Ringvorlesung “(FA)U against CO2 – make the planet green again“

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Im Sommersemester 2021 sind internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht verschiedenen Ländern zu Gast in der Ringvorlesung der Stuve. (Foto: colourbox.de verändert durch FAU)

Klimaschutz als Schlüsselkompetenz

Klimaschutz ist interdisziplinär und global – genau das soll die Ringvorlesung „(FA)U against CO2– make the planet green again“ im Sommersemester 2021 zeigen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht verschiedenen Ländern nähern sich Klimaschutzfragen aus den Blickwinkeln von Ethik, Geographie, Physik, Erziehungs-, Wirtschafts- oder Rechtswissenschaft. Welche Rolle spielt Bildung bei der Bekämpfung der Klimakrise? Brauchen wir Gesetze beim Thema Ernährung und Klimawandel? Wie geht der Klimaschutz nach der Pandemie weiter und kann sich die Wirtschaft auch nachhaltig erholen? Studierende des Referats für Ökologie und Nachhaltigkeit der Studierendenvertretung (Stuve) haben die Ringvorlesung organisiert.

Klimaschutz größer denken

„Für unsere erste Ringvorlesung haben wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FAU eingeladen, für die zweite Klimaschutz-Expertinnen und -Experten aus ganz Deutschland“, erklärt Simon Rauch. „Und in diesem Semester wollen wir gerne noch ein bisschen größer werden“, ergänzt Corinna Knauer. Deshalb ist die Ringvorlesung diesmal international besetzt. Außerdem können sich Studierende die Vorlesung im Bereich Schlüsselqualifikationen anrechnen lassen können.

Internationaler Blick

„Bei der Auswahl unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollten wir möglichst viele Kontinente abdecken und auch ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis finden“, erklärt Paulus Guter. Aufgrund der internationalen Besetzung findet die Ringvorlesung, anders als die letzten Male, nun auf Englisch statt. „Wir wissen, dass wir damit vielleicht einige Zuhörerinnen und Zuhörer aus der Region verlieren, aber uns war es wichtig, dieses Mal auch internationale Studierende miteinzubeziehen“, sagt Corinna Knauer. Außerdem öffne dies auch die Tür für internationale Zuhörerinnen und Zuhörer.

Klimaschutz als Schlüsselqualifikation

Wer sich die Vorlesungsreihe als Studienleistung anrechnen lassen will, muss am Ende eine Prüfung ablegen. Das Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikation (ZiWiS) organisiert alle Prüfungsangelegenheiten. Eine aktive Teilnahme an der Vorlesung und eine Multiple-Choice-Prüfung am Ende des Semesters sind Voraussetzung für die 2,5 ECTS Punkte. „Dass man die Vorlesung aus Interesse besuchen und gleichzeitig sein Studium voranbringen kann, ist natürlich gleich doppelte Motivation“, erklärt Paulus Guter.

Digital macht‘s möglich

Dass die Vorlesung auch im Sommersemester digital stattfindet, sei für die internationale Besetzung der Ringvorlesung sogar ein Vorteil. „Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine Vorlesung in Erlangen zu gewinnen, ist mit viel organisatorischem Aufwand und Reisekosten verbunden, die wir so niemals aufbringen könnten. Durch die digitale Vorlesung können sich die Dozierenden direkt von zuhause zuschalten“, erklärt Simon Rauch. Außerdem verspreche das digitale Format ein größeres Publikum. „Im letzten Jahr haben wir mit 50 Anmeldungen gerechnet. Als wir die Vorlesung dann kurzfristig online umplanen mussten, haben sich über 600 Leute angemeldet. Wir hatten Zuhörerinnen und Zuhörer aus München, Lüneburg und Kaiserslautern, also auch weit über die FAU und die Region hinaus“, erklärt Paulus Guter. Trotzdem fehle der persönliche Kontakt zu den Expertinnen und Experten. „Es ist ziemlich cool, einen Promi in diesem Fachgebiet im eigenen Hörsaal vor sich zu haben“, sagt Simon Rauch, weshalb die Ringvorlesung in Zukunft auch eine Mischform aus präsenten und digital zugeschalteten Rednerinnen und Rednern sein soll.

