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Initiativen, die helfen

Hilfe während der aktuellen Corona-Pandemie

An der FAU haben sich in den vergangenen Wochen verschiedene Initiativen formiert, die während der aktuellen Corona-Pandemie Hilfe bieten – sei es für Angehörige von Risikogruppen, sei es für Klinika, denen die Schutzausrüstung ausgeht oder auch einfach für Menschen, die durch die Krise in Not geraten sind.

Damit alle, die helfen wollen, und auch alle, die Hilfe benötigen, einen Überblick über aktuelle Initiativen gewinnen, haben wir diese Seite eingerichtet. Hier sollen künftig alle FAU-Initiativen aufgelistet werden, von denen wir wissen. Vermissen Sie Ihre Aktion oder Initiative? Schreiben Sie eine Mail an webredaktion@fau.de.

Technischer Support für Erlanger Schulen

Zwei Kinder sitzen am Esstisch an Laptop und Tablet.

Bild: Colourbox

Schulen, Lehrkräfte, Eltern und Kinder sind teilweise überfordert von den technischen Anforderungen, die der Distanzunterricht in der Pandemie mit sich bringt. Wer hilft bei Hardware und Software-Problemen? Prof. Dr. Andreas Maier, Leiter des Lehrstuhls für Informatik 15, hat einen kostenlosen technischen Support für Erlanger Schulen aufgebaut und wird dabei tatkräftig von Studierenden unterstützt, die sich ehrenamtlich engagieren. Der Unterstützungsbedarf an den Schulen ist groß, weshalb auch weiterhin Studierende mit technischem Background gesucht werden. Wer also Lust hat mit seinem Wissen Schulen der Region bei der Verbesserung ihres Online-Unterrichts zu helfen, der kann sich per E-Mail wenden.

Weitere Informationen sowie die Kontaktdaten des Supports gibt es jetzt auf der Webseite der Technischen Fakultät.


Laptop-Spenden

Digital studieren, dafür braucht es auch das passende Equipment. Für Studierende, die keinen eigenen Laptop zur Verfügung haben oder keinen mit der Ausstattung, die für das digitale Studieren notwendig ist, hat FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger einen Aufruf gestartet: Spenden Sie Laptops für Studierende! Die Kolleginnen und Kollegen vom Rechenzentrum werden sie technisch überholen und die notwendige Software installieren. Die Geräte können dann als Leih-Laptop an Studierende vergeben werden, die dringend einen benötigen.

Wer einen privaten Laptop übrig hat, oder Laptops an Einrichtungen, die bereits abgeschrieben sind und nicht mehr benötigt werden, kann sich unter fau4fau-laptops@fau.de melden und den gebrauchten Laptop an der Servicetheke abgeben.

Die gewünschten Mindestanforderungen an die Geräte:

  • Mindestens 4GB RAM
  • Mindestens 100 GB Festplatte/SSD
  • Nicht älter als 10 Jahre

Im Zweifel können Geräte aber auch einfach an der Servicetheke im Rechenzentrum vorbeigebracht werden, und die Kolleginnen und Kollegen prüfen die Tauglichkeit im Nachgang.

Kontakt: fau4fau-laptops@fau.de

Studierende, die ein Leihgerät benötigen, wenden sich bitte per E-Mail an fau4fau-laptops@fau.de.

Das Corona Card Project

Zwei handgemachte Karten

Die handgemachten Karten sollen in Zeiten von Corona eine Aufmunterung sein, beispielsweise für Bewohner in Pflegeheimen. (Bild: Jessica Schlegel)

Seit einigen Jahren schon gestaltet Jessica Schlegel, die an der FAU Kulturpädagogik studiert, persönliche Karten für Freunde und Familie. Als sie aber in letzter Zeit an einem Seniorenwohnstift vorbeikam, hatte sie die Idee, solche Karten auch für Fremde zu entwerfen. So sollen beispielsweise Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen, die in diesen Zeiten besonders von Einsamkeit betroffen sind, eine aufmunternde Geste erhalten. „Es soll ein Gemeinschaftsgefühl entstehen und Leuten, die durch Corona einsam sind, vermitteln, dass jemand an sie denkt“, fasst die Studentin zusammen.

Auf Jessica Schlegels Internetseite kann jeder die Briefvorlagen kostenlos herunterladen. Die schwarzweißen Bilder, die verschiedene Freizeitaktivitäten aufzeigen, können ausgedruckt, ausgemalt und verschickt werden.


Aufbau eines Diagnostik-Netzwerkes

Screenshot der LabHive Plattform auf verschiedenen Geräten.

Bild: LabHive

LabHive heißt eine Onlineplattform, die im Rahmen des #WirVsVirus-Hackathon der Bundesregierung entwickelt wurde. LabHive soll helfen, die SARS-CoV-2-Test-Kapazitäten zu erhöhen. Auf der Plattform können sich qualifizierte Freiwillige, zum Beispiel Studierende mit Laborerfahrung, registrieren und Forschungslabore physische Ressourcen zur Verfügung stellen. Diese Angebote können dann von Diagnostikzentren ausgewählt und in Anspruch genommen werden. Theresa Müller, Informatikstudentin an der FAU, ist Teil des 15-köpfigen interdisziplinären und ehrenamtlichen Teams, das LabHive entwickelt hat. Sie hat beim Design mitgewirkt und ist nun auf der Suche nach Freiwilligen und Laboren, die Ihre Kapazitäten zur Verfügung stellen wollen. Die Initiative wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Björn Steiger Stiftung unterstützt.

