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Eine Uni – ein Buch

Frau liegt im Gras mit Buch auf dem Gesicht

Ausgezeichnet! Die FAU punktete im Wettbewerb „Eine Uni – ein Buch“. Den hatte der Stifterverband und die Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit der Wochenzeitung Die Zeit für alle deutschen Hochschulen ausgeschrieben. Im Sommersemester beginnt nun mit diversen Veranstaltungsformaten die gemeinsame Lesereise in die Zukunft: Gelesen wird „Die Maschine steht still“ von E.M. Forster.



Die Idee

Prof. Hornegger liest

FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger hat schon ins Buch hineingeschmökert. (Bild: FAU/Jörn Rüggeberg)

Die FAU liest ein Buch. Dann wird das Jahr über geredet und debattiert, dazu laden unterschiedliche Veranstaltungen ein. Mitmachen kann jeder: Studierende, Wissenschaftler, Beschäftigte – neben allen FAU-Angehörigen ist auch die literaturbegeisterte Öffentlichkeit willkommen.

Zu den geplanten Formaten gehören eine szenische Lesung, eine Exkursion zur Abteilung „Kommunikation, Information und Medien“ des Deutschen Museums in München, eine interdisziplinäre Vorlesungsreihe, ein Seminar zum Buch im Rahmen der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen sowie eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Vertretern aus Informatik und Künstlicher-Intelligenz-Forschung zum Thema „Denkbares und Machbares“.


Das Buch

BuchcoverDer britische Schriftsteller E.M. Forster hat vor mehr als 100 Jahren in seiner Erzählung „Die Maschine steht still“ die Entwicklung des Internets der Dinge und mögliche soziale wie psychologische Folgen einer immer stärker durch Informationstechnologie geprägten Welt vorweggenommen.

In seiner 1909 veröffentlichten düsteren Vision schildert er auf 80 Seiten ein Szenario, in dem die Menschen ihr Leben in eine isolierte, unterirdische Welt verlagert haben, die allumfassend von der ‚Maschine‘ gesteuert und kontrolliert wird. Jegliche Form der Kommunikation, Information und Interaktion geschieht ausschließlich mittels dieser Maschine. Die Bewohner der Maschinenwelt werden zwar mit allen Annehmlichkeiten versorgt, dürfen aber ihre separierten Zimmer nicht verlassen und haben sich den Regeln der Maschine vollständig unterworfen. Forster thematisiert die tiefgreifende und umfassende Veränderung des menschlichen Zusammenlebens durch neue Technologien. Die Veränderung menschlicher Kommunikation durch den Einsatz von Technologien, deren Einfluss auf Denken und Lernen, den kritischen wie unkritischen Umgang mit dem Fluch und Segen der Maschine und schließlich auch die Frage, was ein Ausfall dieser Technologie für die Menschheit bedeuten könnte, sind zentrale Aspekte des schmalen Bändchens, das aktuell in einer Neuübersetzung ins Deutsche vorliegt.

Den Ausschlag für „Die Maschine steht still“ gab vor allem die Tatsache, dass die darin behandelten Themen von gesellschaftlicher Brisanz und Aktualität sind, da sie die Lebenspraxis aller Menschen durchdringen. Sie lassen sich auch für ein fachfremdes, breites Publikum spannend aufbereiten und sind zudem Gegenstand aktueller Forschung und Lehre an der FAU.


Mitlesen? Ausleihen!

Leseexemplare "Die Maschine steht still" in der Universitätsbibliothek der FAU

Bild: Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg

In der Universitätsbibliothek stehen einige Exemplare zum Ausleihen bereit. Auf Deutsch – aber auch auf Englisch und Französisch. In der englischen Originalfassung ist der Text übrigens frei im Internet verfügbar, zum Beispiel bei Wikipedia.

 


Die Veranstaltungen

Die erste Veranstaltung findet am 15. Mai um 18.30 Uhr im Erlanger Audimax statt: eine szenische Lesung von Studierenden.

Mit der künstlerischen Ausarbeitung des Textes entsteht eine erste Annäherung an den Stoff, die alle am Projekt interessierten zum Zuhören, Nach- und Weiterdenken animiert. Gestaltet wird die szenische Lesung – ganz im Sinne des Projektes – von Studierenden der Schlüsselqualifikationskurse zu Sprechen und Auftreten, „funklust“-Machern sowie Universitätsangestellten unter der Leitung von Stefan Rieger, Dozent am ZiWiS. Da das Projekt alle an der Universität tätigen Menschen ansprechen soll, Studierende wie Mitarbeiter jeder Position, bietet das Audimax genügende Zuhörern Platz.

Weitere Veranstaltungen werden hier bekanntgegeben.


Der Wettbewerb

Die zehn besten Ideen und Aktionen für den Wettbewerb wurden von einer Jury aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ausgewählt. Die Förderung in Höhe von 5000 Euro zur Umsetzung der eingereichten Idee beginnt mit dem Sommersemester 2017. Mit dem Förderprogramm wollen die Wettbewerbsinitiatoren den Austausch und die Identifikation aller Hochschulmitglieder und Mitarbeiter mit ihrer Hochschule stärken. Durch eine große Bandbreite unterschiedlicher Veranstaltungen wird daher ab dem Sommersemester 2017 in Erlangen-Nürnberg ein für die gesamte Universität und die Öffentlichkeit interessantes und zur Diskussion anregendes Programm gestaltet.

Die FAU-Bewerbung ist eine Kooperation zwischen ZiWiS – Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ehemals ZIEW), UniTV und Abteilung M – Marketing und Kommunikation.

Webseite des Stifterverbandes mit den Bewerbungsvideos der ausgezeichneten Projekte: www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch


Kontakt

Pressetelefon der FAU