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Symposium: Gender und Friedenssicherung

Bild: Colourbox.de

Wie ist gesellschaftlicher Wiederaufbau und langfristiger Frieden nach Konflikten möglich? Wie lassen sich Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen juristisch aufarbeiten? Und welche Rolle spielen dabei Frauen – oder auch nicht? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Symposium mit dem Titel „Gender in Peacebuilding and Transitional Justice“ an der FAU. Ziel der Veranstaltung ist es, dass die bisherige Forschung um Aspekte ergänzt wird, die bisher nur am Rande beachtet werden.

Der Fokus liegt auf den Positionen von Frauen, die bei Friedenssicherungsprozessen nach wie vor häufig ausgeschlossen und verdrängt werden. Gerade in Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen sind sie aber oft extremen Formen sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Beim gesellschaftlichen Wiederaufbau und in Versöhnungsprozessen sind Frauen wiederum wichtige Akteurinnen.

Den Auftakt bildet ein Vortrag der britischen Wissenschaftlerin Dr. Gina Heathcote, SOAS University of London, der sich mit der Partizipation von Frauen sowie der Thematisierung von Gender in Friedenssicherungsprozessen beschäftigt. Im zweiten Teil der Veranstaltung rücken Erfahrungen aus einzelnen Ländern in den Fokus. Silke Studzinsky, die als Anwältin Nebenklägerinnen und Nebenkläger vor dem Rote-Khmer-Tribunal in Kambodscha vertreten hat, beleuchtet, inwiefern Überlebenden von sexualisierten Verbrechen Gehör vor dem Roten Khmer Tribunal verschafft wurde. Dr. Khanyisela Moyo von der Ulster University in Nordirland beschäftigt sich mit der Partizipation von Frauen im postkolonialen Simbabwe von 2008 bis heute. Und schließlich wagt Dr. Sari Kouvo, Universiy Gothenburg in Schweden, einen Blick auf das noch immer regelmäßig von Unruhen und Gewalt erschütterte Afghanistan.

Das Symposium wird vom Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) der FAU organisiert und findet in englischer Sprache statt. Beginn der kostenfreien Veranstaltung ist am Freitag, 4. Mai, um 13.15 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Wann und wo?

4. Mai, ab 13.15 Uhr, Senatssaal im Kollegienhaus, Universitätsstraße 15, Erlangen

Programm

Ein ausführliches Programm finden Sie auf der Webseite des Centre for Human Rights Erlangen-Nuernberg

Kontakt:

Ronja Heß
Tel.: 09131/85-26403
ronja.hess@fau.de

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