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Vortrag: „Prophetenmedizin“ im Islam

Leerer Hörsaal
Symbolbild: Colourbox.de

Mit Prof. Dr. Hartmut Bobzin

Was ist genau mit Prophetenmedizin gemeint? Welche Rolle hat sie gespielt oder spielt sie noch immer? In seinem Vortrag „Zur Bedeutung der sogenannten ‚Prophetenmedizin‘ in der islamischen Welt“ geht Prof. Dr. Hartmut Bobzin am Montag, 17. Juni, um 18.15 Uhr, im Kollegienhaus der FAU diesen und mehr Fragen auf den Grund.

Die Medizingeschichte in den islamischen Ländern – damit verbinden Menschen gewöhnlich Namen, die auch in Europa bekannt sind, wie zum Beispiel Avicenna, Rhazes oder Averroes. Demgegenüber steht die Prophetenmedizin, mit der alles gemeint ist, was der islamische Prophet Mohammad (um 670 – 732) und ihm nahestehende Personen im Laufe der Geschichte über Medizin gelehrt haben. Altes medizinisches Erfahrungswissen, Aberglaube und Amulettzauber werden hierbei religiös legitimiert und gleichsam in den Rang einer Wissenschaft erhoben. Prof. Dr. Bobzin setzt sich in seinem Vortrag mit den Unterschieden, aber auch mit dem Verhältnis der beiden Medizinformen auseinander.

Prof. Dr. Hartmut Bobzin studierte Evangelische Theologie, Vergleichende Religionswissenschaften, Indologie und Semitistik an der Universität Marburg und war als DAAD-Stipendiat in Damaskus. Er habilitierte sich zum Thema „Der Koran im Zeitalter der Reformation“. Von 1992 bis 2014 war er Professor für Semitistik und Islamwissenschaften an der FAU; seit 2003 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Wann und wo?

17. Juni, 18.15 Uhr, HS 1.011, Kollegienhaus der Universität, Universitätsstraße 15, Erlangen

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Karl-Heinz Leven
Tel.: 09131/85-22094
karl-heinz.leven@fau.de

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