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FAU erhält Henriette Herz-Preis für Recruitingprogramm FAUattract

Wissenschaftlerin im Labor mit Pipette
Die FAU hat ein System entwickelt, mit dem exzellente Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland identifiziert und angeworben werden. Dafür wurde die Universität mit dem Henriette Herz-Preis ausgezeichnet. (Bild: Uwe Niklas)

Die besten Talente weltweit finden und anwerben

Die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland an die eigene Universität holen – welche Einrichtung möchte das nicht? Die Herausforderung: Geeignete exzellente Kandidatinnen und Kandidaten zu identifizieren – und sie von den eigenen Qualitäten zu überzeugen. Die FAU hat mit FAUattract ein System entwickelt, das einen Lösungsansatz für genau diese beiden Fragen bietet. Für das Konzept hat die Alexander von Humboldt-Stiftung die Universität nun mit dem Henriette Herz-Preis in Höhe von 125.000 Euro ausgezeichnet.

Mit Hilfe eines softwaregestützten Screening-Prozesses, zu dem unter anderem die Entwicklung eines ausgefeilten Webcrawling-Algorithmus gehört, sollen diejenigen Talente weltweit identifiziert werden, die nicht nur exzellent forschen, sondern von ihrem Profil her perfekt zu den Forschungsschwerpunkten der FAU passen. In einem Vier-Phasen-System spricht die FAU diese Forscherinnen und Forscher gezielt und persönlich an, schnürt ihnen attraktive und exakt auf ihr Profil zugeschnittene Job-Pakete und macht ihnen einen Wechsel an die FAU so komfortabel wie möglich. Dabei lässt sich das System auch an die Anforderungen jeder anderen Hochschule anpassen und hilft so der deutschen Forschungslandschaft insgesamt.

„FAUattract könnte so zu einem Best-Practice-Beispiel für einen ausgefeilten und professionellen Recruitingprozess von internationalem Forschernachwuchs werden“, beschreibt Projektleiterin Dr. Stefanie Herberger. In der Screening-Phase setzt die FAU auf bereits vorhandene und etablierte digitale Tools, durch die ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als „Scouts“ auch direkt in den Recruitingprozess mit einbezogen werden. Der Clou ist darüber hinaus ein Webcrawling-Algorithmus, den die FAU als innovatives Screening-Werkzeug entwickeln will. Dabei profitiert die Universität ganz besonders von ihrer weltenweiten Spitzenforschung im Bereich künstliche Intelligenz und Big Data.

In der darauffolgenden Profiling-Phase erarbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Verwaltung an der FAU gemeinsam ein maßgeschneidertes Angebot für jeden einzelnen Kandidaten oder jede einzelne Kandidatin, die der Screening-Prozess ausfindig gemacht hat.

In der dritten Phase – der Negotiation-Phase – sprechen Fachvertreterinnen und Fachvertreter aus der jeweiligen Fakultät im Tandem mit der Universitätsleitung die Wunschkandidatinnen und -kandidaten direkt an, arrangieren persönliche Treffen, sei es am gegenwärtigen Standort der Person oder an der FAU im Rahmen eines Besuchsprogramms.

Erwägt die Kandidatin oder der Kandidat einen Wechsel an die FAU, schließt sich die Accompaniment-Phase an, in der die Person in einem strukturierten On-boarding-Prozess bei den ersten Schritten im neuen Umfeld begleitet wird.

Von dem Programm FAUattract profitiert nicht nur die FAU selbst, sondern mittelfristig der gesamte Forschungsstandort Deutschland, meint Prof. Dr. Friedrich Paulsen, Vizepräsident People an der FAU: „Selbstverständlich haben und hatten wir bei der Konzeption von FAUattract zunächst die Belange unserer FAU im Blick – schließlich ist die Suche nach den besten Köpfe für uns gerade jetzt hochaktuell, wo wir im Kontext der bayerischen Hightech Agenda ganz besonders viele attraktive Forschungspositionen zu besetzen haben. Gleichzeitig aber ist FAUattract vor allem auf langfristige Erfolge hin ausgerichtet: Es ist dazu angedacht, in der deutschen Wissenschaftslandschaft, in der die Rahmenbedingungen so gut sind wie kaum anderswo auf der Welt, eine professionelle internationale Recruiting-Kultur zu etablieren. Wir freuen uns, dass die Alexander von Humboldt-Stiftung mit der Vergabe des Henriette Herz-Preises für FAUattract diese Idee würdigt, die weit über den Horizont der eigenen Universität hinausgeht.“

Weitere Informationen

Dr. Stefanie Herberger
Unterstützung Wissenschaftlicher Nachwuchs
Tel.: 09131/85-20723
stefanie.herberger@fau.de

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