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In Zeiten von Corona unterwegs an der Uni

Ein Arbeitsplatz mit vier Bildschirmen und einem Laptop.
Gewappnet mit Desinfektionsspray und Handschuhen zeichnen die Kolleginnen und Kollegen des Multimedia-Teams Vorlesungen und Seminare auf...(Bild: FAU/Michael Gräve)

FAU-Beschäftigte berichten über die Arbeit vor Ort

Aufgrund der Corona-Pandemie heißt es für viele Beschäftigte: Telearbeit und Homeoffice. Doch es gibt auch Arbeiten, die sich nicht von zu Hause erledigen lassen, aber trotzdem ausgeführt werden müssen, um den Betrieb an der FAU aufrecht zu erhalten. Deshalb müssen einige Kolleginnen und Kollegen – natürlich unter Einhaltung der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen – dennoch an die Uni. Wie das Leben an der FAU gerade aussieht und welche Aufgaben anstehen, erzählen vier FAU-Beschäftigte.

Im Vordergrund ein Stativ mit einer Kamera; im Hintergrund: ein Mann der am Arbeitsplatz sitzt. Der Hintergrund ist blau.

…schließlich beginnt am 20. April wieder die Uni. „Und bis dahin müssen noch etliche Veranstaltungen digitalisiert werden“, wie Michael Gräve, Leiter des Multimedia-Teams, weiß. (Bild: FAU/Santtu Weniger)

Michael Gräve vom Multimediazentrum

Michael Gräve ist Mitarbeiter des Multimedia-Teams des Regionalen Rechenzentrums Erlangen (RRZE), das in diesen Zeiten besonders viel zu tun hat. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen erstellt er Online-Vorlesungen sowie Online-Seminare, richtet Video-Konferenzen ein oder steht als Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Multimedia zur Verfügung.

„Die Uni steht ja nicht still und das Sommersemester beginnt ab dem 20. April“, sagt er. Deswegen nimmt er auch jetzt schon gemeinsam mit seinem Team Vorlesungen von Dozentinnen und Dozenten auf, die den Studierenden dann im Video-Portal der FAU zur Verfügung stehen. „Wir erhalten derzeit zahlreiche Anfragen von Lehrstühlen, die Vorträge oder Seminare aufgezeichnet haben möchten – so viel Ansturm hatten wir bisher noch nie“, erzählt er. Auch bei FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger hält sich das Kamera-Team des Multimediazentrums regelmäßig auf, um die Präsidenten-Talks aufzuzeichnen. Doch nicht nur der plötzliche Arbeitsanstieg ist ungewohnt: „Generell ist es seltsam, wenn man hier vor Ort arbeitet. Es fühlt sich alles anders an und die Gänge sind quasi leer“, sagt er. Etwas Positives hat die ganze Sache aber doch: „Man bekommt immer einen Parkplatz“, lacht Michael Gräve.

Verena Swienty von der Pharmazeutischen Biologie

Eine Frau, die in einem Gewächshaus voller Pflanzen steht und in die Kamera lächelt.

Auch die Pflanzen an der FAU müssen weiterhin versorgt werden. Deswegen kümmert sich Lehrstuhlsekretärin Verena Swienty regelmäßig um die Pflanzen im Gewächshaus der Pharmazeutischen Biologie. (Bild: R. Swienty)

Auch Verena Swienty, Lehrstuhlsekretärin der Pharmazeutischen Biologie, ist noch an der Uni anzutreffen. Als Gewächshausbeauftragte muss sie sich um die Pflanzen kümmern – mit nach Hause nehmen kann sie diese schließlich nicht. „Wir haben hier viele verschiedene Pflanzen, die alle unterschiedliche Bedürfnisse haben“, sagt sie. „Außerdem muss auch immer jemand die Einstellungen der Klima-Kammer überprüfen. Denn hier werden neue Pflanzen angezogen, die nur zu bestimmten Zeiten belichtet werden dürfen und besonders viel Pflege benötigen“, erklärt die gelernte Gärtnerin. Dabei sprechen sich die Beschäftigten ganz genau ab, wer sich zu welcher Zeit im Gewächshaus aufhält. „Ansonsten hat sich für mich persönlich hier nicht viel geändert. Es laufen einem lediglich viel weniger Menschen als üblich über den Weg“, berichtet Verena Swienty.

