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Seit 25 Jahren an der Uni: Professoren erzählen über ihre Erlebnisse

FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger bedankt sich bei den Professorinnen und Professoren für ihre langjährige Mitarbeit. (Bild: FAU/Boris Mijat)

FAU-Professoren feiern ihr Jubiläum

FAU-Professorinnen und Professoren, die ihr 25-jähriges beziehungsweise 40-jähriges Dienstjubiläum feiern, bekommen als Dankeschön eine Ehrenurkunde und berichten über ihre Erlebnisse an der FAU. Was sie genau arbeiten, welche besonderen Momente ihnen in Erinnerung geblieben sind und wie die Arbeit auch nach langer Zeit noch Spaß machen kann, verraten uns Prof. Dr. Freimut Bodendorf, Prof. Dr. Fritz Dross und Prof. Dr. Said Hashemolhosseini, die dieses Jahr ihr 25-jähriges beziehungsweise 40-jähriges Dienstjubiläum feiern.

Prof. Dr. Fritz Dross vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

Portraitbild von Prof. Dr. Fritz Dross

Prof. Dr. Fritz Dross: „Ausreichend Schlaf und gute Laune sind mir sehr wichtig.“ (Bild: Michael Stobrawe)

Prof. Dr. Fritz Dross feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum im öffentlichen Dienst und ist seit Wintersemester 2004/05 am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin tätig. „Da ich momentan an der Universität in Würzburg unterrichte, verbringe ich viel Zeit im Zug. Ich fahre jeden Morgen nach Würzburg und versuche auf dem Rückweg über Erlangen zu fahren, um meine Forschungsprojekte an der FAU voranzubringen“, berichtet Prof. Dross. In seinem Arbeitsalltag ist ihm neben ausreichend Schlaf und guter Laune vor allem der Kontakt zu anderen Menschen wichtig. „In der Medizingeschichte treffen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unterschiedlichen Interessen zusammen. Es ist sehr spannend, sich mit ihnen zu unterhalten und sich über ihre verschiedenen Sichtweisen auszutauschen“, erzählt der Professor begeistert. „Es lohnt sich, neugierig und offen zu sein und sich auch in vermeintlich altbekannten Forschungsbereichen überraschen zu lassen“, so lautet der Tipp von Prof. Dross für die Arbeit. Der FAU rät er, mehr Gelassenheit im Umgang mit ihren Schwächen und viel mehr Optimismus hinsichtlich ihrer Möglichkeiten.

Prof. Dr. Said Hashemolhosseini vom Institut für Biochemie

Portraitbild von Prof. Dr. Said Hashemolhosseini

Prof. Dr. Said Hashemolhosseini: „Als unsere Forschungsdaten das erste Mal in einem Wissenschaftsjournal veröffentlicht wurden, war ich richtig stolz.“ (Bild: Glasow, Erlangen)

Prof. Dr. Said Hashemolhosseini arbeitet seit Juli 2000 am Institut für Biochemie der Medizinischen Fakultät und feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum im öffentlichen Dienst. Bevor Prof. Hashemolhosseini an die FAU gekommen ist, war er unter anderem in einem Pharmakonzern tätig. „Als ich nach meiner Tätigkeit in der Privatwirtschaft wieder zurück an die Universität kehrte, betrieb ich als erstes eine ausführliche Literaturrecherche, um mein neues Forschungsprojekt besser zu verstehen. Das war einfach großartig. Das hat mir in der Privatwirtschaft wirklich gefehlt“, erinnert sich der Professor. Inzwischen ist er der Modulverantwortliche für die Biochemie im Bachelor, betreut Doktoranden sowie Studierende im Bachelor und Master und führt Experimente in seinem Labor durch. „Ich kann mich noch sehr gut an den Moment erinnern, als das erste Mal unsere Forschungsdaten in dem Wissenschaftsjournal „Genes & Development“ veröffentlicht wurden. Wir waren sehr stolz auf uns“, freut sich Prof. Hashemolhosseini. Als Tipp, wie die Arbeit auch nach langer Zeit noch Spaß machen kann rät er: „Man muss versuchen die Arbeit als ein Hobby zu sehen. Dann hört der Spaß nie auf.“ Von der FAU wünscht er sich, dass diese den akademischen Mittelbau mehr in den Augen behält und ihn in Entscheidungen einbindet sowie hierarchische Strukturen abbaut.

Prof. Dr. Freimut Bodendorf vom Institut für Wirtschaftsinformatik

Portraitbild von Prof. Dr. Fritz Dross

Prof. Dr. Freimut Bodendorf: „Fantasie ist wichtiger als Wissen, wie Albert Einstein einst sagte.“ (Bild: Kaletsch Medien)

Prof. Dr. Freimut Bodendorf ist bereits seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst tätig und lehrt und forscht als Lehrstuhlinhaber seit 1990 am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Seine Mitarbeit an der FAU reicht bis in die 70er Jahre zurück, wo er als studentische Hilfskraft an der Technischen Fakultät den Aufbau der Informatik sowie der Wirtschaftsinformatik miterlebte. „Ich kann mich noch gut an meinen ersten Arbeitstag an der FAU erinnern. Ich bekam eine Schachtel mit einem FORTRAN-Lochkartenstapel mit der Bitte, das nicht funktionierende Programm zu reparieren. Letztlich kam heraus, dass die Lochkarten heruntergefallen und beim Auflesen durcheinander gekommen waren“, erinnert sich Prof. Bodendorf an seine Zeit als studentischer Mitarbeiter zurück. „Die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Informatik fasziniert mich noch heute, weshalb ich sehr gerne mit den Kolleginnen und Kollegen der Technischen Fakultät sowie des Fraunhofer Instituts zusammenarbeite“, erzählt er. Damit der Arbeitsalltag nach 40 Jahren noch Spaß macht, lautet der Tipp von Prof. Bodendorf, auch im Tagesbetrieb seine Neugierde bewahren. „Der FAU wünsche ich, dass sie sowohl Wissen als auch Fantasie in Bewegung bringt. Denn Fantasie ist wichtiger als Wissen, wie Albert Einstein zu sagen pflegte“, rät er der FAU.

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