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Zwei Proteine sind mitverantwortlich für Parkinson

Medikamente
Bild: Colourbox.de

FAU-Forschende untersuchen Protein-Struktur und deren Einfluss auf die Krankheit

Zwei Proteine sind maßgeblich an der Entstehung der Parkinson-Krankheit beteiligt. Welche Struktur sie haben, wie sie miteinander interagieren und welchen Einfluss sie auf die Krankheit haben, untersuchen Prof. Dr. Friederike Zunke und PD Dr. Philipp Arnold von der FAU. Das Forschungsprojekt wird von der Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research (MJFF) mit 149.500 US-Dollar für ein Jahr gefördert.

Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems und gilt bislang als unheilbar. Aktuell leiden mehr als 300.000 Deutsche an Parkinson, die Ursache der Erkrankung ist bei vielen Patientinnen und Patienten unbekannt. Allerdings können bestimmte Risikogene mit einer Parkinsonerkrankung verknüpft werden. Von zwei dieser Risikogene untersucht Prof. Dr. Friederike Zunke, Juniorprofessorin für translationale Neurowissenschaften an der FAU, zusammen mit PD Dr. Philipp Arnold vom Institut für Anatomie der FAU die Proteinstruktur.

Zwei Proteine – Beta-Gluccocerebrosidase (GCase) und LIMP-2 – arbeiten in der Zelle zusammen: Sie treffen sich, gehen eine Verbindung ein und wandern zum Lysosom, das sich um die Entfernung von Zellabfällen kümmert. Ein teilweiser Ausfall von GCase ist bei rund fünf bis 15 Prozent der Parkinson-Erkrankten für den Ausbruch der Krankheit mitverantwortlich. Wie die beiden Proteine interagieren, will das Forschungsteam bestimmen, indem es den Komplex der beiden Proteine künstlich herstellt. Die Ergebnisse können möglicherweise pharmakologisch genutzt werden.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Friederike Zunke
Tel.: 09131/85-34492
friederike.zunke@fau.de

PD Dr. Philipp Arnold, Institut für Anatomie
Tel.: 09131/85-22830
philipp.arnold@fau.de

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