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Buchpräsentation zu 275 Jahren Medizinischer Fakultät

Bild: FAU

Politische Umbrüche, technische Innovationen und gesellschaftlicher Wandel haben die Medizinische Fakultät der FAU ebenso geprägt wie die Erwartungen, Leistungen und Bedürfnisse der Lehrenden, Studierenden und Patienten. Zum 275. Bestehen der Fakultät erschien nun eine Geschichte der Erlanger Universitätsmedizin.

Über das Buch

Die Herausgeber vom Lehrstuhl für Geschichte der Medizin, Prof. Dr. Karl-Heinz Leven, Dr. Susanne Ude-Koeller, Philipp Rauh und Andreas Thum, legen in ihrer detaillierten Geschichte der Fakultät einen besonderen Schwerpunkt auf das 20. und beginnende 21. Jahrhundert. Die Beiträge beleuchten Selbstverständnis und Außenwahrnehmung der Fakultät, fragen nach Kontinuitäten und Zäsuren und verfolgen das komplexe Verhältnis von Forschung, Lehre und Krankenversorgung bis in die unmittelbare Zeitgeschichte. In einem systematischen Anhang werden sämtliche heute an der Medizinischen Fakultät vertretenen Fächer in ihrer historischen Genese und Expansion skizziert.

Die Darstellung im Haupttext ist chronologisch angelegt; die Zeit von 1743 bis 1914 wird aufbauend auf frühere Darstellungen kurz umrissen, während die nachfolgenden Jahrzehnte, einschließlich der Jahre der Zeit des Nationalsozialismus, eingehend dargestellt werden. Für die jüngste Zeitgeschichte basiert das Buch auch auf strukturierten Interviews mit rund 80 Fachvertretern der Medizinischen Fakultät, woraus sich vertiefte Einblicke in das Selbstverständnis der Erlanger Universitätsmedizin ergeben. Inhaltlich reicht der Spannungsbogen von frühen medizintechnischen Innovationen bis zur „Cutting edge“-Medizin der Gegenwart. Der Haupttext wird durch „Extrablätter“ aufgelockert, die einzelne Aspekte, teils anekdotischer Art, abhandeln: Wer wissen möchte, welche Beziehung das Café Mengin und der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Bierausschank zur Erlanger Universitätsmedizin hatten, warum der Onkel von Donald Trump und ein Huhn mit Gipsbein in der Erlanger Medizingeschichte vorkommen müssen, was Professorinnen und Professoren an ihren Studierenden auffällt und (nicht) gefällt und wie die Universitätsmedizin Erlangen im Jahr 2043 aussieht, wird in dem Buch fündig.

Über die Herausgeber

Prof. Dr. Karl-Heinz Leven ist Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Medizin und Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der FAU. Zum Team gehören außerdem die Medizinhistorikern Dr. Susanne Ude-Koeller und die wissenschaftlichen Mitarbeiter Philipp Rauh und Andreas Thum. Die vier Genannten haben das Buch konzipiert und den größten Teil der Texte verfasst. Verstärkt wurden sie durch weitere 14 Autorinnen und Autoren, darunter vier Promovendinnen der Medizingeschichte, die einzelne Themen bearbeitet haben. Prof. Dr. Renate Wittern-Sterzel, langjährige Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der Medizin, hat das Projekt beraten und selbst einen Beitrag zur Gleichstellungspolitik an der FAU beigesteuert.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Karl-Heinz Leven
Tel.: 09131/85-22094
karl-heinz.leven@fau.de

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