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Kreativ, innovativ und nachhaltig: Vom Fahrradschlauch zum Schnürsenkel

Gruppenbild der fünf Studierenden. Im Vodergrund ist ein Tisch mit einer Fahrradfelge, Schnürsenkeln aus Fahrradschläuchen und Turnschuhen abgebildet.
Die FAU-Studierenden Kristin Schnepf, Steffen Leimbach, Anna Vandebosch, Jonas Köhler und Tobias Peggau (v.l.n.r.) sind die Sieger des 5-Euro-Business-Wettbewerbs und erhielten ein Preisgeld von 800 Euro. (Bild: FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

FAU-Studierende gewinnen den ersten Platz des 5-Euro-Business-Wettbewerbs

Ein Memoryspiel für Blinde, ein beleuchteter Geldbeutel gegen Schwarzgeld und Schmuck aus einem alten Skateboard – mit diesen und weiteren Ideen traten auch Studierende der FAU beim 5-Euro-Business-Wettbewerb im Wintersemester 2018/19 an und präsentierten bei der Abschlussveranstaltung im Februar ihre Produkte. Besonders überzeugte dabei das Team „CYCLE-Senkel“ die Jury mit ihrer Idee, aus alten Fahrradschläuchen wiederverwertbare Schnürsenkel herzustellen, und landete auf dem ersten Platz.

Ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität

Aus alt mach neu, so lautete auch das Motto der FAU-Studierenden Anna Vandebosch, Kristin Schnepf, Steffen Leimbach, Jonas Köhler und Tobias Peggau, die mit ihrer Geschäftsidee ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen. „Cycle-Senkel“ ist der Name ihres Produkts – Schnürsenkel, die aus Fahrradschläuchen hergestellt sind. Acht Wochen hatten sie Zeit, die ausgefallenen Schnürsenkel mit einem Startkapital von nur fünf Euro auf den Markt zu bringen. „Uns allen ist das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig und wir wollten dazu unbedingt etwas beitragen. Da Erlangen ohnehin als Fahrradstadt bekannt ist, dachten wir daran, unbrauchbare Fahrradschläuche sinnvoll wiederzuverwerten“, erklärt Anna Vandebosch. Nachdem die Studierenden – darunter Studierende aus den Fächern Integrated Life Sciences, Advanced Materials and Processes, Kulturgeographie und Maschinenbau – ihre Idee ausgetüftelt haben und der Prototyp feststand, erstellten sie die ersten Schnürsenkel: „Wir haben uns gebrauchte Fahrradschläuche besorgt und sie eigenhändig zu Schnürsenkel zugeschnitten“, berichtet Steffen Leimbach. Über Instagram und Facebook schaltete das Team Werbung für ihre Webseite sowie für den Online-Verkaufsshop. „Die meisten Schnürsenkel haben wir aber persönlich an unseren Ständen verkauft“, erzählt Tobias Peggau. Die selbstangefertigte Werbetafel aus Holz sowie das Verkaufsmobile – eine Fahrradfelge, an der die Schnürsenkel hingen – waren dabei ein echter Hingucker. „Es hat uns immer wieder überrascht, wie begeistert die Leute von unserem Einfall waren“, freut sich Kristin Schnepf. „Wir sind immer noch überwältigt davon, dass wir den Wettbewerb tatsächlich gewonnen haben. Wir werden uns auf jeden Fall über eine Unternehmensgründung Gedanken machen“, berichtet Jonas Köhler.

Die Ideen der Studierenden auf einen Blick:

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