Interessierte Freiwillige und Einrichtungen erhalten auf der Webseite, unter info@labhive.de und direkt bei Theresa Müller weitere Informationen.


Kleinserienfertigung von Schutzvisieren

Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des FAPS tragen Schutzvisiere.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Lehrstuhl FAPS, wie Sina Martin und Julian Seßner, stellen mit 3D-Druck Schutzvisiere her (Foto: FAPS/Hannah Riedle).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik produzieren in einer Kleinserienfertigung mittels 3D-Druck Schutzvisiere. Mit so einem Visier wird die Ansteckungswahrscheinlichkeit zum Beispiel von Pflegerinnen und Pflegern mit dem COVID-19 Virus reduziert. Das Open-Source Design stammt von einer Initiative des 3D-Druckerherstellers PRUSA. Die Visiere sind desinfizierbar und somit wiederverwendbar. Dank dem engagierten Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten bereits etliche Arztpraxen, Pflegeheime und Rettungsdienste mit Schutzmaterial versorgt werden.

Kontakt: hannah.riedle@faps.fau.de


Hilfe von zuhause: Mit dem eignen 3D-Drucker Visiere herstellen

Mann mit Mundschutz und mehreren Visieren

Materialwissenschaft-Student Felix Maußner stellt mit der Initiative „MakerVsVirus Erlangen“ Visiere auf privaten 3D-Druckern her. (Bild: MakerVsVirus Erlangen)

 

Materialwissenschaft-Student Felix Maußner stellt mit seinem Kommilitonen Kim Sauer und weiteren Helferinnen und Helfern der Initiative „MakerVsVirus Erlangen“ Visiere auf privaten 3D-Druckern her. „Bisher haben wir mehr als 3000 Visiere an Ärztinnen und Ärzte, Altenheime und Apotheken ausgeliefert“, sagt er. „Leider gibt es derzeit viele Schwarze Schafe, die die Visiere stark überteuert an bieten. Wir machen das grundsätzlich kostenlos, freuen uns aber über jede Spende“. Kontakt: MakerVsVirus-ER@gmx.de. Über die Initiative hat nordbayern.de berichtet .

Initiative „3D-Druck gegen Coronavirus“

FAU-Studierende haben die Initiative „3D-Druck gegen Coronavirus“ gegründet, um die Praxen und Altenheime mit notwendigem Material auszustatten und sie zu unterstützen. Sie kooperieren mit der Initiative „MakerVsVirus Erlangen“. Zur Meldung


Schutzvisiere aus dem 3D-Drucker

Studentin mit Corona-Schutzvisier

Bild: Paula Garcia Miralles

Medizintechnikstudentin Paula Garcia Miralles nutzt ihre im von Dr. Patric Müller geleiteten Fach „Scannen und Drucken in 3D“ erworbenen Fähigkeiten und druckt am Lehrstuhl für Multiscale Simulation of Particulate Systems Halterungen für Visiere zum Infektionsschutz. Paula Garcia Miralles hat sich hierzu der Initiative coronavirusmakers.org angeschlossen, die das verwendete 3D-Modell erstellt hat und auch die Verteilung der gedruckten Visiere übernimmt.


Schutzbrillen für das Uni-Klinikum Erlangen

Mann mit Schutzbrille

(Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen)

Schutzbrillen sind nur noch schwer auf dem Markt erhältlich. Kardiologe Prof. Dr. Stephan Achenbach hat zusammen mit Prof. Dr. Dietmar Drummer, Inhaber des Lehrstuhls für Kunststofftechnik, nun Prototypen entwickelt. Nach Prüfung durch Prof. Dr. Christian Bogdan, Beauftragter für Biologische Sicherheit und Lehrstuhlinhaber für Mikrobiologie und Infektionsimmunologie, soll nun die Serienproduktion starten. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Meldung im Blog.


Atemschutzmasken aus Meltblown-Filtervlies

Mann mit Mundschutz

Bild: Siegfried Werner, LSP

Prof. Dr. Dirk Schubert hat ein Verfahren entwickelt, wie er und sein Team am Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe Atemschutzmasken aus Meltblown-Filtervlies herstellen können. Klinika oder medizinische Einrichtungen, die keinen Nachschub an Masken mehr bekommen, könnten auf dieses Produkt ausweichen. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Meldung im Blog.

Frankenschau: Schutzmasken für das Uni-Klinikum (17.4.20)


Student Socialization Initiative against COVID-19

Um während der Ausgangsbeschränkungen nicht den Kontakt zu den Mitstudierenden zu verlieren und neue Kontakte knüpfen zu können, haben Studierende der FSI WInf/IIS (FAU) und FS WIAI (Bamberg) die “Student Socialization Initiative against COVID-19” gegründet. Sie stellen eine Plattform bereit, auf der sich Studierende aus ganz Deutschland per Mattermost austauschen können. Auch ein gemeinsamer Spieleabend ist geplant. Wer mitmachen möchte, kann sich unter https://mattermost.fsi-winf.de anmelden.


Beim Einkaufen helfen: Stellenportal sammelt Anzeigen

In der Kategorie „Private Nebenjobs“ des Jobportals „Stellenwerk“ kann jeder kostenfrei private Jobangebote aufgeben oder Angebote hineinsetzen. So findet man schnell heraus, wie man andere Menschen unterstützen kann – zum Beispiel als Einkaufshilfe. www.stellenwerk-erlangen-nuernberg.de

Wer in der Nachbarschaft aushelfen möchte, wird vielleicht auch hier fündig: https://nachbarn-helfen.org


Weitere Initiativen und Informationen