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Dagmar Wöhrl

Die ehemalige Staatssekretärin für Wirtschaft und Technologie im Interview

Dagmar Wöhrl, MdB Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2005 - 2009

Dagmar Wöhrl, MdB Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2005 – 2009

Ihr Einstieg in die Politik begann 1990. Seit 1994 ist Dagmar Wöhrl Mitglied des Deutschen Bundestages, seit 1995 Mitglied des CSU-Präsidiums. Sie fungierte u.a. als wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundesfraktion. 2005 wurde sie von Bundeskanzlerin Angela Merkel als Parlamentarische Staatssekretärin in das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie berufen. Seit 2006 ist Dagmar Wöhrl Koordinatorin der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft.

Neben ihrer politischen Tätigkeit engagiert sich Dagmar Wöhrl ehrenamtlich als Kuratoriumsmitglied der Bayerischen Aids-Stiftung und als Präsidentin des Tierschutzvereins Nürnberg-Fürth.

Weshalb haben Sie sich seinerzeit für ein Jurastudium in Erlangen entschieden?

Als Kind träumte ich davon, Tiermedizin zu studieren. Zu Beginn meiner Studienzeit war der Numerus Clausus in diesem Fach aber so hoch, dass ihn selbst ich mit meinem guten Abitur nicht erfüllte. Auf Platz Zwei meiner Wunschliste stand der Diplomatische Dienst – also begann ich das Jurastudium. Dass ich mich für Erlangen entschieden habe, war naheliegend: Eine hervorragende Universität gleich vor der Haustür.

Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?

Das war wirklich ganz schwer. Ich habe das Jurastudium mit großer Freude und Engagement in relativ kurzer Zeit durchgezogen. Mir hat es einfach Spaß gemacht, mich intensiv mit der Materie zu beschäftigen. Aber die jährlichen Besuche auf der Erlanger Bergkirchweih zusammen mit meinen Studienkolleginnen und –kollegen waren schon immer echte Highlights und eine willkommene Abwechslung während des Sommersemesters. Daran denke ich immer wieder gerne zurück.

Haben Sie heute noch Verbindungen zur Universität?

Natürlich. Nicht nur wegen meiner, ja inzwischen schon „alten“ Freunde aus dieser Zeit. Sondern heute auch ganz intensiv im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Nürnberger Bundestagsabgeordnete.

Was begeistert Sie am meisten an Ihrer Arbeit als Politikerin?

Wenn mich Menschen auf der Straße ansprechen und sich für meine Unterstützung bedanken, dann merke ich: Es war richtig, in die Politik zu gehen. Sonntagsreden waren nie so meine Sache, sondern vielmehr handfeste Ergebnisse.

Mir war es immer wichtig, etwas zu bewegen, mit zu gestalten, Einfluss zu nehmen, zu helfen. Das war auch der Grund, warum ich schon vor vielen Jahren, noch vor meiner politischen Tätigkeit, damit begonnen habe, mich für benachteiligte Kinder und Tierschutz ehrenamtlich zu engagieren. In der Politik trage ich nun natürlich eine wesentlich größere Verantwortung. Das ist für mich eine Verpflichtung, das ist ein Auftrag, vor allem aber auch Leidenschaft!

Sie engagieren sich auch in der Bildungspolitik und sind als Mitglied des Wissenschaftsrats mit hochschulpolitischen Fragen konfrontiert. Gibt es etwas, was Sie der Universität Erlangen-Nürnberg für die Zukunft raten oder wünschen würden?

Die Universität Erlangen-Nürnberg gehört jetzt schon zu den Spitzen-Unis in Deutschland. Mit ihrem breiten Fächerspektrum und der intensiven Vernetzung zwischen den Disziplinen ist sie deutschlandweit einzigartig. Verschiedenste Fakultäten und Institute sind bei der Entwicklung und Forschung in Deutschland ganz vorne mit dabei. Last but not least: Auch für die Zukunft ist die Uni Erlangen-Nürnberg hervorragend aufgestellt. Da kann man nur weiterhin alles Gute wünschen!

Wenn Sie sich Ihren eigenen Berufsweg ansehen, was würden Sie sagen, welche Bausteine waren ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Und was würden Sie heutigen Absolventen, oder vielleicht auch ganz besonders AbsolventINNEN gerne mit auf den Weg geben?

Ganz klar: Disziplin und Engagement. Ich gehe an alle Aktivitäten grundsätzlich sehr diszipliniert heran. Um wirklich erfolgreich zu sein, muss man das, was man tut, aber auch engagiert und leidenschaftlich verfolgen. Man muss es gerne tun, sonst wird´s schwer.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Alles, was man tut, mit Freude und Engagement angehen!

Vielen Dank, dass Sie sich für unser Interview Zeit genommen haben!

Sehr gerne!

Interview: Martina Weber