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Nutzen und Nachteil von Tradition

Bild: Panthermedia/Kasto

Ob als Schlagwort für die Sehnsucht nach identitätsstiftenden Werten. Ob als ideologische Basis für rechte Populisten. Die Rede von Tradition und die Klage über den Verlust von dieser ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Doch was ist eigentlich Tradition? Wer genau beruft sich auf sie? Und warum lebt sie gerade heute, in einer globalisierten und durch und durch modernen Zeit, wieder auf?

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion „Ohne Leitbilder? – Vom Nutzen und Nachteil der Tradition für das Leben“ an der FAU. Am Donnerstag, 19. Juli, 19.30 Uhr, im Wassersaal der Orangerie diskutieren Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm (Sozialpsychologie), Prof. Dr. Jens Kulenkampff (Philosophie), Prof. Dr. Antje Kley (Amerikanistik), Prof. Dr. Fabian Schäfer (Japanologie) und Jan Georg Tabor, M.A. (German Studies, Brown University) sowie Moderatorin Prof. Dr. Christine Lubkoll über das Thema Tradition und betrachten es aus ihren jeweiligen Forschungs- und Interessensgebieten heraus.

Die Diskussion ist Teil des gleichnamigen Workshops vom 19. bis 21. Juli. Organisiert wird die Veranstaltung von dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und dem Studiengang Ethik der Textkulturen der FAU in Zusammenarbeit mit dem German Studies PhD-Programm der Brown University, USA.

Ein weiterer Höhepunkt: Der Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Richter, Leiter des German Studies Departments an der Brown University, am Freitag, 20. Juli, um 20.00 Uhr. Er referiert in englischer Sprache über „Buried Possibility: Arendt and Adorno on Tradition“.

Bemerkenswert an dem Workshop ist, dass Studierende beider Universitäten die Planung hauptverantwortlich mitbestritten haben. Die Idee für eine Kooperation zwischen den Geisteswissenschaften beider Universitäten entstand nach einem Vortrag an der FAU von Prof. Dr. Thomas Schestag, der an der Brown University lehrt. Den Startschuss für die Kooperation bildet nun der von Jan Georg Tabor (Brown), Stefan Steiner (FAU) und Johanna Mauer (FAU) organisierte Workshop. Die Zusammenarbeit zielt auf regelmäßige Forschungs- und Lehraufenthalte für Studierende und Dozenten ab. Durch die Vorträge Studierender und Doktoranden beider Universitäten soll ein transatlantischer Austausch ermöglicht und eine weitere Internationalisierung der FAU geleistet werden.

Das komplette Workshop-Programm im Überblick unter ethikdertextkulturen.de

Weitere Informationen:

Stefan Steiner
stefan.steiner@fau.de

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