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Studierenden-Teams für ihren Umwelteinsatz ausgezeichnet

1. Platz: Ökoref: Fee Breunig (l., Jurymitglied) und Janina Baumbauer (r., Stadt Erlangen) mit Studierenden des Referats für Ökologie und Nachhaltigkeit der Studierendenvertretung. (Bild: Janina Baumbauer, Stadt Erlangen)

Erster und zweiter Platz sowie ein Zukunftspreis des Erlanger Umweltpreises gehen an FAU-Studierende

Gleich drei Studierenden-Teams der FAU sind von der Stadt Erlangen und den Stadtwerken Erlangen für ihr Engagement in Sachen Umwelt und Klima ausgezeichnet worden. Mit dem ersten Platz beim Erlanger Umweltpreis wird ein umfangreiches Klimaschutzkonzept geehrt, an dem mehr als zehn Hochschulgruppen mitgearbeitet hatten und das vielfältige Ideen für einen besseren Klimaschutz an der Universität beinhaltet. Auch der zweite Platz sowie einer der vier Zukunftspreise gehen an Studierendeninitiativen.

Klimaschutzkonzept gewinnt ersten Preis

In der Siegerlaudatio heißt es zum Klimaschutzkonzept der Studierenden: „Die Vorgehensweise der Studierendenschaft, bei der Entwicklung eines Klimaschutz- und Nachhaltigkeitskonzepts disziplinäres Denken kreativ und sinnvoll zu überschreiten und darüber hinaus bei der Ringvorlesung ‚FAU against CO2‘ die nicht-universitäre Öffentlichkeit in Theorie und Praxis einzubeziehen, haben Vorbildcharakter. Für seinen Bottom Up-Ansatz, die unermüdliche Motivation, das außergewöhnliche persönliche Engagement und die professionelle Effizienz bei gleichzeitig transparenten Arbeitsprozessen erhält das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit (ÖkoRef) zusammen mit dem AK Klimaschutz der Studierendenvertretung der Universität Erlangen-Nürnberg den 1. Platz.“

Unter der Koordination des Referats für Ökologie und Nachhaltigkeit der Studierendenvertretung (Stuve) schrieb eine Gruppe von mehr als 20 Personen ein 20-seitiges Klimaschutz- und Nachhaltigkeitskonzept für die FAU. Das Konzept wurde Ende November vergangenen Jahres an die Universitätsleitung überreicht und wird mittlerweile von 43 studentischen Initiativen und Hochschulgruppen unterstützt. Die sechs enthaltenen Themengebiete sind: Universitätsleitung und Verwaltung, Lehre und Forschung, Infrastruktur, Bewirtschaftung, Mobilität sowie Feste und Veranstaltungen. Zu jedem Themenbereich ermittelten die Studierenden zunächst umfangreich die jeweiligen Aufgabenstellungen, entwickelten Lösungen und fanden Vorbilder.

Das Konzept beinhaltet weitreichende Vorschläge wie etwa eine starke Förderung des Radverkehrs an der Universität, die Umstellung auf eine möglichst autonome, erneuerbare Energieversorgung bei Strom und Wärme, die Steigerung der Energieeffizienz, die Einrichtung eines „Green Office“, oder auch die Umgestaltung des Schlossgartenfests, um für dieses bis zum Jahr 2025 Klimaneutralität zu erreichen. Erste Vorschläge sind mittlerweile bereits umgesetzt worden: So hat das Green Office im April seine Arbeit aufgenommen und bringt entlang seiner Handlungsfelder Governance, Betrieb, Campusmanagement, Lehre und Forschung sowie Transfer verschiedene Seiten regelmäßig zu Ideenrunden zusammen. Aktuelle Projekte sind die Fortsetzung der erfolgreichen Ringvorlesung „FAU against CO2“, der Climathon Erlangen oder ein Ideenwettbewerb „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) für Studierende. Auch ein Klimafonds wurde eingerichtet, der die Kompensation von dienstlichen Reisen ermöglicht. Zudem ist die FAU Ausrichter der Auftaktveranstaltung der bayerischen nachhaltigen Hochschultage vom16. bis 20. November, die von der bayerischen Studierendenvertretung organisiert werden.

„Die Präsentation des Konzepts bei der Universitätsleitung hat eine nachhaltige Diskussion angestoßen. Die Ideen werden nun mit beachtenswerter Geschwindigkeit umgesetzt“, lobt die Laudatio abschließend.

Smart City Greens: Projekt zu einer intelligenten Baumbewässerung

2. Platz: Smart City Greens: v.l.: Fee Breunig (Jurymitglied), Martin Knöfel (Team Smart City Greens), Janina Baumbauer (Stadt Erlangen)

2. Platz: Smart City Greens: v.l.: Fee Breunig (Jurymitglied), Martin Knöfel (Team Smart City Greens), Janina Baumbauer (Stadt Erlangen) (Bild: Janina Baumbauer, Stadt Erlangen)

Mit dem zweiten Preis wird „Smart City Greens“ für ihr Projekt zu einer intelligenten Baumbewässerung ausgezeichnet. Studierende aus verschiedenen Fachgebieten der Technischen Fakultät haben einen neuartigen Sensor zur Messung der Bodenfeuchte in Baumscheiben entwickelt, der als geeignete Strategie zur Klimaanpassung bereits jetzt vom Betrieb für Stadtgrün der Stadt Erlangen getestet wird. Entstanden ist die Idee im Rahmen des Innovation Lab for Wearable and Ubiquitous Computing am Lehrstuhl für Maschinelles Lernen und Datenanalytik.

TechFak-Garten

Zukunftspreis: TechFak-Garten: v.l. Janina Baumbauer (Stadt Erlangen), Simon Rauch (Team TechFak-Garten)

Zukunftspreis: TechFak-Garten: v.l. Janina Baumbauer (Stadt Erlangen), Simon Rauch (Team TechFak-Garten) (Bild: Janina Baumbauer, Stadt Erlangen)

Mit einem Zukunftspreis wird der „TechFak-Garten“ am Südgelände der FAU geehrt – eine Initiative der Studierenden auf dem Weg zur essbaren Stadt, wie es von Seiten der Stadt heißt. Mittlerweile engagieren sich sowohl Studierende als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Projekt. Sie pflanzen unter anderem Paprika, Tomaten und Grünkohl, Himbeeren und Melonen sowie Hopfen an. Das notwendige Equipment wie Gartenwerkzeug, Wasserschläuche, Kompost, Saatgut und Blumen stellt der Botanische Garten Erlangen der FAU zur Verfügung.

Über den Umweltpreis der Stadt Erlangen

Der Erlanger Umweltpreis wird von der Stadt Erlangen gemeinsam mit den Erlanger Stadtwerken verliehen. Er soll die Auseinandersetzung mit der Umwelt, die Wertschätzung von Natur und das Wissen über ökologische Zusammenhänge fördern. Eigeninitiative und Gestaltungskompetenz können dabei entwickelt werden, und die Gemeinschaft profitiert von der Innovationsfähigkeit und Kreativität junger Menschen. Gesellschaftliche Herausforderungen können so durch aktive Teilhabe angegangen werden. In diesem Jahr gibt es drei Hauptpreise und vier Zukunftspreise, der erste Platz ist mit 2500 Euro dotiert.

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