Aus Erlangen nach Stanford

Junger Mann mit Brille.
Peter Neidlinger ist Knight-Hennessy Scholar 2026. (Bild: Knight-Hennessy Scholars / Carolyn Fong Photography)

FAU-Student erhält renommiertes Knight-Hennessy-Stipendium

Erfolg für den Nachwuchs: Erstmals ist mit Peter Neidlinger ein Student der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in das Knight-Hennessy Scholars Program der Stanford University aufgenommen worden. Dieses hoch renommierte Förderprogramm richtet sich an außergewöhnlich talentierte Nachwuchskräfte aus aller Welt, die dort ein Master-, PhD- oder anderes Graduiertenstudium absolvieren. Neben einer Finanzierung für drei Jahre – etwa der Studiengebühren und der Lebenshaltungskosten – fördert das Programm auch ideell durch Mentoring, Workshops und Projekte gezielt Führungspersönlichkeiten, die interdisziplinär denken und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

Mit der Aufnahme in das Knight-Hennessy Scholars Program gehört Neidlinger künftig zu einem exklusiven Kreis internationaler Nachwuchstalente, die durch außergewöhnliche fachliche Leistungen ebenso überzeugen wie durch Gestaltungswillen und gesellschaftliches Engagement. Derzeit absolviert er sein Medizinstudium an der FAU und hat es früh um datenwissenschaftliche Kompetenzen ergänzt, um die Basis für klinische KI-Forschung zu legen. Sein Ziel ist es, vertrauenswürdige Machine-Learning-Verfahren zu entwickeln, die Diagnostik, Effizienz und Zugang zur medizinischen Versorgung verbessern. „Mich fasziniert der Gedanke, dass wir Patientinnen und Patienten mit KI-basierten Methoden künftig so viel besser helfen können als bisher“, sagt der junge Mediziner. Im Herbst beginnt er an der Stanford University seinen PhD in Biomedical Data Science an der Stanford School of Medicine. „In den USA ist der PhD ein wenig anders aufgebaut als hier – zunächst tatsächlich noch wie eine Art Studium. Parallel arbeitet man in drei unterschiedlichen Labs, bevor man sich schließlich festlegt, welchen genauen Schwerpunkt der PhD haben soll“, erklärt er.

Bereits in Stanford gewesen

Peter Neidlingers bisherige Forschungsarbeit bewegt sich an der Schnittstelle von computergestützter Pathologie, Immunologie und Immunonkologie und führte ihn bereits einmal für ein halbes Jahr nach Stanford University sowie an das Else Kröner Fresenius Zentrum (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der Technischen Universität Dresden. Ergebnisse seiner Forschung wurden in renommierten Fachjournalen und bei führenden Konferenzen veröffentlicht.

Neidlinger ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, wurde mit dem Peter-Scriba-Promotionsstipendium ausgezeichnet und gewann schon in der Schule den ersten Preis der Software-Challenge Germany.

Auch jenseits des Labors zeigt sich sein Engagement: In Erlangen gründete Neidlinger eine große und sportlich erfolgreiche Community für Roundnet mit – eine dynamische Teamsportart, bei der ein kleiner Ball über ein trampolinartiges Netz gespielt wird. „Viele kennen den Sport auch als Spikeball – sicher noch ein Nischensport, aber gerade zunehmend populär“, sagt der gebürtige Niederbayer.

Weitere Informationen:

Peter Neidlinger
peter.neidlinger@fau.de

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