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Wirtschaft und Nachhaltigkeit Hand in Hand

Eine Frau mit langen blonden Haaren sitzt auf einer schwarzen Ledercouch und blickt in die Kamera. Der Hintergrund wirkt warm orange.
Paula Schwarz (FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

Einblicke in den FAU-Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management

Egal ob soziale Standards in der Lieferkette oder Maßnahmen im Umweltschutz – Unternehmen werden mehr denn je zur sozialen und ökologischen Verantwortung gezogen. Am FAU-Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management setzen sich Studierende des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – kurz WiSo – mit unternehmerischem Nachhaltigkeitsmanagement, Corporate Social Responsibility sowie Wirtschafts- und Unternehmensethik auseinander.

Das notwendige Know-how und ein kritischer Blick

Paula Schwarz wollte schon immer etwas studieren, das über die reine BWL hinausgeht. Deswegen entschied sich die FAU-Studentin für den Master in Development Economics and International Studies – ein Studiengang, der neben der wirtschaftlichen Komponente auch ökologische und soziale Aspekte vermittelt. „Die Wirtschaft darf nicht mehr nur rein gewinnorientiert handeln. Sie muss sich auch an umweltschonende und menschenwürdige Standards halten“, sagt sie. Um ökonomisches Wissen mit nachhaltigem Handeln zu ergänzen, können Studierende der WiSo am Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management Seminare wie „Business Ethics and Corporate Social Responsibility“ oder „Advanced Sustainability Management and Corporate Functions“ belegen, in denen sie Konzepte einer nachhaltigen Unternehmenskultur kennenlernen. „Inzwischen setzen sich immer mehr Firmen für die Umwelt ein“, berichtet Paula Schwarz. Dass damit die Gefahr des Greenwashings einhergeht und sich Unternehmen lediglich mit dem grünen Image brüsten, ist ihr bewusst. Deswegen lernen die Studierenden ökologische und soziale Unternehmensstandards zu überprüfen, zu hinterfragen und zu bewerten – eine Kompetenz, die einen kritischen Blick auf das nachhaltige Handeln von Unternehmen ermöglicht. „Wir setzen uns zum Beispiel mit nachhaltiger Rohstoffbeschaffung auseinander und erfahren, wie sich diese von den konventionellen Methoden unterscheidet“, erzählt Paula Schwarz.

Dass Wirtschaft und Nachhaltigkeit auch Hand in Hand gehen können, zeigt die Studentin in ihrer Master-Arbeit: „Ich habe Interviews mit Start-ups aus verschiedenen Ländern geführt, die Schokolade in Afrika herstellen möchten“, sagt sie. „70 Prozent der Kakaobohnen stammen aus Afrika, die Produktion findet bisher jedoch überwiegend in europäischen Ländern statt. Die Industrie in die Entwicklungsländer zu verlagern, ist eine gute Möglichkeit, Arbeitsplätze zu schaffen und Armut zu verringern.“ Ihr Thema hat sich die Studentin selbst ausgewählt: „Das ist das Schöne am Lehrstuhl – man kann sich mit Inhalten beschäftigen, die einem wichtig sind und wird dabei sehr gut unterstützt“, spricht sie aus Erfahrung. Wo Paula Schwarz nach ihrem Studium arbeiten möchte, weiß sie noch nicht – eines steht jedoch fest: „Ich möchte auf jeden Fall etwas im Bereich Nachhaltigkeit oder Entwicklungshilfe machen. Deshalb beginne ich jetzt erst einmal ein Praktikum bei der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit.“ Generell stehen Studierenden des Lehrstuhls für Corporate Sustainability Management – neben Berufen in Unternehmen – auch Jobmöglichkeiten in NGOs oder Forschungseinrichtungen offen.

Neugierig geworden?

Dann schauen Sie sich doch im Video an, was der Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management sonst noch zu bieten hat.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Lehrstuhls.

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