Suche nach neuen Mitgliedern

Neben Corinna Knauer, Simon Rauch und Paulus Guter besteht die Arbeitsgruppe momentan noch aus vier anderen Studierenden. Sie recherchieren und betreuen Rednerinnen und Redner, organisieren den Ablauf und moderieren abwechselnd die einzelnen Vorträge. Für die zukünftigen Ringvorlesungen sucht die Arbeitsgruppe allerdings gerade nach neuen Mitgliedern, sagt Corinna Knauer. „Viele von unserem jetzigen Team beenden bald ihr Studium oder ihre Promotion. Deshalb wissen wir gerade noch nicht, wie es mit der Ringvorlesung in den nächsten Semestern weitergeht. Wir freuen uns über Leute, die Lust haben, auch in Zukunft eine Ringvorlesung zu organisieren und dabei ihre eigenen Impulse zu setzen“.

Wer Interesse hat, bei der Ringvorlesung mitzuarbeiten, kann sich unter stuve-ringvorlesung@fau.de bei der Arbeitsgruppe melden. Ein erstes Treffen findet am 07. April um 20:30 Uhr statt (Einwahl unter: https://stuve.me/orga-ringvorlesung).

Infos zur Ringvorlesung:

Die englischsprachige Vorlesungsreihe startet am Mittwoch den 14. April und findet bis zum 14. Juli jeweils mittwochs, um 18.15 Uhr, statt. Die Ringvorlesung richtet sich an Gasthörerinnen und Gasthörer, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Studierende aller Fachrichtungen. Studierende der FAU können am Ende des Semesters eine Prüfung ablegen und sich diese mit 2,5 ECTS im Bereich Schlüsselqualifikationen anrechnen lassen.
Eine Anmeldung ist für FAU-Mitglieder über StudOn oder für FAU-Externe Zuhörer über folgende Website möglich: https://fau.info/fauagainstco2. Dort findet man auch das ausführliche Semesterprogramm.

Programm

Mittwoch, 14. April, 18.15 Uhr:
„Paris Agreement- Introduction, Accountability and Compliance“
Prof. Dr. Christina Voigt, University of Oslo, Norwegen

Mittwoch, 21. April, 18.15 Uhr:
Titel folgt
Prof. em. John Sweeney, Maynooth University, Irland

Mittwoch, 28. April, 18.15 Uhr:
„Bouncing Forward, not Back—Transformative Change for Sustainability in a Post-Pandemic World“
Prof. Kai Chan, University of British Columbia, Kanada

Mittwoch, 5. Mai, 18.15 Uhr:
„The Economic Case for a Sustainable Recovery from COVID-19 Pandemic“
Prof. Phoebe Kountoudi, Athens University of Economics and Business, Griechenland

Mittwoch, 19. Mai, 18.15 Uhr:
Titel folgt
Ass. Prof. Kirsten de Beurs, University of Oklahoma, USA

Mittwoch, 26. Mai, 18.15 Uhr:
„The role of law in addressing the complex relationship between climate change and food”
Prof. Dr. Jonathan Verschuuren Tilburg University, Niederlande

Mittwoch, 02.Juni, 18.15 Uhr:
„The Role of Education in Climate Action“
Ass. Prof. Dr. Ellen Field, Lakehead University, Kanada

Mittwoch, 16. Juni, 18.15 Uhr:
„Elements for the Creation of IPCC Reports as Seen from the Perspectives of a Physical Climate Scientist“
Prof. Jens Hesselbjerg Christensen, University of Copenhagen, Dänemark

Mittwoch, 23. Juni, 18.15 Uhr:
„What’s the role of cities in sustainable food systems?“
Dr. Heidrun Moschitz, ETH Zürich, Schweiz

Mittwoch, 30. Juni, 18.15 Uhr:
Titel folgt
Prof. Stephen M. Gardiner, University of Washington

Mittwoch, 7. Juli, 18.15 Uhr:
„EU’s climate and energy policy: why, when, and how to raise its ambition?“
Lidia Wjoital, Agora Energiewende

Mittwoch, 14. Juli, 18.15 Uhr:
„Sustainable Agri-food Systems and the Importance of Optimizing them“
Ashley Green, ETH Zürich, Schweiz