Eva Düll vom Lehrstuhl für Biochemie

Eine Frau, die in weißem Kittel im Labor sitzt und in die Kamera lächelt.

Eva Düll vom Lehrstuhl für Biochemie versorgt ebenfalls die Pflanzen. „Wir kultivieren Maniok-Pflanzen, mit deren Hilfe der Hunger in Afrika bekämpft werden kann.“ (Bild: FAU/Uwe Sonnewald)

Eva Düll, technische Assistentin am Lehrstuhl für Biochemie, kümmert sich ebenfalls um die Pflanzen. „Im Rahmen eines Großprojekts kultivieren wir Maniok-Pflanzen“, erzählt sie. „Das ist eine besondere Pflanzenart, die in Afrika als Grundnahrungsmittel gilt und mit deren Hilfe der Hunger vor Ort bekämpft werden soll“, ergänzt sie. Dabei versuchen die Forscherinnen und Forscher die Genetik dieser Pflanze so zu verändern, dass ihr Ertrag steigt. „Deswegen ist die Versorgung der Maniok-Pflanzen für uns besonders wichtig“, betont sie. Damit auch Eva Düll sowie ihre Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Forschungsarbeit ausreichend geschützt sind, gelten auch in der Biochemie besondere Sicherheitsregelungen: „Wir wechseln uns mit der Arbeit vor Ort immer ab. Denn es darf sich immer nur eine Person im Labor aufhalten und auch außerhalb der Räumlichkeiten achten wir auf den notwendigen Sicherheitsabstand“, sagt sie. Dabei gefällt es ihr, ihre vier Wände zu Hause auch mal verlassen zu können und an die Uni zu kommen: „Es bringt zumindest ein wenig Normalität in den Alltag, wenn man ab und zu noch an der Uni arbeiten kann.“

Marc Wendler vom IZH

Ein Selfie von einem Mann in schwarzem T-Shirt.

Marc Wendler vom IZH sorgt dafür, dass seine Kolleginnen und Kollegen auch weiterhin im Homeoffice arbeiten können. (Bild: FAU/Marc Wendler)

Marc Wendler arbeitet am IT-Betreuungszentrum Halbmondstraße (IZH) und kümmert sich unter anderem darum, dass die Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice arbeiten können. „Auch wir versuchen unsere Aufgaben von zu Hause aus zu erledigen. Manchmal kommen wir jedoch nicht drum herum, doch in der Uni zu arbeiten“, sagt er. Zum Beispiel wenn er Kolleginnen und Kollegen einen Dienst-Laptop übergibt. „Viele haben auf ihrem Computer zu Hause ein altes Betriebssystem, womit Homeoffice aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist. Deswegen werden je nach Dringlichkeit Beschäftigte aus der Verwaltung mit Dienst-Laptops ausgestattet.“ Zuvor müssen diese noch mit der aktuellen Software und mit unterschiedlichen Programmen installiert werden. Danach muss noch überprüft werden, ob Internetbrowser und VPN-Server funktionieren. „Das alles kann schon mal mehrere Stunden dauern“, ergänzt der Mitarbeiter. Dabei ist die Nachfrage an Dienst-Laptops gerade immens: „In den vergangenen drei Wochen haben wir so viele Anfragen erhalten wie im gesamten letzten Jahr.“ Doch müssen sich Beschäftigte, die noch nicht mit eigenem Laptop ausgestattet sind, noch etwas gedulden. „Vor allem Laptops sind momentan nur schwer zu bekommen. Eine weitere Fuhre kommt wahrscheinlich in zwei Wochen. Dann machen wir die nächsten Kolleginnen und Kollegen wieder fit für den Einsatz im Homeoffice“, verspricht Marc Wendler.


Dennoch gilt: Auch wenn manche Kolleginnen und Kollegen vor Ort arbeiten müssen, machen Sie bitte – wo immer möglich – Gebrauch von Homeoffice und Telearbeit und sprechen Sie sich dazu mit Ihrer Vorgesetzten oder ihrem Vorgesetzten ab.

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