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Virtual Reality, Müsliriegel und Schnelltests für Rheuma

Beschäftigte in weißer Bluse steht vor einem riesen-großen Gemälde, auf dem das Gesicht einer Frau zu sehen ist.
Sandra Jeleazcov vom Lehrstuhl für Innere Medizin III vor ihrem Lieblingsbild in der Uniklinik (Bild: FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

Die Lange Nacht der Wissenschaften bietet ein vielseitiges Programm

Müsliriegel, die entzündungshemmend wirken, ein Knochen, in den man hineingehen kann und ein Spiel, in dem Krankheiten bekämpft werden – damit lockt die Medizinische Fakultät der FAU auf der Langen Nacht der Wissenschaften am 19. Oktober die Besucherinnen und Besucher. Was die Kolleginnen und Kollegen noch alles geplant haben, erzählt Sandra Jeleazcov vom Lehrstuhl für Innere Medizin III.

Ein Knochen von innen

Wir forschen vor allem an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die zum Beispiel Beschwerden in Gelenken und Knochen mit sich bringen. Die Allgemeinheit weiß nicht, wie sich gesunde Knochen und Gelenke von beschädigten unterscheiden. Deswegen haben wir eine Software mit integrierten CT-Aufnahmen entwickelt, mit der man in das Körperinnere sehen kann. In einer Virtual-Reality-Welt können die Besucherinnen und Besucher sich dann Gelenke und Knochenstrukturen ganz genau ansehen und dabei auch kleine Details heranzoomen – als befände man sich im Inneren eines Knochens. Wir sind gerade dabei dieses Konzept mit der Pharmaindustrie weiter zu entwickeln, damit Medizinerinnen und Mediziner ihren Patientinnen und Patienten besser veranschaulichen können, wo das Gelenk zum Beispiel geschädigt ist. In der Lehre setzen wie dieses Konzept bereits ein. Die Studierenden erfahren dadurch ein ganz anderes Lernerlebnis, als wenn sie vor einem Stapel Bücher sitzen.

Der Krankheit vorbeugen

Auf der Langen Nacht der Wissenschaften bieten wir Schnelltests an, durch die die Besucherinnen und Besucher erfahren, ob in ihrem Blut spezielle Autoantikörper sind, die möglicherweise entzündlich-rheumatische Krankheiten wie Rheuma oder Psoriasis Arthritis auslösen können. Diese Antigene sind in der Regel schon viele Jahre vor der Krankheit nachzuweisen. Aber keine Panik – der Test ist kein Garant dafür, dass die Entzündungen überhaupt jemals auftreten werden. Es gilt lediglich, die Autoantigene – falls vorhanden – im Auge zu behalten und im Falle einer Krankheitsaktivität frühzeitige Maßnahmen zu ergreifen, damit die Gelenke und Knochen gar nicht erst beschädigt werden.

Krankheiten bekämpfen – im Spiel oder mit Müsliriegel

Auch für Kinder haben wir auf der der Langen Nacht der Wissenschaften etwas im Programm. Sie können zum Beispiel unser selbstentwickeltes Lernspiel „Inflammania“ ausprobieren. Auf eine spielerische, aber doch informative Art lernen sie darin etwas über die Symptome von Asthma, Morbus Crohn, Gicht oder Rheuma und erfahren wie sie diese mit dem eigenen Immunsystem oder mit Medikamenten gezielt bekämpfen können. Auf www.inflammania.de können alle spielen oder sich die App kostenlos runterladen und nutzen. Außerdem gibt es noch leckere Müsliriegel, die wir gemeinsam mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie in Kooperation mit einer Bäckerei entwickelt haben. Diese beinhalten viele Ballaststoffe mit hochwertigen Eiweißen und gesunden Ölen, die Entzündungsreaktionen minimieren. Natürlich wirken sie nicht nach nur einem Mal nehmen, aber wir möchten dem Publikum zeigen, wie vielseitig wir forschen und womit wir uns beschäftigen. Ich freue mich schon sehr, wenn uns die Besucherinnen und Besucher auf der Langen Nacht der Wissenschaften Fragen stellen und wir miteinander ins Gespräch kommen.

Neugierig geworden? Dann probieren Sie doch bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 19. Oktober einen Müsliriegel oder schauen sich einen Knochen mal von innen an.

Wann: am 19. Oktober von 18 bis 1 Uhr
Wo: Lehrstuhl für Innere Medizin III, Ulmenweg 18 in Erlangen im Foyer des Internistischen Zentrums


Schauen Sie auch, was die Kolleginnen und Kollegen aus der Technischen Fakultät geplant haben.

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