MINT-Wissenschaftlerinnen

Anne Zartmann kommt ursprünglich aus der Nähe von Heilbronn in Baden-Württemberg. Nach ihrer natur- und sozialwissenschaftlich geprägten Gymnasialzeit studierte sie an der FAU Lebensmittelchemie – ein sehr alltagsrelevantes MINT-Fach, in dem es an der FAU mehr weibliche als männliche Studierende gibt. Nach neun Semestern machte sie ihr Staatsexamen und schrieb ihre wissenschaftliche Abschlussarbeit unter anderem über Omega-3-Fettsäuren in Nahrungsergänzungsmitteln.

Irina Kirchberger hat wahrscheinlich einen der schönsten Arbeitsplätze an der FAU – direkt im Schlossgarten. Hier befindet sich das GeoZentrum Nordbayern. Nach ihrem Studium der Geowissenschaften – mit einem Frauenanteil von etwa 50 Prozent – erforscht die Doktorandin nun am Lehrstuhl Mineralogie verschiedene Zement-Arten.

Prof. Dr. Anne Koelewijn hat einen Bachelor in Luft- und Raumfahrttechnik. Ihren Master sowie ihren Doktor machte sie im Fach Maschinenbau. Seit 2019 – damals war sie 26 Jahre alt – ist die gebürtige Niederländerin Juniorprofessorin am Lehrstuhl für Maschinelles Lernen und Datenanalytik der FAU. Mit ihren 28 Jahren hat sie bereits in den Niederlanden, den USA, der Schweiz und Deutschland geforscht.

Bevor Frederike Jäschke zum Studieren nach Erlangen kam, kannte sie die Stadt gar nicht. 1999 in Dorsten am Rande des Ruhrgebiets geboren, machte sie nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Sozialeinrichtung in Indien. Danach wollte sie nicht in ihre alte Heimat zurück, sondern einen anderen Teil Deutschlands kennenlernen. 2018 begann sie an der FAU Chemie- und Bioingenieurwesen zu studieren. Nach zwei Semestern wechselte sie zum Fach Chemie – und ist glücklich mit ihrer Entscheidung.

Von Erlangen nach Harvard und zurück: Doktorandin Stefanie Klostermeier absolvierte einen Bachelor und Master of Science im Bereich Materials Science und Engineering an der FAU. Als ausgebildete Werkstoffingenieurin schrieb sie ihre Masterarbeit an der Harvard Medical School. Jetzt promoviert sie am Erlanger Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin auf dem Gebiet der Neural Mechanics. Dort ist sie auch am Aufbau einer internationalen Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School und der ETH Zürich beteiligt.

Diplom-Mineralogin Dr. rer. nat. Katrin Hurle, Jahrgang 1985, stammt aus einem kleinen Dorf nahe Donauwörth und ist die erste Akademikerin in ihrer Familie. Schon als Kind war sie von Mineralen fasziniert, was mit ein Grund war, weshalb sie 2005 das Studium der Mineralogie, einem Teilbereich der Geowissenschaften, an der FAU aufnahm. Heute arbeitet sie mit Materialien, die der Medizintechnik und damit Patient*innen zugutekommen. In ihrer Postdoc-Phase unterrichtet und forscht die Habilitandin am GeoZentrum Nordbayern. Sie veröffentlicht ihre Studienergebnisse und wirbt eigene Drittmittel ein. Auch engagiert sie sich in mehreren Gremien der FAU.

Auf einem Hügel hoch über der Bamberger Altstadt befindet sich die Sternwarte der FAU – benannt nach Dr. Karl Remeis, einem Juristen und Amateur-Astronomen. Aus dessen Nachlass wurde die Sternwarte 1889 als private Institution gegründet und ging 1962 in den Besitz der FAU über. Heute befindet sich hier das Astronomische Institut, ein Zweig der Physik. Hier erforscht die Professorin für Multiwellenlängenastronomie, Prof. Dr. Manami Sasaki, die Entwicklung von Galaxien.