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Starthilfe für Start-ups

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Mit der FAU Sandbox startet 2019 ein für Studierende maßgeschneidertes Programm, um die Gründung eigener Start-ups zu fördern

Seit dem Sommersemester 2019 bietet die FAU Sandbox Studierenden jeweils 2000 Euro Starthilfe zur Gründung eines eigenen Start-ups. Für die erste Runde des Förderprojekts, die von Juli bis Oktober läuft, stehen insgesamt 20.000 Euro bereit. Neben einer Finanzspritze erhalten Studierende, die erste Schritte in Richtung Selbstständigkeit wagen wollen, auch fachliche Unterstützung.

Die Idee dazu entstand während eines Forschungsaufenthalts Prof. Dr. Björn Eskofiers, Lehrstuhl für Maschinelles Lernen und Datenanalytik, am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Dort gibt es seit Jahren ein ähnliches Programm, mit dem studentischer Gründergeist sehr erfolgreich gefördert wird. Nachdem FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger seine Unterstützung zugesagt hatte, konnte es in diesem Semester mit einem FAU-eigenen Programm losgehen.

Gründung leicht gemacht

Studierende zögern jedoch häufig, ihre vielversprechenden Einfälle in die Tat umzusetzen. Warum? „Meist kommt es nicht zur Initialzündung, weil die Hürden als zu hoch empfunden werden“, weiß Melanie Viebahn, die am Zentralinstitut für Medizintechnik beschäftigt ist und seit Kurzem dem Team angehört, das die FAU Sandbox betreut. Sich neben dem Studium mit einer aufwändigen Unternehmensgründung zu beschäftigen, schrecke viele ab.

Zwar gebe es verschiedene staatliche und private Fördermöglichkeiten, doch diese seien nicht auf Studierende zugeschnitten.„Mit der FAU Sandbox wollen wir diese Barrieren einreißen. Die Bewerbung für das Programm erfolgt daher ganz unbürokratisch mit einem kurzen Pitch“, erklärt Melanie Viebahn. „Wir verlangen dafür keinen Businessplan, der bereits bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist. Vielmehr interessiert uns: Für welches Problem bieten die Bewerber eine Lösung und welche Gedanken haben sie sich schon über deren Vermarktung gemacht?“ Ein grober Plan für die nächsten zwei Monate sei außerdem von Vorteil. „Das Geld aus der Sandbox kann beispielsweise in den Aufbau einer Website investiert werden“, führt Melanie Viebahn aus und betont: „Allerdings ist die Sandbox nicht auf die Förderung von Gründungsvorhaben beschränkt, die etwas mit Online-Plattformen oder IT zu tun haben. Studierende aller Fachbereiche sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben.“

Was die FAU Sandbox außerdem von anderen Arten der Start-up-Förderung unterscheidet: sämtliche Rechte an den entwickelten Produkten verbleiben bei den Gründern. Anders als manche aus dem Fernsehen bekannte Business Angels gehe es laut Melanie Viebahn nicht darum, sich im Erfolgsfall eine Gewinnbeteiligung zu sichern.

Gründer-Know-how als Plus

Vom gemeinsamen Auftakttreffen über gezielte Seminare, etwa im Tech-Incubator Zollhof in Nürnberg, bis hin zu ausgesuchten Lehrveranstaltungen zum Thema Entrepreneurship an der Universität: Zusätzlich zur Anschubfinanzierung erhalten Sandbox-Teilnehmer auch die Möglichkeit, wichtige Grundlagen für erfolgreiches Gründen zu erwerben und andere Gründer und erfahrene Geschäftsleute kennenzulernen.

„Wir sind sehr gespannt auf den ersten Durchgang des Projekts und hoffen, dass die Teilnehmer von Partnerschaften über die Grenzen der Universität hinaus profitieren“, sagt Melanie Viebahn. „Deshalb sind wir auch stets auf der Suche nach potenziellen Mentoren und Sponsoren, die unsere Studierenden-Start-ups unter ihre Fittiche nehmen möchten.“

Abschlusspitch

Die erste Runde der FAU-Sandbox ist mittlerweile abgeschlossen. In einem Abschlusspitch hatte nochmal jedes Team fünf Minuten Zeit, die eigene Geschäftsidee inklusive der innerhalb der Sandbox erreichten Fortschritte vorzustellen. Auch in den nächsten Sommersemesterferien soll die Sandbox wieder stattfinden. Aktuell werden noch Sponsoren gesucht, die die Finanzierung sicherstellen. Der Bewerbungsschluss wird voraussichtlich wieder Mitte Juli sein.

Einen Einblick in den Abschlusspitch gibt es in der Bildergalerie. Hier stellen wir die Teams mit ihren Start-ups vor.


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