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Dr. Dr. Koshiro Sonomoto

Lehrstuhl für Innere Medizin III

Sonomoto im Restaurant

Dr. Dr. Koshiro Sonomoto ist als Humboldt-Stipendiat am Lehrstuhl für Innere Medizin III der FAU. (Bild: Koshiro Sonomoto)

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste Autoimmunerkrankung der Gelenke: Dabei greifen körpereigene Abwehrzellen die Gelenke an, es entsteht eine chronische Entzündung. Durch diese wird das Gelenk langfristig geschädigt bzw. sogar zerstört. Die Lebensqualität der Erkrankten wird dadurch erheblich beeinträchtigt. Am Lehrstuhl für Innere Medizin III von Prof. Dr. Georg Schett erforscht Humboldt-Stipendiat Dr. Dr. Koshiro Sonomoto in den kommenden Monaten den der rheumatoiden Arthritis zugrundeliegenden Mechanismus.

Sein Hauptforschungsinteresse gilt dabei der Rolle eines Antikörpers mit dem sperrigen Namen „antizyklischer citrullinierter Peptidantikörper“, kurz ACPA. ACPA ist ein Biomarker der rheumatoiden Arthritis, also ein Indikator für die Krankheit. FAU-Forscher Prof. Schett ist auf dem Gebiet der Pathogenese der rheumatoiden Arthritis ein ausgewiesener Experte. „Das hat mich dazu bewogen, mich an der FAU zu bewerben“, sagt Sonomoto. An der FAU wird Sonomoto nun untersuchen, wie ACPA auf mesenchymale Stammzellen (MSC) wirken, die entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen.

Prof. Schett und seine Kollegen haben zahlreiche wissenschaftliche Artikel zur Rolle von ACPA bei rheumatischen Erkrankungen veröffentlicht. Das hat mich dazu bewogen, mich an der FAU zu bewerben.

Dr. Sonomoto, was ist Ihr Forschungsgebiet und was hat ursprünglich Ihr Interesse an diesem Gebiet geweckt?

Mein Forschungsgebiet ist die Rheumatologie und die Immunologie. Meine Zeit als Rheumatologe hat mich dazu veranlasst, die Mechanismen, die rheumatischen, also Autoimmunerkrankungen zu Grunde liegen, zu klären.

Warum haben Sie sich für die FAU als Gastuniversität entschieden?

Mein wissenschaftliches Interesse gilt der Rolle des antizyklischen citrullinierten Peptidantikörpers (ACPA) bei der Entstehung von rheumatoider Arthritis (RA). Es ist als spezifischer Biomarker der rheumatoiden Arthritis bekannt. Prof. Schett und seine Kollegen haben zahlreiche wissenschaftliche Artikel zur Rolle von ACPA bei rheumatischen Erkrankungen veröffentlicht. Das hat mich dazu bewogen, mich an der FAU zu bewerben.

Wie sichtbar ist die FAU in Ihrem Forschungsbereich?

Prof. Schett ist ein sehr bekannter Rheumatologe in Japan.

Könnten Sie kurz das Projekt, an dem Ihre Forschungsgruppe arbeitet, beschreiben?

Rheumatoide Arthritis ist eine häufig auftretende entzündliche Krankheit, die durch eine chronische Entzündung des Gelenks charakterisiert wird. Die chronische Entzündung eines Gelenks führt zur Zerstörung des Gelenks, welche wiederum die Aktivitäten des täglichen Lebens einschränkt. Biologika, die auf Zytokine abzielen, verbessern die Arthritis und beugen der Gelenkzerstörung vor. Dennoch gibt es immer noch keine speziellen Therapien, mit deren Hilfe man kaputte Gelenke wiederherstellen könnte. Mesenchymale Stammzellen (MSCs) liefern strukturelle Komponenten eines Gelenks, indem sie sich in Osteoblasten und Knorpelzellen unterteilen und entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen. Aus diesem Grund betrachte ich MSCs als neues Behandlungsinstrument für die rheumatoide Arthritis, sowohl die Unterdrückungen von Entzündungen als auch die Knochenregeneration betreffend. Meine Forschung hat zahlreiche Funktionen humaner MSCs (hMSCs) aufgedeckt. An der FAU wird die Rolle von ACPA bei der Funktion von hMSCs untersucht.

Welchen Vorteil hatte Ihre Forschung für die Gesellschaft?

Die Rolle von ACPA bei der rheumatoiden Arthritis offenzulegen wird die Etablierung einer grundlegenden Behandlungsstrategie beeinflussen.

Was waren Ihre ersten Eindrücke der Region um Erlangen und Nürnberg?

Ruhig und reich an Natur.

Was sind Ihre Lieblingsorte an der FAU und in Erlangen oder Nürnberg?

Ich mag den Schlossgarten.

Vielen Dank für das Interview, Dr. Sonomoto.