ihr Wissen. Das FAU FabLab wird in Eigenregie von Studierenden betrieben und ist ebenfalls mit einem eigenen Stand vertreten. Sie zeigen kleinen und großen Besuchern, wie sie mit einem Lasercutter kleine Objekte ausschneiden und gravieren können oder wie ein 3D-Drucker arbeitet.

Premiere des FAU-Jubiläumsbiers „Helles Köpfchen“

Wer nach so viel geballter Ladung Wissen eine Erfrischung braucht, der ist am Stand des Lehrstuhls für Bioverfahrenstechnik richtig. Denn zum 275. Geburtstag hat der Lehrstuhl nach eigener Rezeptur und in Zusammenarbeit mit der Erlanger Traditionsbrauerei Kitzmannbräu das Jubiläumsbier „Helles Köpfchen“ gebraut: Am Stand „Hopfen & Malz“ erfahren Neugierige alles zum Brauprozess und dürfen das Bier am Ausschank natürlich auch probieren. Wer außer neuem Wissen noch andere Dinge mit nach Hause nehmen möchte, wird am Stand des FAU-Shops fündig: Er bietet FAU-Artikel wie beispielsweise T-Shirts, Thermobecher, Notizblöcke und viele weitere Artikel an.

Forschersprechstunde: Was sie immer schon mal fragen wollten …

Aber die Besucherinnen und Besucher können nicht nur auf die am Stand angebotenen „Waren“ zugreifen, sie können sich auch in einem persönlichen Gespräch unter vier Augen an die Forscher wenden. Während der Forschersprechstunde steht ein Wissenschaftler einem Besucher exklusiv und direkt Rede und Antwort, und das für ganze 20 Minuten. Die Anmeldung hierfür ist vor Ort oder online möglich: www.275.fau.de/markttage. In Erlangen stehen unter anderem zwei Vizepräsidenten der FAU – Prof. Dr. Kathrin Möslein, Lehrstuhlinhaberin für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Innovation und Wertschöpfung, sowie Prof. Dr. Günter Leugering, Lehrstuhlinhaber für Angewandte Mathematik – für ein Gespräch zu Verfügung.

Markttage in Fürth und Nürnberg

Die FAU ist selbstverständlich nicht nur in Erlangen verankert, sondern in der gesamten Metropolregion. Dementsprechend gibt es auch in Fürth (26. Mai auf dem Bahnhofplatz) und in Nürnberg (9. Juni auf dem Hauptmarkt) Markttage des Wissens.

Mehr Informationen zum Jubiläum der FAU finden Sie unter www.275.fau.de

Weitere Informationen:

Pressestelle der FAU
Tel. 09131/85-70229
presse@fau.de

 

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